St. Johanniskirche

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Johanniskirche (Gesamtansicht)
St. Johanniskirche (Detailansicht)

Die St. Johanniskirche ist eine evangelische Kirche, die sich die Gemeinde zwischen 1893 und 1895 in Würzburg gebaut hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingeweiht wurde die nach St. Stephan zweite große evangelische Gemeindekirche Würzburgs am Johannistag, dem 24. Juni 1895. Sie diente auch als Garnisonskirche. [1] Ihr offizieller Standort und zugleich ihr Eingang befindet sich in der Hofstallstraße 5. Ausrichtung von Schiff und Chor folgen dem Verlauf der Husarenstraße ungefähr nach Nordosten. Diese neugotische Kirche wurde beim verheerenden Luftangriff auf die Stadt am 16. März 1945 fast völlig zerstört.

Es steht heute nur noch der Stumpf des alten Turmes über dem Eingangsportal. Daneben ragen zwei Turmspitzen 60 Meter hoch in den Himmel. Sie nehmen die Formensprache der Gotik auf. Aber das täuscht, die eigentliche heutige Kirche wurde nach Plänen des Münchner Architekten Reinhard Riemerschmid in der Nachkriegszeit gebaut. Am 16. Juni 1957 war Richtfest und am 22. Dezember 1957 wurde sie eingeweiht. Die Kirche wurde 1962 mit der Installation der „Schönen Pforte” vollendet. Sie erinnert auch als Mahnmal an den Krieg.

Kunstwerke[Bearbeiten]

Der wiederkehrende segnende Christus im Chorraum über dem Altar ist eine Plastik des Münchner Künstlers Helmut Ammann. [2] Das Glasgemälde „Licht und Farben, Zeichen und Symbole“ in der Taufkapelle stammt von Gerd Jähnke.

Innenraum[Bearbeiten]

Glocken[Bearbeiten]

Die Kirche St. Johannis verfügt über fünf Glocken mit den Namen Betglocke, Herrenglocke, Kreuzglocke, St.-Johannis-Glocke und Taufglocke. Gestimmt sind sie in den Tonhöhen d', e', fis', a' und h'. Die Glocken wurden vom Fabrikant Georg Schäfer aus Schweinfurt gestiftet und 1957 von der Glockengießerei Czudnochowsky in Erding gefertigt.

Historische Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Olaf Kühl-Freudenstein (Hrsg.): Alte Kirchen - neu entdeckt. Kirchenpädagogik am Beispiel der Würzburger Stephans-, Johannis und Deutschhauskirche. Röll, Dettelbach 2005. ISBN 3-89754-236-6 (Stadtbücherei Würzburg Dkk Alt)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Moser: Würzburg - Geschichte einer Stadt. Babenberg Verlag, Bamberg 1999, S. 258
  2. Paul Rieger: Wegen Heirat in Sommerhausen der Stadt verwiesen. Evangelische Kirchen in Würzburg - Aus Wille und Glauben wuchsen neue Gemeinden. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. v. Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 231-236; S. 234 f.

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …