104. Deutscher Katholikentag

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Logo des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg
Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ des Katholikentags 2026

Der 104. Deutsche Katholikentag fand vom 13. Mai bis zum 17. Mai 2026 in Würzburg statt. Dies hatte die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in Berlin am 10. Dezember 2022 einstimmig beschlossen. Das Leitwort lautete: „Hab Mut, steh auf!“. [1]

Geschichte

Einführung

Der Katholikentag ist eine mehrtägige Zusammenkunft primär römisch-katholischer Christen des jeweiligen Landes in Deutschland. Nach 1864, 1877, 1893 und 1907 findet nun nach über hundert Jahren wieder ein Katholikentag in Würzburg statt. Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet. Es folgte damit der Einladung von Bischof Franz Jung und dem Vorsitzenden des Diözesanrates. Gastgeber ist alle zwei Jahre eine andere deutsches Diözese. Bevor es ins Bistum Würzburg geht, fand vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2024 der 103. Deutsche Katholikentag in Erfurt unter dem Leitwort „Zukunft hat der Mensch des Friedens“ statt.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum 104. Deutschen Katholikentag 2026 in Würzburg war die konstituierende Sitzung der Katholikentagsleitung im Kilianeum am 17. April 2024. [2]

„Hab Mut, steh auf!“

Vorstellung der Werbelinie für den 104. Deutschen Katholikentag
Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ des Katholikentags 2026

Mit einer Präsentation auf der Alten Mainbrücke in Würzburg wurde am 17. März 2025 die Werbelinie für den 104. Deutschen Katholikentag 2026 vorgestellt. Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ wurde in 1,20 Meter hohen, farbigen Lettern gezeigt. Die Dynamik des Leitworts hat die KD1 Designagentur, die das Design für den Katholikentag entworfen habe, in Schrift und Symbolen umgesetzt. „Kursive Buchstaben nehmen uns mit in eine Bewegung, einen Aufbruch in die Welt von morgen, die wir heute gestalten müssen“, sagte Irme Stetter Karp, Vorsitzende der Katholikentagsleitung und Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Auch die Symbole des Katholikentags setzen auf diese Dynamik: „Sie zeigen einen auffliegenden Vogel, bewegtes Wasser, flatternde Seiten eines Buches, Pfeile, die einen Weg weisen.“ Der Katholikentag setze aber nicht nur auf Dynamik, sondern auch auf Verbundenheit. „Dafür stehen Icons wie die ineinandergreifenden Ringe, sich überschneidende Kreise, ein Schachbrett, dessen Felder in Größe und Form sehr verschieden sind, und die doch miteinander verbunden bleiben.“

„Hier in Würzburg wollen wir mutig und beherzt Zeugnis für unseren Glauben ablegen“, sagte Bischof Franz Jung. „Denn er schenkt uns eine Haltung der Zuversicht, der Hoffnung und der Verbundenheit.“ Die eigens für Würzburg neu eingeführten Icons der Werbelinie zeigten „prägnant besondere Eigenschaften unserer Stadt und des Katholikentags 2026: Der Fränkische Rechen verweist auf unsere Region, die Alte Mainbrücke ist ein bedeutendes Wahrzeichen, der aufsteigende Vogel symbolisiert den Mut. Heute, am Saint Patrick’s Day, sticht aber besonders das Irische Kreuz hervor. Es verweist auf unsere Glaubenswurzeln in der Mission der Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan. ‚Hab Mut, steh auf!‘ war im besten Sinne ihr Lebensmotto. [3]

Trailer für den 104. Deutschen Katholikentag

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Programm des 104. Deutschen Katholikentags

