Leopold Kurzhammer

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Leopold Kurzhammer (* 1683; † 14. März 1749) war ein Bildhauer des fränkischen Barock aus Ochsenfurt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1729 wohnte Leopold Kurzhammer in Hopferstadt. Sein Nachname ist für Franken ungewöhnlich und lässt eine bayerische Herkunft vermuten. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Kurzhammer Geselle von Balthasar Esterbauer war. Verbindungen in dieser Richtung könnte es deswegen gegeben haben, da aus dem Jahre 1738 eine Zusammenarbeit von Kurzhammer mit dessen Sohn Anton am Hochaltar in Gelchsheim überliefert ist. Ab 1731 war der vermögensmäßig geringe Handwerker [1] in Ochsenfurt beheimatet und kaufte sich dort am 17. September des selben Jahres ein kleines Haus. In den Ratsprotokollen der Stadt Ochsenfurt ist nachzulesen, dass die kleinbürgerlich-engen Verhältnisse des Bildhauers voller Querelen waren. Beispielsweise verklagt er einen Erhard Rösslein, dem er während einer vierteljährigen Abwesenheit sein Häuschen vermietet hatte, an diesem Fenster und Schlösser demoliert zu haben. Einen Bauern aus Kleinochsenfurt forderte er auf ihm sein Handwerkszeug zurückzugeben, das dieser transportiert hatte und nicht mehr herausgab, weil Kurzhammer Probleme bei der Bezahlung aus diesem Transport gemacht hatte. Leopold Kurzhammer starb am 14. März 1749 und wurde am 16. März im Friedhof außerhalb Ochsenfurts beigesetzt. [2]

Dass Kurzhammer noch dem Spätbarock verhaftet war, wird an seinen vollbrüstigen Frauenfiguren sowie am Bandel- und Gitterwerk der Blendflügel der Altarseiten aus dem Jahre 1737 in der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus in Euerhausen deutlich.

Werke[Bearbeiten]

  • 1741: Kreuzschlepper auf der Gemarkung Wolkshausen (Richtung Euerhausen)
  • 1748: Anna Selbdritt im Schlossgarten von Aub

Quellen[Bearbeiten]

  • Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Aubanusverlag, Wolfratshausen 1987, S. 270 - 273

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Stadtarchiv Ochsenfurt, Schatzungs- und Steuerbuch 1731/32
  2. Stadtarchiv Ochsenfurt, Totenbuch der Stadt Ochsenfurt, Matr. 1744 - 1786 fol. 54