Konrad Hock

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Konrad Hock (* 20. Juli 1868 in Aschaffenburg; † 23. November 1935 in Altötting) war Priester, Spiritual im Priesterseminar und erster Hausgeistlicher der Erlöserschwestern in Würzburg.

Familiäre Hintergründe[Bearbeiten]

Konrad war Bruder des Aschaffenburger Malers Adalbert Hock, der die Mutterhauskirche künstlerisch gestaltete.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hock besucht in seiner Geburtsstadt Volksschule und Gymnasium. Nach seinem Abitur immatrikulierte er sich ab dem Wintersemester 1886/87 an an der Universität Würzburg. Einige Zeit nach seinem Studienbeginn trat Konrad Hock ins Priesterseminar ein. Am 3. Februar 1891 wurde er durch Bischof Franz Joseph von Stein zum Priester geweiht.

Geistliche Laufbahn[Bearbeiten]

Nach kurzen Arbeitseinsätze als Kaplan in Mechenhard und Röllbach war er bis 1892 Seelsorgspriester und 1894 Kuratus in Sonneberg/Thüringen und dort erster katholischer Pfarrer der neuen Kirchengemeinde St. Stephanus. Hock wechselte 1898 als geistlicher Assistent ans Priesterseminar von Würzburg, wo es seinerzeit noch keinen Spiritual gab. Er unterrichtete weisungsgemäß die Alumnen in Moraltheologie und führte sie in das liturgische Leben ein. 1901 übernahm er als Kuratus die Gemeinde Waldbrunn, wo er die Kirche renovieren ließ und war Beichtvater der Erlöserschwestern. Ab 16. August 1905 wurde er von Ferdinand von Schlör zum ersten hauptamtlichen Spiritual der Kongregation der Schwestern des Erlösers bestimmt, ein Amt, das er bis 1922 ausübte. Seine Wohnung fand der Spiritual im 1904 erfolgten Neubau an der Bibrastraße zwischen dem bisherigen Mutterhaus und dem später dazu erworbenen Zobelshof, in dem Flügel, in dem auch die Kandidatinnen und Novizinnen untergebracht wurden. Danach wurde ihm die Pfarrei Ettleben/Lkr. Schweinfurt anvertraut. 1924 empfahl er der inzwischen selig gesprochenen Klosterpförtnerin Maria Julitta Ritz ihre mystische und geistliche Entwicklung aufzuschreiben. 1927 wurde er durch Bischof Matthias Ehrenfried seines Amtes enthoben, da er vor das römischen Offizium angeklagt war, weil er seinee Beichtvatertätigkeit bei den Klosterschwestern nach seiner Entpflichtung im Verborgenen in Stift Haug und der Kapelle der Missionsärztlichen Klinik fortführte. 1929 kam er frei und ließ sich in Altötting nieder, wo er später an Darmkrebs verstarb.

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

  • Der Wandel in Gottes Gegenwart. Eine Wegweisung zum inneren Leben nach den Schriften von Konrad Hock, neu bearbeitet von Karl Egger, Augustiner Chorherren, Kloster St. Michael, Paring, 1976.
  • Konrad Hock, Kurze Anleitung zum Erlernen des Wandels in der Gegenwart Gottes, Leutesdorf 1925

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Hock war seit seiner Studienzeit Mitglied der Studentenverbindung K.St.V. Normannia Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]