Rottendorfer Kehlberg

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Rottendorfer Kehlberg (kurz: Kehlberg) ist die einzige Weinlage von Rottendorf auf Rottendorfer Gemarkung. Sie umfasst auch den Bereich Reißbach. Der Wein wird auch als Kehlbergwein bezeichnet.

Name[Bearbeiten]

Der Name Kehlberg leitet sich von der Flurlage Kehl (bzw. Kehlen) ab. Die Bezeichnung Reißbach leitet sich von den topographischen Gegebenheiten ab: Die Flurlage befindet sich an einem Geländeeinschnitt (Ritze-/Riss- /Reiß-bach).[1]

Lage[Bearbeiten]

Die Weinberge der Weinlage befinden sich alle östlich von Rottendorf. Ein Weinberg liegt nördlich der B 8 oberhalb des Reißbaches (Bachlauf, der aus Richtung Kitzingen entlang der Bundesstraße 8 durch die Brünnleinswiese führt und sich vor dem Ortseingang mit der von Rothof kommenden Landleite vereinigt) am Hasenberg. Der Weinberg ist von der Bundesstraße aus einsehbar und hat eine südwestliche Exposition. Weitere Weinberge befinden sich nördlich des Rottendorfer Industriegebietes am Hühnleinsberg/Kehlberg. Sie haben eine südöstliche Exposition.

Weinbau[Bearbeiten]

Es handelt sich beim Rottendorfer Kehlberg rein rechtlich um eine recht junge Weinlage: 1989 wurde diese vom Rottendorfer Winzer Willi Grimm in die Weinbergsrolle eingetragen.[2] Dies täuscht jedoch darüber hinweg, dass die Weinbautradition in Rottendorf ursprünglich schon deutlich älter ist: In der Weinleseordnung von 1546 ist von acht Weinbergslagen die Rede.[1] Der Weinbau zählte nach dem Ackerbau zur wichtigsten Einnahmequelle und Rottendorf wiederum zu den größten Weinbaugemeinden. Im 19. Jahrhundert kam der Weinbau jedoch - unter anderem auch wegen einem massiven Schädlingsbefall der Reben - zum Erliegen.

Die jetzige Weinlage umfasst etwa 1,2 Hektar und wird von den Familien Amend, Vogel und Körner bewirtschaftet. Angebaut werden die Rebsorten Silvaner, Johanniter, Domina, Regent, Cabernet Dorsa, Bacchus und Müller-Thurgau. Einige Rebstöcke haben bereits ein stolzes Alter von über 100 Jahren - sie wurden laut Experten der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim 1901 gepflanzt. Darunter befinden sich unter anderem fünf Rebstöcke der Sorte Putzscheere - einmalig im gesamten fränkischen Anbaugebiet. [3] Die Hobbywinzer haben sich in jüngerer Vergangenheit im Verein Kehlbergwinzer Rottendorf e.V. zusammengeschlossen und setzen sich für den Erhalt der Weinbautradition in Rottendorf ein. Der Winzerverein wurde im Frühjahr 2013 gegründet[4] und richtete bereits Veranstaltungen wie den Rottendorfer Weinfrühling[2][5] oder Wanderungen mit Rottendorfer Weinbaugeschichte aus. [6] Die Weinlage Rottendorfer Kehlberg ist großlagenfrei.

Museumsweinberg[Bearbeiten]

Der Weinhang „1901“ soll nach Wille der Kehlbergwinzer zu einem Museumsweinberg werden. Wie der Name sagt, befinden sich dort noch Rebstöcke aus dem Jahr 1901. Dieser zählt damit zu den ältesten und letzten noch wurzelechten Weinbergen Frankens. [7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitte[Bearbeiten]

Teilbereich Kehlberg[Bearbeiten]

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Teilbereich Reißbach[Bearbeiten]

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