Truchseß von Baldersheim

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Wappen der Familie Truchseß von Baldersheim nach Siebmachers Wappenbuch

Die Familie Truchseß von Baldersheim ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht. Sie war im Ritterkanton Odenwald organisiert.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Truchseß von Baldersheim leitet sich von dem Hofamt Truchseß im Gefolge des Hauses Hohenlohe und der namensgebenden Ortschaft Baldersheim, heute Teil der Stadt Aub im unterfränkischen Landkreis Würzburg, ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Nennung war 1284 mit Hertrich von Baldersheim. Sein Sohn Konrad (1311-1318) führt bereits den Titel „Truchseß". Der Titel „Truchseß" bedeutet althochdeutsch „der übers Gefolge Gesetzte". Die Familie spaltete sich früh in die Linien Balbach und Waldmannshofen auf. Die Truchseß von Baldersheim waren schwerpunktmäßig im heutigen südlichen Landkreis Würzburg vertreten mit weiterem Besitz in Mittelfranken und im angrenzenden Gebiet von Baden-Württemberg. Zum Ende des 14. Jahrhunderts ergab sich für die vormaligen Vasallen der Hohenlohe-Brauneck durch das Aussterben des Geschlechtes die Chance eines eigenen Herrschaftsbereiches. Durch vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Lehnsherren, neben dem Haus Hohenlohe auch der Würzburger Fürstbischof Gerhard von Schwarzburg, erwarben sie mehrere Besitzungen mit dem Zentrum Aub, welches 1404 zur Stadt erhoben wird. Ein Teil der Besitzungen wurde im 15. Jahrhundert an die Familie Rosenberg verkauft. Die Truchseß von Baldersheim sind unter anderem mit der Familie Seckendorff unmittelbar verwandt.

Ende der Truchsesse[Bearbeiten]

1602 starb die Familie der Truchseß von Baldersheim aus. Ihre Besitzungen fielen an das Hochstift Würzburg zurück.

Verbreitung[Bearbeiten]

Archshofen, Balbach, Gülchsheim, Hemmersheim, Hopferstadt, Klingen, Lipprichhausen, Neubronn, Oellingen, als Amtmänner auf der Reichelsburg [1], Reyelsberg, Rimbach, Röttingen, Sechselbach, Simmershofen, Stalldorf, Waldmannshofen und Burg Waldmannshofen bei Creglingen, Amtmann zu Wertheim

Wappen[Bearbeiten]

Bei Siebmacher ein sitzender roter Hund auf goldenem Grund. Als Helmzier zwischen Büffelhörnern das Brustbild einer gekrönten Jungfrau. Die Büffelhörner tragen einen Rot und Silber geschachteten Balken. Diesbezüglich besteht ein Wappenvertrag Anfang des 15. Jahrhunderts mit den Truchseß von Wetzhausen, offenbar existieren verwandtschaftliche Beziehungen und die Truchseß von Baldersheim suchen mit einem eigenen Wappen ihre Eigenständigkeit zum Ausdruck zu bringen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Dem Adelsgeschlecht ist die Truchseßstraße im Auber Stadtteil Baldersheim gewidmet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Bauer: Die Truchsesse von Baldersheim. In: Archiv des Historischen Vereins zu Unterfranken und Aschaffenburg. 1853
  • Hans Karlinger: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. Band 1: Bezirksamt Ochsenfurt. München 1911. S. 12 ff. (Aub); S. 35 ff. (Baldersheim); S. 208 ff. (Röttingen)
  • Peter Högler: Die Truchsesse von Baldersheim (1284-1602) - Urkundliche Belege über ein fränkisches Rittergeschlecht im südlichen Landkreis Würzburg.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen über die Ruine Reichelsburg auf den Internetseiten der Stadt Aub [1]

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