Institut für Anorganische Chemie

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Institutsgebäude am Hubland

Das Institut für Anorganische Chemie ist Teil der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Geschichte

Professor Emil Fischer, der von 1885 bis 1892 in Würzburg wirkte, klagte über den Platzmangel und die schlechte Ausstattung, so dass 1892 ein Neubau am Röntgenring 11 genehmigt wurde. Emil Fischer erarbeitete den Entwurf für das neue Gebäude, zog aber im selben Jahr an seine neue Wirkungsstätte nach Berlin. Sein Nachfolger, Professor Arthur Hantzsch, übernahm die Umsetzung Fischers Pläne des neuen Chemischen Instituts, das 1896 in einem Festakt eröffnet wurde. Es galt seinerzeit als eines der am besten ausgerüsteten Institute in Deutschland. Zu dem Gebäude gehören ein großer Hörsaal und ein dreistöckiges Wohngebäude für Institutsvorstand und Hausmeister. Das Gebäude überstand den Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945, da das Grasdach auf dem Gebäude Schlimmeres verhinderte. In der Amtszeit von Prof. Dr. Siegfried Hünig erfolgte ab 1965 Planung und Umzug des Chemischen Instituts auf das Hubland und die Aufteilung der Institute in organische und anorganische Chemie. Im Frühjahr 2018 ist der Umzug der AC ins neue Gebäude am Hubland geplant.

Forschungsgebiete

Historisch beschäftigte sich die anorganische Chemie mit Stoffen, die nicht von organischem Leben durch Lebenskraft erzeugt werden. Zu den anorganischen Stoffen werden traditionell die Elemente und alle Verbindungen gezählt, die keinen Kohlenstoff enthalten. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen auf dem Gebiet der Molekülchemie und der Organoelementchemie, wobei die Elemente der 3. und 4. Hauptgruppe, sowie Übergangsmetalle, eine herausragende Stellung einnehmen. Neben der Synthese neuer Verbindungstypen steht die Bestimmung von Kristall- und Molekülstrukturen im Mittelpunkt des Interesses.

Professoren (Auszug)

Kontakt

Institut für Anorganische Chemie
Am Hubland
97074 Würzburg
Telefon: 0931-31-85241

Siehe auch

Literatur

Klaus Koschel und Gerhard Sauer, Zur Geschichte des Chemischen Instituts der Universität Würzburg, Eigenverlag 1968

Weblinks