Bischöfliches Ordinariat

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Wegweiser des Bischöflichen Ordinariats

Das Bischöfliche Ordinariat ist die Verwaltung des Bistums Würzburg. Es befindet sich im Marmelsteiner Hof in der Domerschulstraße 2.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 war das Ordinariat bis 1950 im Kloster Oberzell ausquartiert.

Leitung[Bearbeiten]

Die Leitung der Bistumsverwaltung obliegt dem jeweils amtierenden Generalvikar. Seit 2015 ist dies Thomas Keßler, zuvor war dies seit 1996 der am 22. November 2015 verstorbene Karl Hillenbrand.

Kanzler[Bearbeiten]

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat Bischof Friedhelm Hofmann Prof. Dr. Johannes Merz zum Kanzler der bischöflichen Kurie [1] ernannt.

Aufgaben[Bearbeiten]

Der Aufgabenbereich des Ordinariats ist in neun Hauptabteilungen gegliedert:

Hauptabteilung I - Zentrale Aufgaben[Bearbeiten]

(Leiter: Generalvikar Thomas Keßler, stellvertretender Leiter: Ordinariatsrat Thomas Lorey, Leitung Bereich Medien: Bernhard Schweßinger)

In der Hauptabteilung I laufen die Informationsstränge des Ordinariats zusammen. Hier sind die Schriftgutverwaltung mit Diözesanarchiv, Diözesanbibliothek und Registratur angesiedelt. Weiter gehört zur Hauptabteilung der Bereich Medien mit der Pressestelle, dem Würzburger Katholischen Sonntagsblatt, der Fernseh-, Hörfunk- und Internetredaktion sowie der Stelle „Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrgemeinde“, der Katholischen Büchereiarbeit (KBA) und der AV-Medienzentrale. Auch der Ordensreferent sowie die Zuständigen für kirchliches und weltliches Recht haben hier ihren Platz. Kantine, Hausmeister, Hausdruckerei, Kanzlei und Pforte sind unter dem Dach „Allgemeine Dienste“ zu finden.

Hauptabteilung II - Seelsorge[Bearbeiten]

(Leiter: Weihbischof Ulrich Boom; stellvertretender Leiter: Domkapitular Christoph Warmuth)

Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Förderung und Planung der Seelsorge sowie die Erfüllung pastoraler Aufgaben in der Diözese. Zur Hauptabteilung Seelsorge gehören Fachreferate (Gemeindekatechese, Umwelt, Mission-Entwicklung-Frieden), Bildungshäuser, katholische Jugend- und Erwachsenen-Verbände, geistliche Gemeinschaften, Beratungsstellen, Einrichtungen der Sonderseelsorge und die Diözesanbüros in den Städten und Landkreisen Unterfrankens.

Hauptabteilung III - Hochschule, Schule und Erziehung[Bearbeiten]

(Leiter: Domdekan Prälat Günter Putz; stellvertretender Leiter: Schulrat Thomas Henn)

Ein Schwerpunkt der Arbeit der Hauptabteilung III ist der Religionsunterricht, der an den verschiedenen Schularten in Unterfrankenwie Grund-, Haupt- und Förderschulen, Realschulen oder Gymnasien gegeben wird. Auch die Universität und die Fachhochschulen sowie die Katholische Hochschulgemeinde werden durch diese Abteilung betreut. Zudem haben die Studentenwohnheime, das Vinzentinum, die Realschule Amorbach und das Kilianeum Würzburg in der Hauptabteilung ihren Platz. Auch das Katechetische Institut und die Religionspädagogische Medienstelle sind hier angegliedert.

Hauptabteilung IV - Außerschulische Bildung[Bearbeiten]

(Leiter: Domkapitular Dr. Helmut Gabel; stellvertretende Leiterin: Pastoralreferentin Dr. Christine Schrappe)

Die Bildung auch außerhalb von Schulmauern ist der Diözese Würzburg ein wichtiges Anliegen. Sechs Bildungshäuser in Aschaffenburg, Retzbach, Schmerlenbach, Schweinfurt und das Burkardushaus in Würzburg sind der Hauptabteilung zugeordnet. Direkt dem Bischof beziehungsweise der Deutschen Bischofskonferenz verantwortlich ist die Katholische Akademie Domschule Würzburg und die dort angesiedelte „Theologie im Fernkurs“.

