Erik Soder von Güldenstubbe

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Dr. Erik Soder von Güldenstubbe

Dr. Erik-Arnulf Soder von Güldenstubbe (* 13. Mai 1948 in Rosenheim) ist Theologe und Historiker und war Leiter des Diözesanarchivs im Bistum Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1948 als Erik von Güldenstubbe geboren, kam er als Zweijähriger ins Waisenhaus der Mallersdorfer Schwestern nach Herzogenaurach. Das im oberfränkischen Kutzenberg lebende Ehepaar Soder adoptierte den Pflegesohn im Jahr 1955. In Bamberg ging er aufs Gymnasium und studierte nach dem Abitur an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg katholische Theologie sowie Geschichte. Nach dem Theologie-Diplom wurde Soder von Güldenstubbe im Jahr 1976 wissenschaftlicher Assistent bei Professor Elmar Klinger am Würzburger Lehrstuhl für Fundamentaltheologie. Bereits ein Jahr später berief ihn das Bistum Würzburg an die Spitze des „Bischöflichen Ordinariats-Archivs“, das über die Jahre zum Diözesanarchiv ausgebaut wurde.

Leiter des Diözesanarchivs[Bearbeiten]

Im Zuge der Umorganisation des Archivs als Teil der Schriftgutverwaltung wurde Soder von Güldenstubbe 2003 mit dem Amt des Bistumshistorikers betraut. Höhepunkte seines Wirkens war das Seligsprechungsverfahren für den Märtyrerpriester Georg Häfner, zu dem er gemeinsam mit den Theologieprofessoren Rudolf Weigand und Klaus Wittstadt beauftragt wurde, ein Gutachten zur Authentizität von Dokumenten zu Leben und Wirken Häfners zu erstellen.

Auch mit der Geschichte der Kongregation der Schwestern des Erlösers oder der Oberzeller Franziskanerinnen hat Soder von Güldenstubbe sich ausführlich befasst. Für erstere verfasste er im Jahr 2009 die Kongregationsgeschichte, für letztere hielt er in 30 Jahren über 50 geschichtliche Vorträge. Zu den vielen und umfangreichen Arbeiten, die er außerdem verfasste, zählen Bücher über die Würzburger Kinderklinik am Mönchberg sowie zur Erforschung der fränkischen Kartausen Astheim, Tückelhausen, Grünau, Würzburg, Nürnberg und Ilmbach.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten]

1988 gehörte er zu den Gründern der Fränkischen Sankt Jakobus-Gesellschaft. Seit 1996 ist der Bistumshistoriker Mitglied der Komturei Franken des Deutschen Ordens. Darüber hinaus engagiert er sich unter anderem im Adoramus-Kreis der Neumünsterkirche, in der „Nagelkreuzgemeinschaft für Frieden und Versöhnung“ und im Bibelkreis seiner Heimatgemeinde Theilheim. Nicht zuletzt gehört er seit 1990 dem Vorstand der Julius-Echter-Gilde des Cartells Rupert Mayer an. Als Seniordoktorant promovierte er 2017 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Erik Soder von Güldenstubbe ist Mitglied der Studentenverbindung K.D.St.V. Thuringia Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]