Am 3. März wurde das Programm des 104. Deutschen Katholikentags mit etwa 900 Veranstaltungen vorgestellt. Rund 60 Gottesdienste, 300 Kulturveranstaltungen und mehr als 40 weitere Events erwarteten die Besucher. Das Christentreffen sei ein Projekt zur Förderung der Demokratie und zugleich ein Ort gelebter Synodalität, sagte die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, in Würzburg. Neben 60 Gottesdiensten seien rund 150 Veranstaltungen im sogenannten Zentrum Bibel und Spiritualität geplant, sagte Andreas Kratel, Geschäftsführer der Katholikentagsleitung. Täglich gebe es einen Abendsegen unter freiem Himmel im Kerzenschein. Die Kulturveranstaltungen deckten Musik, Literatur, Theater und Performance ab. Zu einem Konzert auf dem Residenzplatz kam demnach unter anderem Bodo Wartke. Erstmals gab es eine künstlerische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch in der Kirche. [4]

Passendes Programm für jeden Geschmack

Rund 900 Veranstaltungen bot der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg. Wer sich angesichts der Fülle überfordert sah, für den gab es Abhilfe. Das Team aus dem Bistumsbüro für die Großveranstaltung hatte Beispielprogramme für Zielgruppen zusammengestellt, von der Familie über Jugendliche und Studierende bis hin zu Erwachsenen Ü50 und Senioren. „Wir wollen damit eine Orientierung geben und zugleich anregen, sich selbst einen passenden ‚Fahrplan‘ für den Katholikentag zusammenzustellen“, sagte Dominik Großmann, Referent für die Ausrichtung des Katholikentags in der Hauptabteilung Seelsorge. Beispielprogramme siehe Weblinks! [5]

Playmobil-Set Frankenapostel

Die Frankenapostel gibt es jetzt auch als Playmobil-Figuren: Die Diözese Würzburg hatte am 27. März, rechtzeitig zum 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg, die drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan als Spielzeugset vorgestellt. Auftraggeber des Projekts war Generalvikar Jürgen Vorndran. Er dankte allen Beteiligten, die zur „Punktlandung“ des Figurensets vor Ostern und dem Katholikentag vom 13. bis zum 17. Mai beigetragen hatten. [6]

Große Banner am Kiliansdom

Am 28. April wurden zwei große Banner mit „Hab Mut, steh auf!“ mit einer Fläche von insgesamt 176 Quadratmetern an den Westtürmen des Kiliansdoms befestigt. Eine Spezialfirma brachte die jeweils 20 auf 4,4 Meter großen Transparente an. Neben Statikern war auch der Denkmalschutz im Vorfeld in die Aktion involviert. [7]

Katholikentag 2028: Paderborn übernimmt das Zepter

Eine 20 Personen große Delegation aus dem Ort des Katholikentags 2028 hat aus den Händen von Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag in Würzburg und Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, und seines Referenten Dominik Großmann einen geschnitzten Pilgerstab entgegengenommen. Terminbedingt geschah das bereits an Christi Himmelfahrt, 14. Mai. Krämer wünschte der Delegation gutes Gelingen und Gottes Segen für den 105. Deutschen Katholikentag vom 24. bis 28. Mai 2028. Neben Bürgermeister Stefan-Oliver Strate gehörten dieser die beiden Paderborner Generalvikare Prälat Thomas Dornseifer und Monsignore Dr. Michael Bredeck sowie Thomas Klöter, Bereichsleiter Pastorale Dienste und Bischöflicher Beauftragter für den Katholikentag, an. Die Paderborner Generalvikare lobten Würzburg für die gute Organisation und nannten die enge Abstimmung zwischen Bistum und Stadt vorbildlich.

Der im Auftrag des Bistums Würzburg vom Rhöner Schnitzer Robert Reuscher geschaffene Stab hat oben das Motto „Hab Mut, steh auf!“ sowie „Würzburg 2026“ eingebrannt. Zugleich ist auf dem hellen Holz genügend Platz für künftige Katholikentagsleitworte. Als nettes Gimmick ist oben zudem ein Pilgerstempel mit der Silhouette des Heiligen Kilian befestigt. Der Heilige und Frankenapostel ist auch der erste Patron des Paderborner Doms. [8]

Veranstaltungen (Auswahl)

Eröffnung

Zur Eröffnung des 104. Deutschen Katholikentags versammelten sich am Mittwochabend, 13. Mai 2026, rund 9000 Menschen auf dem Residenzplatz in Würzburg. Trotz wechselhaften Wetters begann das fünftägige Treffen mit Musik, Performances und prominenten Gästen. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp betonte in ihrer mehrfach von Applaus unterbrochenen Rede die Bedeutung des Katholikentags in Zeiten von Krieg, sozialer Unsicherheit und gesellschaftlicher Spaltung. Sie rief zur Verteidigung von Demokratie, Zusammenhalt und einem vereinten Europa auf und warnte vor Hass, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Zugleich sprach sie sich für eine zukunftsfähige Kirche und gesellschaftliches Engagement aus.

