Arthur Hantzsch

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Hantzsch als Doktorand 1879 bei Wislicenus in Würzburg
Hantzsch als Würzburger Institutsvorstand 1894

Prof. Dr. Arthur Rudolf Hantzsch (* 7. März 1857 in Dresden; † 14. März 1935 in Leipzig) war Chemiker, Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Geheimer Hofrat.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Arthur Hantzsch studierte Chemie an der Universität Dresden und promovierte an der Universität Würzburg bei Johannes Wislicenus.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Nach einer Professur am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich (1885 bis 1893) folgte er einem Ruf an die Universität Würzburg, wo er von 1893 bis 1903 lehrte. [1] Unter seiner Leitung erfolgte 1896 der Umzug des Chemischen Instituts von der Maxstraße 4 in den von Emil Fischer konzipierten Neubau am Pleicher Ring 11. Anschließend lehrte er bis 1927 an der Universität Leipzig.

Forschungsgebiet[Bearbeiten]

Hantzsch legte bedeutende Grundlagen der Synthese von heterocyclischen Stickstoffverbindungen und zur Stereochemie von Stickstoffverbindungen. Weitere Untersuchungsgebiete waren die Elektrochemie und die Spektroskopie organischer Verbindungen.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die von ihm entdeckte Hantzsch'sche Dihydropyridinsynthese trägt seinen Namen, ebenso wie die Hantzsch-Pyrrolsynthese. Die Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig vergibt den Arthur-Hantzsch-Preis an Studierende für die im ersten Studienjahr erbrachten Leistungen. Ein Hörsaal der Einrichtung trägt seinen Namen. Hantzsch ist einer der Namensgeber des Hantzsch-Widman-Systems, einer Nomenklatur zur Beschreibung heterocyclischer chemischer Verbindungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Stocklöv: Arthur Hantzsch: Wegbereiter der physikalischen organischen Chemie. Unter Einbeziehung des Briefwechsels von Arthur Hantzsch mit Wilhelm Ostwald aus den Jahren 1887–1927. ERS-Verlag, 1997, ISBN 3-928577-30-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Koschel und Gerhard Sauer in „Zur Geschichte des Chemischen Instituts der Universität Würzburg“, Seite 46f, Eigenverlag der Universität Würzburg, 1968.

Weblinks[Bearbeiten]

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