Kloster Maidbronn

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Gesamtansicht der ehemaligen Klosteranlage
Ehemalige Klostermühle
Umfassung des gotischen Spitzbogenfensters der Westfassade der ehemaligen Klosterkirche (heute: Westgiebel des Pfarrhauses)
Rekonstruktionszeichnung der Klosteranlage Maidbronn

Das Kloster Maidbronn ist ein ehemaliges Kloster der Zisterzienserinnen im Tal der Pleichach und war von 1235 bis 1581 ein Nonnenkonvent.

Lage[Bearbeiten]

Das ehemalige Kloster liegt direkt an der Pleichach nördlich der Kreisstraße WÜ 8 (Rimpar - Unterpleichfeld).

Geschichte[Bearbeiten]

Das 1232 unter Fürstbischof Hermann I. von Lobdeburg gegründete Zisterzienserinnenkloster Fons Virginis Sanctae Mariae (Brunnen der Jungfrau Maria) wurde 1235 von Bergherbrunnen (heute: Rotkreuzhof) unter gleichem Namen nach Ezzelshausen an der Pleichach verlegt, womit das Dorf auch den neuen Namen Maidbronn erhielt.

Das Kloster war dem Bischof von Würzburg unterstellt. Die Aufsicht über das Frauenkloster hatte zunächst der Abt von Ebrach. Zahlreiche Besitzungen und Rechte des Klosters Maidbronn konnten nachgewiesen werden, zum Beispiel Obereisenheim, Herlheim, Frohnlach und Ebersdorf, sowie den Maidbronner Hof in Würzburg.

Im Jahre 1513 übernahmen Langheimer Mönche die Aufgaben des Klosterpropstes. Nach den Verwüstungen und Plünderungen des Bauernkrieges 1525 wurde das Kloster noch bis 1543 unter den Langheimer Pröpsten betrieben, fiel dann durch Vertrag an den Ritter Wilhelm von Grumbach und wurde 1581 letztlich unter Bischof Julius Echter von Mespelbrunn aufgehoben. So endete das Klosterleben in Maidbronn nach 349 Jahren. Die Einkünfte wurden unter anderem auf das Juliusspital und die Universität Würzburg aufgeteilt.

Klosterkirche[Bearbeiten]

► siehe St. Afra (Maidbronn)

Spuren und heutige Nutzung[Bearbeiten]

Reste des Klosters haben sich erhalten: Die Kirche und das Kuratenhaus wurden geteilt um den Zugang zum Brunnen des ehemaligen Klosters zu schaffen und 1885 wurden die Reste der Nonnenkirche unter Beibehaltung der Umfassungsmauern zum Kuratenhaus umgebaut. Dieses Kuratenhaus liegt gegenüber der Kirche und beinhaltet die Reste der Nonnenkirche und der zugehörigen Unterkirche/Gruftkirche. Am Westgiebel hat sich die Umfassung des gotischen Spitzbogenfensters erhalten. An den ehemaligen Nonnenchor ist der Westflügel des Konventsgebäudes angebaut, der als privates Wohnhaus genutzt wird. Er zeigt noch Spuren des ehemaligen Kreuzganges.

Brunngang[Bearbeiten]

Der Brunnen steht an der Stelle, an der sich vermutlich der Brunnen der Klosteranlage befand. Er ist so tief, wie der Kirchturm hoch ist. Das Wasser spielte im Leben der Zisterzienserinnen eine wichtige Rolle: Die von Reformern bevorzugte Lage waren einsame Flusstäler. Die belebten Straßen vermieden damals die sumpfigen Täler und führten über die Höhen. Der geforderte Fleischverzicht machte eine ausgiebige Fischzucht notwendig. Hinzu kam ein im Vergleich zu früheren Zeiten ausgeprägter Sinn für Hygiene.

Der heutige Kulturweg führt von dieser Stelle aus weiter den Brunngang hinunter und an der Stelle vorbei, an der noch heute die ehemalige Klostermühle steht. Er mündet in die Klosterstraße, von der aus sich nochmals ein Blick auf die Westfassade der ehemaligen Klosterkirche bietet (heute: Westfront des Pfarrhauses).

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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