Ökumenisches Zentrum

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Ökumenisches Zentrum: Innenhof
Ökumenisches Zentrum: Hauptzugang und Heilig-Geist-Chor des evangelischen Gemeindeteils

Das Ökumenische Zentrum (ÖZ) ist das gemeinsame Gemeindezentrums der evangelischen Kirchgemeinde und der katholischen Pfarrgemeinde im Stadtbezirk Lengfeld.

Lage

Das Ökumenische Zentrum liegt in der Straße Am Schloßgarten an zentraler Stelle nahe der Fußgängerbrücke über die Kürnach und der Kürnachtalhalle.

Geschichte

Das Zentrum entstand nach Plänen des Dom- und Diözesanbaumeisters Hans Schädel und dessen Sohn und Amtsnachfolgers Jürgen Schädel in den Jahren von 1973 bis 1975. Am 10. November 1974 fand die Grundsteinlegung durch durch Archimandrit Pater Alfons Maria Mitnacht OSA statt. Am 6. Dezember 1975 wurde das Zentrum durch Konsekration von Bischof Dr. Josef Stangl und Kreisdekan Rudolf Meiser seiner Bestimmung übergeben.

Bedeutung des ÖZ

Das ÖZ Lengfeld gilt als Pilotprojekt der interkonfessionellen Zusammenarbeit evangelischer und katholischer Kirchengemeinden. Die Gottesdiensträume sind zwar räumlich getrennt (die katholische Gemeinde „St. Laurentius“ trifft sich im „Heilig-Kreuz-Chor“, der evangelische Gemeindeteil im „Heilig-Geist-Chor“), die Gemeindesäle und Einrichtungen des Pfarrzentrums werden gemeinsam genutzt. Den Zusammenhang der beiden Gebäudeteile zeigt sich durch eine über dem Hauptzugang verlaufende Pergola.

Heilig-Geist-Chor

Der Heilig-Geist-Chor im östlichen Teil des Areals ist der Kirchenraum der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde. Das einstöckige Gebäude besitzt bunte Kirchenfenstern an der Südseite des Gebäudes.

Heilig-Kreuz-Chor

Der Heilig-Kreuz-Chor mit einer Grundfläche von 533 m² ist charakterisiert durch ein nach Westen abfallendes Schrägdach mit innenliegenden Sparren. Ambo und Priestersitz wurden aus Muschelkalk gefertigt. Der Tabernakel in Ecklage stammt von Helmut Weber aus dem Jahr 1975. Hinter dem Zelebrationsaltar befindet sich der Altarteppich mit dem Motiv „Ökumene" von Raymond Picaud aus Aubusson/Frankreich, nach einem Entwurf von Bernard Jardel aus Paris. An der linken Seitenwand hängt eine Kreuzigungsgruppe aus der alten Pfarrkirche aus dem späten 19, Jahrhundert, sowie eine Jolzstatue des hl. Laurentius, die bis 1985 über dem Portal der alten Pfarrkirche hing. An der rechten Seitenwand befindet sich eine Vierzehnheiligen-Darstellung ebenfalls aus der alten Pfarrkirche aus dem frühen 18. Jahrhundert, sowie eine Fatima-Madonna, ein Geschenk der Feuerwehr von Matosinhos/Portugal von 1985. Der Kreuz- und Osterweg stammt von Siegfried Rischar aus Aschaffenburg von 1991.

Meditationsraum

Der als Werktagskapelle genutzte 60 m² große Meditationsraum hat einen Zelebrationsaltar aus Holz, dahinter ein kleines Lreuz ohne Korpus. Eine Holzfigur der Maria mit Kind erhielt die Gemeinde 1978 als Geschenk.

Kirchturm

Der freistehende Campanile aus Beton mit der Kirchenglocke wird ebenfalls von beiden Konfessionen genutzt.

Geläut

Josefsglocke, Durchmesser 70 cm, Umschrift: „S, Joseph, patrone ecciessiae, ora pro nobis“. Sie wurde 1911 von der Glockengießerei Gebrüder Klaus in Heidingsfeld gegossen.

Orgel

Die Hauptorgel mit 23 Registern stammt aus dem Jahr 1983 von der Firmar Orgelbau Hoffmann aus Ostheim vor der Rhön. Die Orgel der Werktagskapelle mit acht Registern wurde von der Orgelbaufirma Winfried Elenz aus Oberdürrbach erbaut und 1975 von Prof. Dr. Doderer erworben.

Katholische Seelsorger (Auswahl)

Evangelische Seelsorger (Auswahl)

Pfarrverband

Die katholische Gemeinde St. Laurentius (Lengfeld) bildet zusammen mit der Filialpfarrei St. Lioba die Pfarrei Lengfeld.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt, 1992, S. 131 f.

Weblinks

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