Hauptabteilung V - Soziale und caritative Dienste[Bearbeiten]

(Leiter: Domkapitular Clemens Bieber)

So wie die Seelsorge das Herz der Arbeit im Bistum Würzburg darstellt, so sind die karitativen Einrichtungen die helfenden Hände. Der Hauptabteilung V untersteht der Diözesancaritasverband mit seinen vielfältigen Aufgaben. Angesiedelt sind hier etwa die Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe, die Gesundheits-, Familien- und Altenhilfe sowie die Eingliederungs- und Gefährdetenhilfe.

Hauptabteilung VI - Personalwesen[Bearbeiten]

(Leiter: Domkapitular Monsignore Dietrich Seidel; stellvertretender Leiter: Personalleiter Ordinariatsrat Thomas Lorey) Um das Seelsorgepersonal wie Priester, Diakone oder Pastoral- sowie Gemeindereferentinnen und -referenten kümmert sich diese Hauptabteilung. Auch die Bediensteten von Diözesanverwaltung, Verbänden, Bildungshäusern, Diözesanbüros, Pfarreien und Kantine sowie Auszubildende haben in Personalangelegenheiten hier ihren Ansprechpartner.

Hauptabteilung VII - Bischöfliche Finanzkammer[Bearbeiten]

(Leiter: Albrecht Siedler; ab 2020: Sven Kunkel; stellvertretender Leiter: Andreas Hammer)

Alle finanziellen Angelegenheiten werden hier geregelt. Mehr als 120 Millionen Euro macht der Jahresetat der Diözese Würzburg aus. Ihn gilt es sachkundig zu verwalten. Neben Kirchensteueramt, Besoldung, Revision und Buchhaltung sind dieser Hauptabteilung auch Organisation, Kirchenstiftungen, Liegenschaftswesen, EDV-Stelle und Meldewesen sowie Rechtsabteilung zugeordnet.

Hauptabteilung VIII - Kunstreferat[Bearbeiten]

(Leiter: Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen bis 31. Mai 2017, kommissarisch ab 1. Juni: Dr. Jürgen Emmert)

Kunst und das Bauwesen gehören eng zusammen, stellen doch viele Kirchen in der Diözese nicht nur ein sakrales Bauwerk dar, sondern sind zugleich Kulturgut für das unterfränkische Land, das es zu erhalten gilt. Zudem sind hier alle diözesanen Museen angesiedelt.

Hauptabteilung IX - Baureferat[Bearbeiten]

(Leiter: Dombaumeister und Leiter des Diözesanbauamts Cesare Augusto Stefano)

Zu den Aufgaben gehören die Baubetreuung im gesamten Bistum - von Kirchen über Pfarrhäuser und -heime bis hin zu Kindergärten -, eigene Baumaßnahmen sowie die Denkmalpflege.

Verwaltungsreform[Bearbeiten]

Geplant ist 2020 die Zusammenlegung der Hauptabteilungen VII. und IX., der Bischöflichen Finanzkammer und des Bischöflichen Bauamts zur Hauptabteilung „Finanzen und Immobilien“, die Leitung übernimmt der neue Bischöfliche Finanzdirektor Sven Kunkel.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Die Diözesankurie oder bischöfliche Kurie (von lateinisch curia ‚Rat, [Gerichts-]Hof‘) sind die Leitungs- und Verwaltungsorgane einer Diözese. Einrichtungen der Kurie sind insbesondere das Ordinariat (auch: Generalvikariat) für die Verwaltung und das Offizialat für die Rechtsprechung. Mitglieder der Kurie sind in der Regel neben dem Bischof der Generalvikar, die Bischofsvikare, Weihbischöfe, der Offizial und andere leitende Mitarbeiter der Diözese. Quelle: Wikipedia [1]

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