Schlacht von Würzburg

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Schlacht von Würzburg

Die Schlacht von Würzburg war Teil des des Ersten Koalitionskrieges (17921797) und dauerte vom 1. bis 3. September 1796.

Historischer Hintergrund

Nach der Niederlage in der Schlacht bei Amberg erlitt der französiche Ober-General Jean-Baptiste Jourdan auf dem Rückzug im Maintal in Richtung Rhein eine zweite Niederlage gegen kaiserlich-österreichische Verbände unter Führung von Erzherzog Karl von Österreich.

Schlachtenverlauf

Am 1. September konnten die Franzosen aus dem rechtsmainischen Teil Würzburgs, den sie seit dem 24. Juli 1796 besetzt hielten, von einer österreichischen Vorhut vertrieben werden. Etwa 20 leichte Reiter gelangten am frühen Nachmittag nach Überrumpelung der Torwachen durch das Äußere und mit Hilfe von Stadtbewohnern auch durch das Innere Sander Tor in die befestigte Stadt, wobei etwa 20 französische Soldaten fielen. In Unkenntnis der wahren Angreiferzahl zogen sich die Franzosen überstürzt auf die Festung Marienberg zurück. Noch am selben Tag besetzten zwei Bataillone des Erzherzogs die Stadt und im Folgenden entwickelte sich ein Artilleriegefecht über die Stadt und den Main hinweg zwischen Franzosen auf der Festung und Österreichern auf dem Galgenberg. Mehrere Versuche der Franzosen über die Alte Mainbrücke in die Stadt vorzudringen, um die Stadttore den zu Beginn der Kampfhandlungen noch zahlenmäßig überlegenen französischen Truppen zu öffnen, wurden abgewehrt.

Entscheidung

Die Entscheidungsschlacht fand am Spätnachmittag des 3. September statt. Auf der Anhöhe zwischen Maidbronn und Estenfeld und im weiten Tal der Kürnach fand die Entscheidungsschlacht zwischen der französischen Revolutionsarmee und der Koalition aus Österreich und Preußen statt. Während dessen waren die umliegenden Orte Opfer von Brandschatzung, Mißhandlung und Plünderung. Insgesamt forderten die Kampfhandlungen auf französischer Seite 2.000 Gefallene und Verwundete, auf österreichischer Seite 1.500. Tausend Franzosen gerieten in Kriegsgefangenschaft. Zu Beginn der Schlacht hatten 45.000 Österreicher etwa 41.000 Franzosen gegenüber gestanden.

Nach der Schlacht

Das Hohe Kreuz in Maidbronn

Zum Schutze ihres Abzuges brannten die Franzosen die im Pleichachtal gelegenen Dörfer Unterpleichfeld, Burggrumbach und Mühlhausen nieder. Das Kloster Oberzell wurde zum Lazarett für die Verwundeten der Schlacht genutzt.

Militärtechnik

Im Zuge dieser Schlacht wurde am 3. September 1796 der französische Beobachtungsballon Intrépide durch österreichische Truppen erbeutet. Er ist heute im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ausgestellt und stellt das älteste heute noch erhaltene militärische Luftfahrzeug dar.

Mahnmal

An die Entscheidungsschlacht erinnert heute das Hohe Kreuz an der Kreisstraße WÜ 8.

Sonstiges

An die für Österreich siegreiche Schlacht erinnert heute noch die im 13. Wiener Bezirk Hietzing - Lainz ansässige Würzburggasse. Die seit dem 23. November 1909 so benannte Strasse ist über die Grenzen Wiens vor allem als Sitz des Österreichischen Rundfunks - ORF (Würzburggasse 30, 1136 Wien) bekannt. [1]

Siehe auch

Quellen und Literatur

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schlacht von Würzburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.