St. Sebastian (Heuchelhof)

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Pfarrkirche St. Sebastian am Heuchelhof

St. Sebastian ist die katholische Pfarrkirche des Stadtbezirks Heuchelhof und wurde 1975-77 von Friedrich Ebert erbaut.

Lage[Bearbeiten]

Die Kirche befindet sich am Place de Caen, dem zentralen Platz des Stadtteils.

Patrozinium[Bearbeiten]

Sebastian (* in Mailand oder Narbonne; † um 288 in Rom) war ein römischer Soldat. Er wird in der katholischen und orthodoxen Kirche als Märtyrer verehrt. Patrozinium ist am 20. Januar.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Wohngebiet Heuchelhof wurde anfangs von der Pfarrei St. Laurentius (Heidingsfeld) mitbetreut. Mit dem schnellen Bevölkerungsanstieg wurde eine eigene Seelsorge notwendig. Am 16. Januar 1971 entstand die Pfarrei St. Sebastian, ein Grundstück im Zentrum des ersten Bauabschnitts (am Place de Caen) wurde für die Errichtung einer Kirche und eines Gemeindezentrums erworben. Der erste Gemeindegottesdienst fand am 23. September 1973 statt. Erster Seelsorger wurde Pfarrer Erwin Kuhn, er kooperierte von Anfang an eng mit der evangelischen Kirchengemeinde. Für die erste Zeit wurden zwei Wohnungen am Straßburger Ring angemietet, die als Gottesdienstraum, für die Jugendarbeit sowie als Pfarrbüro und Pfarrwohnung dienten. Dann wurde ein großes Rundzelt aufgebaut, wo die Gottesdienste stattfanden bis die Kirche mit Gemeindesaal eröffnet wurde.

Außenbau[Bearbeiten]

Die Gebäudegruppe mit der Kirche St. Sebastian wurde 1976/77 durch das bischöfliche Bauamt unter Leitung von Friedrich Ebert errichtet. Der Außenbau stuft sich von Nord nach Süd terrassenartig ab. Die Kirche selbst ist der sakrale Zentralraum, welcher quadratisch angelegt ist. Der Chorraum als liturgisches Zentrum ist tonnendachüberwölbt und bezieht ein Kreisfenster in der Stirnfläche ein. Dem Chor gegenüber liegt eine halbrund ausgeformte Taufnische.

Kunstwerke[Bearbeiten]

Das großformatige Bild an der Altarwand wurde von Sela und Hanns Bail gestaltet. Es verbindet künstlerisch das linear umrissene Kelchmotiv mit einem symbolisierten Wasserstrom. Das Motiv für den Entwurf bildeten Worte der Offenbarung: "Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie Kristall...".

Werktagskapelle[Bearbeiten]

Die Werktagskapelle ist vom Hauptraum durch eine Glaswand getrennt. Der Altar ist aus Muschelkalk. Eine Holzfigur der Muttergottes mit Kind entstand um 1750. Die Fenster gestaltete der Künstler Karl Clobes aus Tückelhausen.

Altarreliquien[Bearbeiten]

Bei der Altarkonsekration am 22. Oktober 1977 durch Bischof Dr. Josef Stangl wurden Reliquien der Märtyrer Fortunatus, Theophilius, Aurelius und des Heiligen Burkard eingesetzt.

Geläut[Bearbeiten]

Die vier Glocken wurden alle 1983 in der Gießerei Bachert in Bad Friedrichshall gegossen.

  • Christus- und Friedensglocke 1.300 kg, Schlagton e'
  • Mariengiocke, 920 kg, Schlagton fis'
  • Sebastiansglocke, 650 kg, Schlagton gis'
  • Michaelsglocke, 390 kg, Schlagton h'

Seelsorger[Bearbeiten]

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

PG Joseba.jpg

Die Pfarrei St. Sebastian gehört zusammen mit St. Josef (Rottenbauer) zur Pfarreiengemeinschaft Joseba.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt, 1992, S. 149

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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