St. Laurentius (Unterpleichfeld)

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Katholische Pfarrkirche St. Laurentius in Unterpleichfeld
Ehemalige Schule und Pfarrkirche St. Laurentius (1938)

Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius in Unterpleichfeld liegt mitten im Ort an der Oberpleichfelder Straße auf einer Anhöhe in der Unterpleichfelder Kirchstraße.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Kirche ist dem Heiligen Laurentius von Rom geweiht (* in Osca (Spanien) oder Laurentum; † 10. August 258 in Rom). Er war zur Zeit von Papst Sixtus II. römischer Diakon und starb als christlicher Märtyrer. Patrozinium ist am 10. August.

Geschichte[Bearbeiten]

Gedenktafel für Bischof Streit

Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius stammt im Kern aus dem Jahre 1611 und wurde 1615 geweiht. 1796 wurde sie bei der Schlacht von Würzburg durch die französischen Truppen total zerstört. In der heutigen Form wurde sie zwischen 1797 und 1804 errichtet, 1888 erweitert und 1952 ein neuer Hochaltar errichtet. Nach einer Renovierung der Kriegsschäden wurde sie am 14. April 1952 von Missionsbischof Alfons Streit wieder konsekriert. 1971 wurde der Chorraum umgestaltet. Die letzte Innenrenovierung und Neugestaltung fand im Jahre 1983 unter Pfarrer Ludwig Ort statt. Änderungen am Äußeren, wie z.B. die Freilegung des rückwärtigen Kirchenportals und die Umgestaltung der Außenanlage wurden 1992 vorgenommen.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

St. Laurentius ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und südlichem Chorflankenturm mit Zwiebelhaube. Sie ist von einer ehemaligen Kirchhofbefestigung aus Bruchsteinmauerwerk aus dem 18. Jahrhundert umgeben.

Innenraum[Bearbeiten]

Im Innenraum sind Grabplatten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und ein Kruzifix, auf Tischsockel mit Inschriftenkartusche, darauf eine Sandsteinfigur der Muttergottes von 1733. Der Kirchenpatron, eine Figur des Hl. Laurentius steht auf einem hohem Postament und stammt aus dem Jahr 1921.

Anstelle eines Altaraufbaus ist über dem Tabernakel ein Gemälde angebracht, das den Kirchenpatron darstellt und von Professor Lorenz Georg Bauer gestiftet wurde. Geschaffen hat es 1952 der Würzburger Maler Willi Wolf.

Geläut[Bearbeiten]

1799 wurden auf dem Felsenkeller der Brauerei Bötsch durch die Firma Michael Adam Claus (Fladungen) drei reichverzierte Glocken gegossen. Sie wurden 1898 durch vier neue Glocken ersetzt. Diese stammten von der Firma F. Otto (Hemelingen bei Bremen). Die Glocken wurden 1942 für Kriegszwecke beschlagnahmt. 1948 beschloss der Gemeinderat, neue Glocken gießen zu lassen und diese der Kirchengemeinde als Schenkung zu übereignen. Sie wurden am 31. Juli 1949 geweiht. [1]

  • 1. Glocke, Schlagton d, 1950 kg, Umschrift: Sankt Laurentius - ora pro nobis[2] - Gemeinde Unterpleichfeld
  • 2. Glocke, Schlagton f, 1160 kg, Umschrift: Sankt Maria - ora pro nobis - Gemeinde Unterpleichfeld
  • 3. Glocke, Schlagton g, 820 kg, Umschrift: Sankt Wendelinus - ora pro nobis - Gemeinde Unterpleichfeld
  • 4. Glocke, Schlagton a, 580 kg, Umschrift: Sankt Josef - ora pro nobis - Gemeinde Unterpleichfeld

Bildergalerie[Bearbeiten]

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Laurentius ist für die katholischen Christen der Gemeinde Unterpleichfeld verantwortlich.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Laurentius in Unterpleichfeld gehört zur Pfarreiengemeinschaft Volk Gottes an Pleichach und Main.

Pilgerweg[Bearbeiten]

St. Laurentius ist Zwischenstation der Via Romea von Stade nach Rom.

Seelsorger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Roos: Unterpleichfeld und was dazu gehört im kirchlichen und historischen Bereich. Gemeinde Unterpleichfeld, 2015, S. 33 f. (Stadtbücherei Würzburg Dem Unt)
  2. lat.: Bitte für uns!

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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