Der Würzburger Bischof Franz Jung hob die Bedeutung von Synodalität und gemeinsamer Verantwortung hervor. Vertreter aus Kirche und Ehrenamt forderten eine offenere Kirche, mehr Mitbestimmung und stärkere Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit. Die evangelische Regionalbischöfin Gisela Bornowski sprach von einer Aufbruchsstimmung unter jungen Menschen und verwies auf kirchliche „Mutprojekte“–Ideen, um als Kirche nahe bei den Menschen zu sein..

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte den Katholikentag als Zeichen christlicher Gemeinschaft und rief zu mehr Ökumene auf. Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ sei angesichts gesellschaftlicher Krisen besonders aktuell. Christen müssten Hoffnung und Zuversicht entgegensetzen und Verantwortung für das gesellschaftliche Zusammenleben übernehmen. Zudem verwies Steinmeier auf die Verbindung von Glauben und sozialem Engagement sowie auf die Bedeutung von Gerechtigkeit und Frieden. [9]

Abend der Begegnung

Praktisch mit Ende der Eröffnungsfeier hatte auch der Regen aufgehört, und an neun Plätzen in der Innenstadt begann der „Abend der Begegnung“: Musik, Unterhaltung und Speisen und Getränken aus den neun Dekanaten des Bistums Würzburg machten am Mittwochabend, 13. Mai, das gastgebende Bistum auf eindrückliche Weise erlebbar.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender, Bischof Franz Jung und Oberbürgermeister Martin Heilig an einem Rundgang durch die Innenstadt teil. Stationen waren unter anderem der Kardinal-Döpfner-Platz, das Lusamgärtchen sowie der Kiliansplatz. Vertreter verschiedener Dekanate stellten regionale und kirchliche Projekte vor. Im Lusamgärtchen wurde über die Geschichte Würzburgs, den Minnesänger Walther von der Vogelweide sowie die Würzburger Synode berichtet.

Auf dem Kiliansplatz beteiligten sich Steinmeier und Jung bei einer Vorführung des integrativen „Circus Blamage“ spontan an einer Diabolo-Einlage. Zudem kamen sie mit Vertretern der Caritas über soziale Herausforderungen, insbesondere in der ambulanten Pflege, ins Gespräch. Der Bundespräsident absolvierte anschließend zahlreiche Gespräche und Fototermine mit Besuchern und Helfenden des Katholikentags.

Der Abend war von großem Besucherandrang geprägt. Zahlreiche Menschen nutzten die Veranstaltungen, um Musikgruppen zu hören, regionale Angebote kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Weihbischof Paul Reder besuchte mehrere Veranstaltungsorte und würdigte das Engagement der Beteiligten.

Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends und dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Den Abschluss bildete um 22 Uhr ein dezentrales Abendgebet an allen neun Veranstaltungsplätzen des „Abends der Begegnung“. Auf allen Plätzen tauchte ein Meer aus Kerzenlicht die Umgebung in eine mystische und friedvolle Stimmung. [10]

Eröffnungsgottesdienst

Der Eröffnungsgottesdienst des 104. Deutschen Katholikentags fand am Donnerstag, 14. Mai 2026 auf dem Residenzplatz in Würzburg statt. Vor rund 11.000 Gläubigen rief Bischof Franz Jung unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ zu Mut, Engagement und geistlicher Erneuerung auf. Der Gottesdienst zum Hochfest Christi Himmelfahrt wurde bundesweit live im ZDF übertragen.

