Brunokapelle (Luitpoldkrankenhaus)

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Südwestansicht der Brunokapelle im Luitpoldkrankenhaus
Westansicht der Brunokapelle

Die katholische Hauskapelle St. Bruno ist die Krankenhauskapelle des Luitpoldkrankenhauses unter der Baulastträgerschaft des Freistaates Bayern.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Hauskapelle ist St. Bruno geweiht, der von 1034 bis 1045 Bischof des Bistums Würzburg war. Patrozinium ist am 18. Juli.

Lage[Bearbeiten]

Die rund 200 m² große Kapelle befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kapelle wurde nach Plänen des Regierungsoberbaurates Lommel ab 1921 erbaut und am 8. Oktober 1922 eingeweiht. Eine Innen- und Außenrenovierung sowie die Neugestaltung des Dachreiters erfolgte von 1971 bis 1972. Die erneute Renovierung der Kapelle fand 1991 statt.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kapelle bildet im Grundriss ein langgestrecktes Achteck, das im ehemaligen Schwesternhaus der heutigen Klinikseelsorge und Kinderkrankenpflegeschule endet. Auf dem Mansarddach befindet sich ein schlichter Dachreiter. Die Ecken der Wände sind durch gequaderte Pilaster betont. Das Portal mit seinem neoklassizistischen Gewände weist in den Darstellungen von Kelch und Weintrauben auf die Funktion als Kirchengebäude hin.

Künstlerische Gestaltung[Bearbeiten]

Zelebrationsaltar, Ambo und Sedilien wurden 1972 aus Holz gestaltet. Das Altargemälde stellt die Verherrlichung der hl. Elisabeth von Thüringen dar und ist eine Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und wird dem Barockmaler Cosmas Damian Asam (1686-1739) zugeschrieben. Den Tabernakel aus Bronze mit Bergkristallen gestaltete der Vasbühler Künstler Max Walter 1973. Auf dem Altartisch steht ein silbernes Holzkreuz, eingerahmt von zwei Putten, das 1940 der Bildhauer Adolf Friedrich schuf. Das Altarbild ist eine Leihgabe des Historischen Vereins Würzburg.

Der rechte Seitenaltar zeigt ein Gemälde des gegeißelten Christus und ist eine Leihgabe des Mainfränkischen Museums, der linke Seitenaltar hat ein Gemälde der Geburt Christi. Eine Pieta aus dem 17. Jahrhundert befindet sich an der rechten Seitenwand. Das Deckenfresko in der eliptischen Kuppel, das die heilige Barbara darstellt, schuf der Würzburger Maler Andreas Menna im Jahr 1923, das durch Kriegsschäden bedingt 1947 nachgemalt wurde. Die Heilige hält die eucharistischen Symbole Kelch und Hostie in ihren Händen.

In der linken Nische steht der Marienaltar, den die Firma Spiegel 1928 aus Stuckmarmor fertigte. Er ist der Muttergottes, der Erbarmerin, gewidmet. In das Rundfenster ragt das Monogramm mit dem Namen Mariens hinein. Das Altarblatt ist von zwei reich verzierten Pilastern eingerahmt. Das Gemälde des 17. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Martin von Wagner Museums wurde von einem unbekannten Maler aus Flandern geschaffen. Es schildert die Anbetung der Hirten, einfacher Leute also, vor dem neugeborenen Jesuskind. Der grün-gold gefasste Tabernakel soll aus der ehemaligen Zisterzienserabtei Maria Bildhausen bei Münnerstadt stammen.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Geläut[Bearbeiten]

Im Dachreiter befinden sich zwei Glocken, die 1951 in der Gießerei Czudnochowsky in Erding gegossen wurden:

  • Glocke mit Schlagton g"; Umschrift: „Dem Dreieinigen Gott“.
  • Glocke mit Schlagton b"; Umschrift: „Maria, Heil der Kranken“.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Pfarrsprengel[Bearbeiten]

Organisatorisch gehört die Kapelle seit 1971 zur Pfarrei St. Albert (Lindleinsmühle).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt, 1992, S. 51

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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