Josef Scheuplein

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Selbstbildnis von Josef Scheuplein (1966)

Josef Scheuplein (* 7. August 1916 in Würzburg; † 26. März 1998 ebenda) war Maler, Graphiker und Kunsterzieher.

Familiäre Zusammenhänge

Die Großmutter seiner Ehefrau Rita Schobert, Margareta Seubert stammt aus Greußenheim. Margarete Seubert wurde am 31. August 1871 als erstes von acht Kindern der Eheleute Michael und Barbara Rügamer in Greußenheim, Hs.Nr. 13, geboren. Sie heiratete am 29. März 1897 in Würzburg Alois Geßner aus Höchberg.

Leben und Wirken

Scheuplein absolvierte 1931 bis 1935 eine Ausbildung als Graphiker im Würzburger Atelier Hetz-Hainlein und half mit bei der Umsetzung von Entwürfen des Malers Carl Grossberg. Anschließend studierte er am Polytechnischen Zentralverein bei Heiner Dikreiter und Willi Greiner. 1939 erfolgte die Einberufung zum Kriegsdienst. Er wurde in der deutschen Besetzung Oberitaliens eingesetzt und geriet dort in britische Gefangenschaft, wo er sich im Kriegsgefangenenlager Rimini mit dem Maler Karl Walther anfreundete.

Nach der Rückkehr nach Würzburg wurde er freischaffender Künstler. 1948 entstand ein Zyklus von 12 Würzburg-Ansichten, deren Reproduktionen in einem Aschaffenburger Verlag erschienen. In seiner Werkstatt entstanden Gemälde und Graphiken, die Landschaften, die vornehmlich die Rhön, Friesland, Norwegen, Spanien sowie immer wieder Ansichten aus der näheren Umgebung zeigen, aber auch Porträts (Dombaumeister Hans Schädel, Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeitler, Selbstbildnisse). Für das Würzburger Katholische Sonntagsblatt sowie für die Main-Post war er als Illustrator aktiv. Eine Sonderstellung nimmt sein ab Beginn der 1980er Jahre entstandene „Totentanz“ ein, eine großformatige, teilweise von Hand kolorierte Holzschnittserie (Exemplare im Besitz des Martin von Wagner Museums der Universität Würzburg, der Kunstsammlungen der Diözese Würzburg sowie der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Bartholomäus in Sommerhausen).

Weitere Werke (Auszug)

Fliesenbild von Josef Scheuplein in der ehemaligen Schule am Geisberg in Greußenheim (1966)
  • 1948: Blick von der Neumünsterkuppel auf die Marienkapelle in Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg
  • 1966: Fliesenbild des ehemaligen Schulgebäudes Greußenheim am Geisberg. Das Glasmosaik stellt den Hl. Bartholomäus, den Kirchenpatron der Greußenheimer Pfarrkirche, dar. In Verbindung mit einer Landkreiskarte werden besondere Ortschaften, z.B. Würzburg, Veitshöchheim, Rimpar, Thüngersheim u.a. dargestellt. Das Flächenmosaik besteht aus farbigem Glas. Die gesamte Höhe beträgt etwa 3 Meter, die Breite ca. 2,90 Meter. Die Figur und die Landschaft wurden in Gold und Schwarzlot gemalt und von der Firma Adolf Steinruck, Kunstglasermeister von Würzburg angefertigt, geliefert und montiert. Schwarzlotmalerei bezeichnet eine meist auf Glas oder Keramik ausgeführte Malerei. Nach den Bauunterlagen für das Schulgebäude im Gemeindearchiv Greußenheim hat die Firma Steinruck 1.800 DM, Josef Scheuplein 2.200 DM für das Kunstwerk erhalten.

Kunsterzieher

Als Lehrer war Scheuplein an der Balthasar-Neumann-Schule in Würzburg tätig.

Mitglied

Josef Scheuplein war Mitglied der Hetzfelder Flößerzunft und lange Jahre zweiter Vorsitzender der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens e.V., später Ehrenmitglied, Mitglied im Berufsverband bildender Künstler Unterfranken (BBK).

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

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