Konzelebranten waren unter anderem Bischof John C. Ndimbo aus dem tansanischen Partnerbistum Mbinga sowie der brasilianische Priester Érisson Silva Santos aus dem Partnerbistum Óbidos. Aus dem irischen Mullagh, dem Geburtsort des Heiligen Kilian, nahm Father Paul Prior teil. Zu den Gästen aus Politik und Kirche gehörten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs sowie die Präses der EKD-Synode Anna-Nicole Heinrich. Besondere Akzente der Liturgie bildeten Fürbitten und Darbietungen von Parkour-Läufern.

In seiner Predigt bezeichnete Bischof Jung Christus als „Hoffnungsanker“ und warnte vor Machtmissbrauch sowie religiös begründeter Gewalt. Das Reich Christi gründe auf Dienst und Frieden, nicht auf Unterdrückung. Zudem betonte er die Verantwortung der Christen für den Schutz ungeborener, kranker, behinderter und sterbender Menschen. Die Kollekte zugunsten des Herzenswunsch-Krankenwagens der Malteser wertete er als Zeichen gelebter Menschenwürde.

Darüber hinaus forderte Jung die Kirche auf, offene Fragen wie die Rolle der Frau, Synodalität und den Umgang mit Machtmissbrauch weiter zu bearbeiten. Veränderungen seien nur möglich geworden, weil Betroffene mutig ihre Erfahrungen geschildert hätten und andere bereit gewesen seien zuzuhören. Die Eucharistie bezeichnete der Bischof als Quelle der Stärkung und verband dies mit dem Aufruf: „Habt also Mut, steht auf und esst!“

Die musikalische Gestaltung übernahmen unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domkantor Julian Beutmiller das „Orchester Camerata Würzburg“ sowie die Junge Domkantorei. Während des Gottesdienstes setzte zeitweise Regen ein, der zum Friedensgruß wieder Sonnenschein wich. [11]

Marienkapelle wurde zur „Demokratiekirche“

Marienkapelle wird zur „Demokratiekirche“

Wie kann Kirche Raum des Zuhörens und der Begegnung sein? Wie kann sie Orientierung bieten, um die Demokratie zu stärken? Mit diesen Fragen setzte sich beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg die „Demokratiekirche“ in der Würzburger Marienkapelle auseinander. Der Ort selbst ist geschichtsträchtig und verdeutlicht zugleich die Spannung, in der Kirche steht, wenn sie Demokratie zum Thema macht.

Die Demokratiekirche war beim Katholikentag Austausch- und Aktionsraum mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren. Das Angebot gliederte sich in drei Bereiche: Workshops, Ausstellungen und Begegnungsraum. Für die Teilnahme an den Workshops war eine Anmeldung erforderlich. [12] [13] [14]

Kirchenmeile

Kirchenmeile am Mainufer

Die Kirchenmeile war ein zentraler Bestandteil des 104. Deutschen Katholikentags. Sie befand sich am Mainufer zwischen Viehmarktplatz und Alter Mainbrücke und diente als Präsentations- und Begegnungsort für kirchliche Verbände, Orden, Initiativen, Hilfswerke sowie gesellschaftliche Organisationen. Die Kirchenmeile gehörte zu den öffentlich zugänglichen Bereichen des Katholikentags und verband Informationsstände, Mitmachangebote, kulturelle Beiträge und Gesprächsmöglichkeiten. Zahlreiche katholische Diözesen, kirchliche Einrichtungen, ökumenische Gruppen sowie soziale und politische Initiativen präsentierten dort ihre Arbeit. Besucher konnten sich über Glaubensfragen, gesellschaftliches Engagement, Entwicklungszusammenarbeit, Jugendpastoral und soziale Projekte informieren.

