Christian Schuchardt

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christian Schuchardt (2014)
Christian Schuchardt bei der CSU-Wahlkampfveranstaltung am 11. September 2013 am Unteren Markt
Christian Schuchardt bei seiner Rede anlässlich des Neujahrsempfangs der CSU Würzburg-Sanderau am 18. Januar 2014
Gratulationen zum Amtsantritt - Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Landrat Eberhard Nuß (v.l.n.r.)
Christian Schuchardt (2015)

Christian Schuchardt (* 29. Januar 1969 in Frankfurt am Main) war von 2007 bis 2014 Leiter des Referats I - Finanz- und Personalreferat der Stadt Würzburg und ist seit 1. April 2014 Oberbürgermeister von Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Christian Schuchardt wurde 1969 in Frankfurt am Main geboren und wuchs in einer Akademikerfamilie mit drei Kindern in Dreieich, einer Kleinstadt im Landkreis Offenbach, auf. Als Kind verbrachte er viel Zeit bei seiner Verwandtschaft in Würzburg und Mainfranken und entwickelte so schon in jungen Jahren eine enge Bindung zu seiner heutigen Wahlheimat Würzburg. In seiner Jugend engagierte sich Christian Schuchardt als stellvertretender Landesvorsitzender der Schüler Union Hessen und als Vorsitzender des Hessischen Schüler- und Jugendzeitungsvereins sowie als Stadtverordneter der Stadt Dreieich.

Nach seinem im Jahre 1988 in Dreieich abgeschlossenen Abitur absolvierte er vom August 1988 bis September 1991 eine Lehre als Bankkaufmann an der Hessischen Landesbank. Seinen Grundwehrdienst leistete er 1990/91 ab. Von 1991 bis Dezember 1995 studierte er Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz mit Abschluss als Diplom-Verwaltungswissenschaftler.

Nach seinem Studium arbeitete er vom August 1995 bis März 2004 bei der Landesbank Hessen-Thüringen, ab 2003 als stellvertretender Abteilungsdirektor und Bankprokurist. Hier befasste er sich mit dem Aufbau eines zeitgemäßen Schuldenmanagements in Kommunen. In dieser Zeit war Christian Schuchardt auch als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Frankfurt im Fach Public Management und als Vorsitzender des Unabhängigen Vereins für Kommunalwissenschaften tätig.

Im Jahr 2004 trat er als Beigeordneter in die Dienste der Stadt Schwerte und war dort Stadtkämmerer, Liegenschafts- und Beteiligungsdezernent. Schwerte ist seit den frühen 1990er Jahren Haushaltssicherungskommune [1]. Schuchardt gelang es den Schuldenzuwachs einzudämmen und die Umstellung des Rechnungsstils auf die Doppik [2] umzusetzen. Laut Westfälischer Allgemeiner Zeitung hatte Schuchardt in Schwerte als Chef des Sondervermögens Bäder mit der Affäre um das Freizeit-Allwetterbad (FAB) zu kämpfen. Kurz vor seinem Wechsel nach Franken habe er noch das sogenannte Eigenkonzept auf den Weg gebracht, mit dem man vergeblich versucht hatte, das FAB doch noch zu retten.

Referent in Würzburg[Bearbeiten]

Christian Schuchardt war bei der Stadt Würzburg von 2007 bis 2014 als Finanz- und Personalreferent für die städtischen Finanzen und die Mitarbeiter sowie darüber hinaus für das Beteiligungsmanagement [3] und die städtischen Liegenschaften [4] zuständig. So fiel in seine Zuständigkeit der Ankauf des Hublandes. Auf seine Initiative geht auch die erste kommunale Gemeinschaftsanleihe der Städte Nürnberg und Würzburg zurück. Im Oktober 2012 wurde er in seinem Amt mit großer Mehrheit für die weitere Wahlzeit bestätigt. Er vertritt die Stadt in zahlreichen Aufsichtsräten wie der Stadtbau Würzburg GmbH und der WVV. Daneben ist er in verschiedenen Funktionen des Kommunalen Arbeitgeberverbandes und des Deutschen Städtetages, unter anderem als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Treasury des kommunalen Spitzenverbandes tätig.

Nominierung als OB-Kandidat[Bearbeiten]

Christian Schuchardt wurde am 22. Juni 2013 als gemeinsamer Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters von CSU, FDP und Würzburger Liste für die Kommunalwahl am 16. März 2014 gewählt. Nach dem Ergebnis der Stichwahl vom 30. März 2014 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Würzburg gewählt. Da Christian Schuchardt 1983 in seinem früheren, hessischen Heimatort Dreieich der CDU beigetreten ist, ist er der erste Oberbürgermeister einer bayerischen Großstadt mit CDU-Mitgliedschaft.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Christian Schuchardt war von 2010 bis 2015 mit der Schwedin Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH, verheiratet. [5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Informationen von Christian Schuchardt

Weblinks[Bearbeiten]

Erklärungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe hierzu „Haushaltssicherung und vorläufige Haushaltsführung” vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen [1].
  2. Doppik ist ein Kunstwort, das den Begriff „doppelte Buchführung” abkürzt. Die Abkürzung steht für die Doppelte Buchführung in Konten. Siehe auch die Erklärung bei Wikipedia [2].
  3. Siehe die Erklärung bei Wikipedia [3] oder auch bei der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement [4].
  4. Eine Immobilie (lat. im-mobilis für eine nicht bewegliche Sache), in der Rechts- und Wirtschaftssprache „unbewegliches Sachgut“ genannt, ist ein Grundstück oder ein Bauwerk (Gebäude, Wohnung). Wenn ein Grundstück gemeint ist, wird eine Immobilie auch Liegenschaft genannt. Siehe auch die Erklärung bei Wikipedia [5].
  5. Main-Post: „OB Christian Schuchardt und Åsa Petersson trennen sich“ (3. Dezember 2015)


Vorgänger Amt Nachfolger
Adolf Bauer Oberbürgermeister
2014