Jürgen Vorndran

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Dr. Jürgen Vorndran (2020)
Dr. Jürgen Vorndran (2008)

Dr. Jürgen Vorndran (* 1967 in Bad Neustadt) ist Geistlicher und Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Würzburg Innenstadt. Er gehört seit 2009 dem Domkapitel an und ist ab dem 8. September 2020 Generalvikar der Diözese Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Rhön-Gymnasium trat er 1986 ins Würzburger Priesterseminar ein und wechselte 1988 ans Collegium Germanicum in Rom. Er studierte Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, dann in Rom, München und Münster. Friedrich Kardinal Wetter, weihte ihn am 10. Oktober 1993 in der römischen Kirche des heiligen Ignatius von Loyola zum Priester. Danach absolvierte Vorndran am Bibelinstitut in Rom ein Lizentiatstudium in Bibelwissenschaften. 1996 kehrte er ins Bistum Würzburg zurück und wurde Kaplan in Untersteinbach mit Prölsdorf, Theinheim, Fabrikschleichach und Geusfeld im Steigerwald. Zum 1. Oktober 1998 wurde er Pfarradministrator der Stiftspfarrei Sankt Peter und Alexander in Aschaffenburg mit zeitlicher Freistellung zur Promotion. 2001 promovierte Vorndran an der Universität Münster.

Von 2001 bis 2005 war er Seelsorger für italienisch sprechende Katholiken am Untermain. Von 2005 bis 2008 war Vorndran Dekan des Dekanats Aschaffenburg-Stadt. Ab Pfingstmontag 2006 leitete er die neu errichtete Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin Innenstadt“ in Aschaffenburg. Bereits 1999 übernahm Vorndran die Aufgabe des Ökumenebeauftragten für das Dekanat Aschaffenburg-Stadt und wurde von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Jahr 2003 in die Ökumene-Kommission der Diözese Würzburg berufen.

Dompfarrer und Stadtdekan[Bearbeiten]

Zum 1. Dezember 2008 ernannte ihn Bischof Dr. Friedhelm Hofmann zum Pfarrer am Kiliansdom zu Würzburg sowie zum Pfarrer der Pfarreien Neumünster, St. Peter und Paul (Altstadt) und der Hofpfarrei. Seit 1. Januar 2009 ist Vorndran auch Ordinariatsrat. Seit 1. November 2009 hat ihn Bischof Friedhelm zum Domkapitular an der Kathedralkirche zu Würzburg ernannt. Die Neubesetzung war nötig geworden, nachdem Domdekan Prälat Kurt Witzel altersbedingt aus dem Domkapitel ausgeschieden war und Monsignore Günter Putz zum Domdekan bestimmt wurde. Seit 10. Januar 2010 ist er Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Würzburg Innenstadt. Im gleichen Jahr wurde er zum Dekan des Dekanats Würzburg-Stadt gewählt.

Domdekan[Bearbeiten]

Die Mitglieder des Domkapitels unter Vorsitz von Dompropst Weihbischof Ulrich Boom wählten den 53-jährigen Dompfarrer und ernannten Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran am 15. Mai 2020 zum Nachfolger des bisherigen Domdekans Prälat Günter Putz, der altersbedingt seine Aufgaben als Domkapitular und Domdekan abgegeben hat. Bischof Dr. Franz Jung bestätigte die Wahl. [1] [2]

Stiftungsleitung[Bearbeiten]

Dr. Vorndran leitet die rechtsfähige kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts Thekla und Amalie Büttner-Stiftung.

Generalvikar[Bearbeiten]

Generalvikar Thomas Keßler bat Bischof Dr. Franz Jung auf eigenen Wunsch hin um Entbindung von seiner Aufgabe als Generalvikar zum 7. September 2020. Das teilte er den Mitgliedern des Allgemeinen Geistlichen Rates (AGR) und der Ordinariatskonferenz am 5. Mai in Würzburg mit. Ende Januar hatte Keßler bereits Bischof Dr. Franz Jung informiert. Der Bischof nahm den Rücktritt Keßlers zum 7. September 2020 an und dankte ihm für seine Dienste als Generalvikar. Gleichzeitig ernannte Bischof Jung den Würzburger Dompfarrer und Domkapitular Dr. Jürgen Vorndran mit Wirkung vom 8. September 2020 zu seinem neuen Generalvikar. [3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Dr. Jürgen Vorndran neuer Domdekan (15. Mai 2020)
  2. Der Domdekan gehört neben dem Dompropst zu den zwei Dignitäten – vom lateinischen Wort für Würde – in den Reihen der Mitglieder des Würzburger Domkapitels. Zusammen mit dem Dompropst vertritt er das Domkapitel in inner- und außerkirchlichen Angelegenheiten. Die Aufgaben des Domdekans als zweitem Dignitär umfassen außerdem die disziplinäre Aufsicht in Angelegenheiten des Domkapitels und die Verantwortung für Liturgie und Musik im Dom. Bei Abwesenheit des Dompropstes vertritt er diesen als Vorsitzenden des Domkapitels. Nach dem Kirchenrecht kann nur ein Priester zum Domdekan gewählt werden. Dieser muss sich durch Rechtgläubigkeit und unbescholtenen Lebenswandel auszeichnen und seinen Dienst in lobenswerter Weise ausüben. Der Bischof bestätigt die Wahl des neuen Domdekans durch das Domkapitel. Als Mitglied des Kapitels hat der Domdekan einen Platz im Chorgestühl des Kiliansdoms. Ebenso fungiert er wie die anderen Mitglieder als Rat des Bischofs und hat Sitz und Stimme im Allgemeinen Geistlichen Rat. Die Amtszeit des Domdekans ist wie die der anderen Mitglieder des Domkapitels nicht begrenzt. Jedes Mitglied des Domkapitels soll aber bei Vollendung des 70. Lebensjahrs den Verzicht auf seine Stelle anbieten. Der Verzicht bedarf der Annahme durch den Bischof. (Quelle: Pressestelle Ordinariat Würzburg)
  3. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Generalvikar bittet Bischof um Entpflichtung“ (5. Mai 2020)