Auf der Kirchenmeile waren mehr als 250 kirchliche und gesellschaftliche Organisationen vertreten. Neben klassischen Informationsständen gab es Bühnenprogramme, musikalische Darbietungen, Diskussionen, spirituelle Angebote und interaktive Aktionen. Verschiedene Bistümer nutzten die Kirchenmeile zur Präsentation ihrer pastoralen und gesellschaftlichen Arbeit. Mehrere Organisationen griffen aktuelle gesellschaftliche Themen wie Demokratie, Menschenwürde, Ehrenamt, soziale Gerechtigkeit und die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche auf. Auch ökumenische und interreligiöse Initiativen waren vertreten.

Abschussgottesdienst

Der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg endete am Sonntag, 17. Mai 2026 mit einem Abschlussgottesdienst auf dem Residenzplatz, in dem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, zu mehr Engagement für Frieden und Gerechtigkeit aufrief. Angesichts von Kriegen und humanitären Katastrophen betonte er die Verantwortung der Christen zum aktiven Handeln. Der Gottesdienst wurde live vom ZDF übertragen.

Besonders verwies Wilmer auf die humanitäre Lage im Sudan, von der nach seinen Angaben rund 33 Millionen Menschen betroffen seien, während etwa zwölf Millionen auf der Flucht seien. Hoffnung bezeichnete er als „Gabe und Aufgabe“ und hob hervor, dass christlicher Glaube Verantwortung für die Welt einschließe. Zugleich sprach er sich für eine Kirche aus, die sich den gesellschaftlichen Herausforderungen stelle und keine Angst vor Konflikten habe.

Lobend äußerte sich Wilmer über Leo XIV., den er als entschlossenen Vertreter des Friedens würdigte. Mehrere Aussagen seiner Predigt wurden von den Gottesdienstteilnehmern mit Applaus aufgenommen. Zum Abschluss rief er die Teilnehmenden dazu auf, die Impulse des Katholikentags in ihren Alltag mitzunehmen.

Während der Fürbitten konnten Besucherinnen und Besucher ihre Gebetsanliegen per QR-Code einsenden; diese wurden anschließend als Wortwolke auf einer Videoleinwand dargestellt.

Vor dem Schlusssegen luden Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Torsten Zugehör, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags, zum 40. Deutschen Evangelischen Kirchentag ein, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden soll. Zudem luden der Paderborner Erzbischof Udo Bentz und Nadine Mersch, Vorsitzende des Diözesankomitees Paderborn, zum 105. Deutschen Katholikentag vom 24. bis 28. Mai 2028 in Paderborn ein.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, rief zu entschlossenem Engagement gegen Antisemitismus auf und betonte dessen Gefährdung für Demokratie und gesellschaftliches Zusammenleben. Irme Stetter-Karp erklärte zum Abschluss, das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ sei während des Katholikentags mit Leben gefüllt worden und habe ein Zeichen für Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit gesetzt.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen unter anderem die Junge Domkantorei Würzburg, das Björn-Becker-Oktett unter Leitung von Alexander Rüth und Julian Beutmiller, das Duo Carolin No sowie ein Gemeindechor unter Leitung von Martin Rathmann. [15]

Stadtplan und ÖPNV

Video: Ein Tag auf dem Katholikentag

„Ein Tag auf dem Katholikentag in Würzburg“ von katholisch1tv

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Bistumsbüro

Eröffnung

Zum 1. Juli 2024 hat Bischof Franz Jung Domkapitular Albin Krämer, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, zum Bischofsvikar für den Würzburger Katholikentag ernannt. Er ist damit maßgeblich seitens des Bistums für die Kooperation mit der Katholikentagsleitung und dem Trägerverein des Katholikentags verantwortlich. Ebenfalls seit 1. Juli leitet Dominik Großmann das Bistumsbüro zum Katholikentag 2026 mit Sitz im Kilianeum-Haus der Jugend in Würzburg. Er ist derjenige, der sich um die Vernetzung mit der Geschäftsstelle des Katholikentags kümmert und als Ansprechpartner für deren Angelegenheiten bereitsteht. [16]

Kontakt

Bistumsbüro zum Katholikentag im Bistum Würzburg
Ottostraße 1
97070 Würzburg
Telefon: 0931 - 386 65107 (Dominik Großmann, Referent) und 0931 - 386 65108 (Sigrid Traub, Mitarbeiterin)
E-Mail: katholikentag@bistum-wuerzburg.de
Hinweis: Das Bistumsbüro ist primär zuständig für bistumsinterne Fragen.

