Ezzelshausen

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Ezzelshausen ist der Name einer ehemaligen Siedlung in der Nähe des später errichteten Klosters Maidbronn.

Namensgeber

In der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts hat Etzilo den Namen für die Ansiedelung gegeben.

Geschichte

Urkunde: Bischof Hermann von Lobdeburg erlaubt 1235 die Verlegung des Klosters nach Maidbronn.

Ab dem Jahr 772 gibt es erste Zeugnisse als Crampsnei [1] im Tal der Pleichach. 1169 wird erstmals der Ort als Ezzelshausen durch Otto von Ezelenhusen urkundlich erwähnt. Wo die Pleichach eine Schleife um den Mühlenberg zieht, standen von je her Wasser und Wald reichlich zur Verfügung.

Die Umsiedlung des Klosters fons virginis sanctae Mariae von Bergherbrunnen in das spätere Maidbronn ist in mehreren Urkunden greifbar, handelt es sich doch um mehrere rechtliche Vorgänge. 1235 übergab Graf Poppo VII. von Henneberg das Hofgut Ezzelshausen, das ihm Siboto von Etzelhausen aufgelassen hatte, mit Zustimmung seiner Gemahlin Jutta und seiner Söhne Heinrich und Hermann zu Händen des Würzburger Bischofs Hermann von Lobdeburg. Festgelegt wurde außerdem, dass das Kloster Maidbronn und die sanctimoniales die villa Ezzelshausen zu Eigentum erhalten und dass sie das Kloster dorthin übertragen sollten zum Seelenheil des Ausstellers. [2] Mit einer im September des Jahres 1235 ausgestellten Urkunde erlaubte Bischof Hermann die Verlegung um die Äbtissin Livkardis und ihr Konvent in fonte virginis gebeten hatten. Er behielt sich und seinen Nachfolgern freilich die Gerichtsbarkeit in temporalibus et spiritualibus vor, die Einsetzung und Weihe der Äbtissin und der Schwestern, die Ordination der Kleriker, die Weihe der Altäre, die Spendung der kirchlichen Sakramente, die der Würzburger Bischof oder jemand anders nur mit seiner Erlaubnis vornehmen konnte, und die Gerichtsbarkeit in allen anderen, was aus der Diözesangewalt hervorging, unbeschadet der Privilegien und Immunitäten des Zisterzienserordens, die der apostolische Stuhl den Zisterzienserbrüdern zugestand. [3] Am neuen Standort, in der Bischofsurkunde vom September 1235, als locus amenus bezeichnet, reüssierte die Niederlassung, zumindest erfolgte keine weitere Verlegung.

► Zur weiteren Geschichte des Klosters siehe Artikel Kloster Maidbronn.

Umbenennung

1232 gründete Bischof Hermann I. an einem Ort Bergherbrunnen das Nonnenkloster Fons Virginis Sanctae Mariae. In der am 1. August 1235 darüber ausgestellten Urkunde führte das Kloster bereits den deutschen Namen Meidebrunnen (Brunnen der Jungfrau bzw. Maid Maria). So hieß das Zisterzienserinnenkloster, das dem ehemaligen Ort Ezzelshausen seinen neuen Namen Maidbronn gab.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Einzelnachweise und Hinweise

  1. = krumme Schneise (Rodungssiedlung)
  2. Ingrid Heeg-Engelhart, Anmerkungen, S. 596 mit Anm. 15.
  3. Ingrid Heeg-Engelhart, Anmerkungen, S. 596 mit Anm. 16.

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