Segnitz

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Segnitz
Ortstyp Gemeinde
Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit
Landkreis Kitzingen vormals Ochsenfurt
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen KT
Einwohner 850
Wappen
DEU Segnitz COA.svg.png

Segnitz am Main gehörte Jahrhunderte lang zur Gemeinde Frickenhausen am Main, wurde dann 1448 eigenständige Gemeinde. 1862 wurde es dem Bezirksamt Ochsenfurt und 1879 dem neuen Gerichtsbezirk Marktbreit im heutigen Landkreis Kitzingen zugeordnet.

Geografische Lage

Segnitz liegt östlich von Frickenhausen am Main auf der rechten Mainseite. Die westliche Gemarkungsgrenze bildet die Grenze zum heutigen Landkreis Würzburg.

Namensherkunft

Die Ortnamensendung -itz lässt auf eine slawische Gründung der Gemeinde schliessen.

Geschichte

Rathaus in Segnitz

Der Fund eines Gräberfeldes aus merowingischer Zeit am nördlichen Dorfrand lässt vermuten, dass es bereits um 750 eine Ansiedlung an heutiger Stelle gab. Für das Jahr 1142 wurde der Ort in einer von Urkunde des Stift Neumünster gegen Ende des 12. Jahrhunderts zu ihren Gunsten in einer Schenkungsurkunde ein Weinberg in villa segeniz erstmals urkundlich erwähnt. Kirchlich gehörte Segnitz zur Pfarrgemeinde St. Gallus (Frickenhausen am Main) bis zur Ausgliederung 1448. Nach der Trennung der Gemarkung von Frickenhausen entlang des Dietentalgrabens, einem kleinen Bachlauf östlich der heutigen Autobahnbrücke Marktbreit, gab es Streit, da Segnitz erheblich mehr wertvolle Acker- und Weideflächen im engen Maintal besaß. Das erheblich größere Frickenhausen eignete sich darauf im 14. Jahrhundert gewaltsam eine wichtige Weidefläche im Tal, den Kleinen Anger östlich der natürlichen Grenze an. Das führte zu einem jahrzehntelangen Grenzkonflikt, der zwar 1473 von Kaiser Friedrich III. zu Gunsten von Segnitz entschieden wurde, dennoch gehört das Flurstück bis heute zum Markt Frickenhausen.

Im Bauernkrieg kam der Markgraf von Ansbach 1525 in den Besitz der Segnitzer Güter des Klosters Auhausen. Das markgräfliche Amt (bis 1796 in gemeinsamer Herrschaft mit den Freiherren von Zobel) fiel 1803 im Zuge preußisch-bayerischer Grenzbereinigungen an das Königreich Bayern, das es aus den selben Gründen 1806 dem Großherzogtum Würzburg überließ. 1814 fiel es zurück an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde und die Zugehörigkeit zum Gerichtsbezirk des Landgericht Ochsenfurt, ab 1862 zum dortigen Bezirksamt.

Mit dem Bau der Mainbrücke nach Marktbreit und der Eröffnung der Bahnlinie Würzburg-Treuchtlingen im Jahr 1865 orientierten sich die Segnitzer mehr in Richtung gegenüberliegendes Mainufer und wurden mit Errichtung des königlich-bayerischen Gerichts in Marktbreit im Jahr 1879 diesem zugeteilt. Mit Auflösung des Gerichts am 1. Juli 1932 kam Segnitz zurück zum Amtsgericht Ochsenfurt.

Wappen

Blasonierung

Unter von Silber und Schwarz geviertem Schildhaupt in Silber ein roter Rosskopf mit schwarzer Mähne und schwarzem Zaum

Deutung

Im heutigen Wappen werden die geschichtlichen Herrschaftsverhältnisse dargestellt. Die Abbildungen zeigen den Heiligen Georg zu Pferd mit Lanze und Lindwurm. Die Ortsherrschaft wurde bis zum Bauernkrieg von den Herren von Zobel aus Giebelstadt und später auch von den Markgrafen von Ansbach beherrscht. Der Ort war dadurch geteilt, was vielfach zu innerörtlichen Streitereien führte. Diese Herrschaftsverhältnisse sind im heutigen Wappen dargestellt: im Schildhaupt durch das Wappen der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach bzw. der Hohenzollern, darunter durch den Pferdekopf aus dem Wappen der Zobel von Giebelstadt.

Religion

Die Gemeinde war religiös geteilt durch die beiden ehemaligen Dorfherrschaften der Zobel (Adelsgeschlecht) und der Markgrafschaft Ansbach.

Wirtschaft

Der Ort ist überwieged landwirtschaftlich geprägt und für den Gemüseanbau bekannt.

Verkehr

Durch Segnitz verläuft die Staatsstraße 2270.

ÖPNV

Siehe auch

Weblinks

Kartenausschnitt

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