Geschäftsstelle

Eröffnung

Der 104. Deutsche Katholikentag wird in einem ehemaligen Klostertrakt der Erlöserschwestern vorbereitet. Die Geschäftsstelle wurde am 14. Januar 2025, im Beisein von etwa 100 Gästen feierlich eingeweiht, darunter auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Bischof Franz Jung, der die Büros auf zwei Stockwerken in der Bibrastraße 6 segnete. Bis zu 30 weitere Mitarbeitende werden im Laufe der nächsten zwölf Monate in der Geschäftsstelle eingestellt werden und sich um Programm, Logistik, Absprachen mit Behörden, die Teilnehmenden sowie um Presse und Marketing kümmern. Neben vielfältigen Gottesdiensten und einem umfangreichen Kulturprogramm geht es in den fünf Tagen um aktuelle Fragen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. [17]

Eröffnung der Geschäftsstelle des 104. Deutschen Katholikentags

Kontakt

104. Deutscher Katholikentag Würzburg 2026 e.V.
Postadresse
Domerschulstraße 1
97070 Würzburg
Besucheradresse
Bibrastraße 6
97070 Würzburg
Telefon: 0931 - 870 930 30
E-Mail: info@katholikentag.de

Siehe auch

Quellen

Pressespiegel

Weblinks

Erläuterungen, Hinweise und Einzelnachweise

  1. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Hab Mut, steh auf!“ (11. Oktober 2024)
  2. Die Katholikentagsleitung ist das oberste beschlussfassende Gremium des Katholikentags in inhaltlichen und programmatischen Fragen. Vorsitzende des Gremiums ist Irme Stetter-Karp, Präsidentin des ZdK. Weitere Mitglieder der Katholikentagsleitung sind der Würzburger Bischof Franz Jung, die Rechtsanwältin Susanne Bühl, der Theologe und Sozialethiker Sebastian Dietz, Diözesanratsmitglied Vanessa Eisert, der ZdK-Generalsekretär Marc Frings, Bernhard Lutz, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, die ZdK-Vizepräsidentin Claudia Nothelle, Alexander Schraml, Jurist und Vorsitzender des Trägervereins des Katholikentags, Ordinariatsrätin Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, sowie Michael Wolf, Vorsitzender des Würzburger Diözesanrats. Quelle: Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Verantwortlich für Inhalt und Programm - Leitung des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg nimmt Arbeit auf“ (17. April 2024)
  3. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „„Ein Katholikentag, der Mut machen soll““ (17. März 2025)
  4. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Ein Kraftort für die Kirche – und für unsere Demokratie“ (3. März 2026)
  5. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Das passende Programm für jeden Geschmack“ (24. März 2026)
  6. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Drei Glaubenszeugen in einem Boot“ (27. März 2026)
  7. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Große Banner am Dom werben für den Katholikentag“ (28. April 2026)
  8. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Katholikentag 2028: Paderborn übernimmt das Zepter“ (16. Mai 2026)
  9. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Zwischen Regenschauern und Aufbruchsstimmung“ (14. Mai 2026)
  10. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Gute Laune und spürbare Gastfreundschaft“ (14. Mai 2026)
  11. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Appell zu Hoffnung und Engagement“ (14. Mai 2026)
  12. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Marienkapelle wird zur Demokratiekirche“ (26. März 2026)
  13. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Ich bin überwältigt von dem Zuspruch“ (17. Mai 2026)
  14. feinschwarz - Theologisches Feuilleton: „Ein Kirchenraum als zivilgesellschaftliches Demokratielabor“ (16. Juni 2026)
  15. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Brandherde löscht man nicht durch Zuschauen“ (17. Mai 2026)
  16. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Als Gastgeber alle notwendige Unterstützung geben“ (16. Juli 2024)
  17. Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW): „Brücken bauen und von der Hoffnung Zeugnis geben“ (14. Januar 2025)
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