Konradstraße

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Konradstraße  
Konradstraße

Straßenverlauf[Bearbeiten]

Die Konradstraße verläuft von der Dürerstraße zur Siligmüllerstraße. Dabei münden nacheinander die St.-Benedikt-Straße, die Rottendorfer Straße, die Seelbergstraße und die Crevennastraße.

Namensgeber[Bearbeiten]

Benannt nach dem mittelalterlichen Dichter Konrad von Würzburg, geboren um 1225 in Würzburg, gestorben 1287 zu Basel. Eine Handschrift seines unvollendeten Hauptwerkes „Der trojanische Krieg" bewahrt die Universitätsbibliothek Würzburg. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

In der Konradstraße 3 existierte ab 1933 ein Israelitisches Altenheim, dass beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 völlig zerstört wurde.

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

  • Die Konradstraße ist 30-Zone.
  • Zwischen Konradstraße ist auf ihrer gesamten Länge Einbahnstraße in südlicher Richtung.
  • Die Straße ist für Krafträder (auch mit Beiwagen), Kleinkrafträder und Mofas sowie sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge - ausgenommen Anlieger - gesperrt.
  • Die Bebauung ist nur einseitig, die östliche Straßenseite wird vom Bahndamm begrenzt.

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Hoch- und Tiefbau Georg Göbel GmbH (Konradstr. 7)

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Annastraße, Greisingstraße


Stolpersteine[Bearbeiten]

In der Konradstraße wurden die folgenden Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Konradstraße 7 Für Heinrich, Hedwig und Beate Klein / Am 27. November 1941 deportiert nach Riga-Jungfernhof und vermutlich dort oder in der Nähe im Winter 1941/42 ermordet. 2007
Konradstraße 9 Für Dr. Johanna Stahl / Am 17. Juni 1943 nach Auschwitz deportiert und dort im Juni 1943 ermordet. 2013
Konradstraße 11 Für Else Braunschweiger / Am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet. 2007
Konradstraße 17 Für Auguste Warmuth (geb. Bald) / Am 28. Januar 1936 wurde Auguste Warmuth in die Psychiatrische Klinik Würzburg eingewiesen, wo die Diagnose Schizophrenie gestellt wurde. Da Schizophrenie laut 1. Reichsausführungsverordnung (Art. 1, Ab.2) zu den Erbkrankheiten gehörte, erging am 5. März 1935 der Beschluss des Erbgesundheitsgerichtes zur Sterilisation. Dieser Beschluss konnte durch die Verlegung in eine geschlossene Anstalt ausgesetzt werden. Am 1. Juli 1936 wurde Auguste Warmuth in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck eingeliefert und entging somit der Sterilisation. Sie blieb in dieser Anstalt bis zu deren Auflösung und wurde am 5. Oktober 1940 zunächst nach Arnsdorf und dann nach Pirna-Sonnenstein verlegt, wo sie vermutlich am 3. Februar 1941 getötet wurde. 2016

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adreßbuch Stadt Würzburg und Umgebung 1977. Verlag Universitätsdruckerei H. Stürtz AG, Würzburg 1976, S. II - 112

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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