Rennweg (Stadtteil)

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Stadtteil Rennweg ist heute ein Teilbereich des Würzburger Stadtbezirks Altstadt.

Lage

Der Rennweg führte seit dem Mittelalter vor der inneren Stadtmauer aus der Jahrtausendwende, vermutlich vom ehemaligen Hauger Tor am heutigen Berliner Platz, entlang des Grabens und zog dann direkt in der heutigen Trassenführung der Rottendorfer Straße nach Osten stadtauswärts hinaus Richtung Galgenberg. Das Areal nahe der Fernstraße wurde gleichfalls Rennweg genannt und reichte bis zur heutigen Bahnlinie Würzburg-Treuchtlingen.

Namensgeber

Als Rennweg sind in Deutschland mehrere historische Handelsstraßen überliefert, beispielsweise in den Haßbergen, im Arnsberger Wald, besonders der Rennsteig in Thüringen, aber auch alte Straßen in verschiedenen Städten. Diese Tradition dürfte auch in Würzburg zutreffen, da der Würzburger Rennweg in den uralten Hochweg Richtung Kitzingen mündet.

Geschichte

Im Jahr 1235 wurde hier das 14. große Turnier des deutschen Adels abgehalten. Das Rennweger Viertel war nur spärlich besiedelt, am Rennweg reihten sich die Siedlung Neudorf oder Rulandswarte, der Schießplatz von 1575 bis 1749, der Hof Kropfhausen, ein Wirtshaus, Dorschenhof oder Schnabelweide genannt und in der Nähe der äußeren Stadtmauer die Steinprechergasse, die zu den östlich der Stadtgelegenen Steinbrüchen führte. Dieser Stadtteil wird heute nicht mehr statistisch erfasst und ging im Stadtbezirk Altstadt auf.

Siehe auch

Quellen

  • Geschichte der Stadt Würzburg Band 1, Stuttgart 2001, S. 392.
  • Hans Steidle, Zur Namensgeandbung eines neuen Stadtteils, S. 2
  • Thomas Memminger, Würzburgs Straßen und Bauten. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Würzburg 1923, S. 280

Kartenausschnitt

Die Karte wird geladen …