St. Peter und Paul (Altstadt)

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Hauptfassade der Kirche St. Peter und Paul
Schrägansicht von St. Peter und Paul

Die ursprünglich romanische Pfarrkirche St. Peter und Paul liegt am Peterplatz im Stadtbezirk Altstadt.

Patronat[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche ist Simon Petrus und Paulus von Tarsus geweiht

  • Simon Petrus (* vielleicht um 1 in Galiläa; † möglicherweise um 67 in Rom) war nach dem Neuen Testament einer der ersten Juden, die Jesus von Nazaret in seine Nachfolge berief. Er wird dort als Sprecher der Jünger bzw. Apostel, erster Bekenner, aber auch Verleugner Jesu Christi, erster männlicher Augenzeuge des Auferstandenen und als ein Leiter der Jerusalemer Urgemeinde dargestellt.
  • Paulus von Tarsus († um 65, vermutlich in Rom) war nach dem Neuen Testament ein erfolgreicher Missionar des Urchristentums und einer der ersten Theologen der Christentumsgeschichte.

Patrozinium für beide Heilige ist der 29. Juni.

Kirchen- und Baugeschichte[Bearbeiten]

Über die Anfänge der Peterskirche ist wenig bekannt. Um 1014 wurde vom Würzburger Bischof Heinrich I. St. Stephan als Kanonikerstift zu Ehren von St. Peter, St. Paul und St. Stephan in der südlichen Vorstadt Sand gegründet. Der Übergang vom Kanonikerstift zum Benediktinerkloster erfolgte 1057 durch Bischof Adalbero. Die Kanoniker versetzte der Bischof in das neu gegründete Stift Neumünster und holte Mönche aus der Abtei Münsterschwarzach nach Würzburg. 1108 erhielt das Kloster Reliquien des Heiligen Stephanus und hieß ab dieser Zeit nur noch „St. Stephan“. Der Name „Peter und Paul“ ging auf die in der Sander Vorstadt im Jahr 1156[1] gegründete Pfarrkirche über. Um 1200 wurde die Vorstadt Sand in die Stadtbefestigung aufgenommen.

Vom lebhaften Pfarreileben weiss man, dass 1401 eine Frühmesse gestiftet wurde und von 1414 Kerzen, die während der Wandlung brennen sollten. Ob die Verleihung von Ablässen 1475/76 durch Kardinäle und den Würzburger Fürstbischof Rudolf II. von Scherenberg mit Kirchenrenovierungen im Zusammenhang steht, ist unbekannt. Um 1500 wurde auf den Marienaltar eine Marienvikarie gestiftet. Bis ins Mittelalter reicht auch die Stiftung einer (Donnerstags)Engelsmesse samt Bruderschaft zurück. Von 1597 ist noch eine Gottesdienstbeschreibung erhalten. Die Gegenreformation von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn bewirkte eine Steigerung des religiösen Lebens in der Pfarrei. 1583 wurde der Dachstuhl erneuert un die Kirche ausgemalt. Im Frühbarock stellte man 1667/68 einen neuen Hochaltar auf, für den der Bildhauer Johann Philipp Preuß Bezahlung erhalten hatte. [2]

Unter persönlicher Beteiligung von Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths, der einen erheblichen Betrag aus seiner Privatschatulle stiftete, erfolgte ab 1717 der Umbau der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Als Baumeister wurde Joseph Greising gewählt und ihm die Summe von 25.060 Gulden unter der Voraussetzung bewilligt, dass das Werk bis 1720 zu vollenden sei. [3] Das Bauvorhaben bildete eine echte Herausforderung, da der relativ schmale Chor im Osten und zwei dicht beieinander stehende romanische Kirchtürme im Westen einzubeziehen waren. Greisings Plan sah vor, die Seitenwände sowie Fassade nach drei Seiten weit über den Vorgängerbau hinaus zu rücken. Durch die zusätzliche Anlage von Emporen in den Seitenschiffen schuf er nochmals Platz für weitere Kirchenbesucher.

Während der Baudauer wurden die Gottesdienste in der Universitätskirche abgehalten. Am 26. Januar 1721 wurde die erneuerte Peterskirche von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn wieder eingeweiht.

Der schweren Zerstörung am 16. März 1945 folgte die bauliche Wiederherstellung mit im Inneren reduzierter Stuckdekoration. Die heutigen, klassizistischen Altäre wurden 1974 aus der katholischen Pfarrkirche St. Jakobus in Himmelstadt übernommen.

Vom 6. Juli 2015 bis November 2016 war die Pfarrkirche St. Peter und Paul für 16 Monate wegen Renovierung geschlossen. Mit der Innenrenovierung bereitet sich die Peterer Pfarrei auf das Gedenkjahr des Martyriums des heiligen Aquilin vor 1000 Jahren vor. Dieser große Sohn der Pfarrei ist laut Historiker Alfred Wendehorst „vor dem Jahr 1018“ in Mailand als Märtyrer gestorben. [4] [5] Nach dem Abschluss der Innenrenovierung wurde die Kirche am 13. November 2016 mit einem Pontifikalgottesdienst mit Bischof Friedhelm Hofmann wieder eröffnet. [6]

Bilder vor und nach dem 16. März 1945[Bearbeiten]

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Außenbau[Bearbeiten]

Fassade[Bearbeiten]

St. Peter und Paul ist ein dreischiffiger, gewölbter Hallenbau mit einschiffigem Chor, Emporen in den Seitenschiffen und eigenartig situierten Westtürmen. Der gotische Chor ist im Obergeschoss barock verändert. Die romanischen Türme kamen beim Neubau innerhalb des Kirchsaals hinter der Fassade zu stehen. Sie wurden außen barock überformt.

Der Höhepunkt des Außenbaus ist die Westfassade, die sich von ihrem stark vorspringenden seitlich abgeschrägten Mittelteil durch eine reiche Dekoration auszeichnet. Hier findet sich eine Häufung von Ädikulen [7], Nischen und Gesimsen, die mit ihrer kleinteiligen Fülle eine besonders malerische Licht- und Schattenwirkung erzeugt. Die Westfassade besteht aus drei Geschossen, die jeweils durch kräftige Gesimse horizontal gegliedert sind. Die vertikale Gliederung erfolgt durch fünf Achsen, wobei die drei Mittelachsen konvex nach vorne ausbiegen. Auffallend an St. Peter und Paul ist vor allem die unterschiedliche Gesimshöhe des umlaufenden Traufgesimses [8] und der damit verbundenen Seitenteile der Fassade im Gegensatz zum höher aufragenden Mittelstück.

Die Westfassade enthält zahlreiche Heiligenstatuen. Die Statuen der drei obersten Nischen wurden in den 1780er Jahren von Balthasar Heinrich Nickel, die 4 Apostel in den darunter liegenden Nischen von Simon Wagner geschaffen. [9]

Das Hauptportal mit Säulenstellung, gebrochenem Dreiecksgiebel und vierpassartigem Oberlicht, die Wappen der Fürstbischöfe Johann Philipp Franz von Schönborn und Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths und die eleganten Fensterumrahmungen schuf Jacob van der Auwera in den Jahren von 1717 bis 1720.

Weitere Kunstwerke[Bearbeiten]

Kirchtürme[Bearbeiten]

  • Doppeltürme, hinter die Fassade zurückgesetzt, die sich mit zwei romanischen Geschossen über das Dach erheben. Beide Geschosse mit Ecklisenen und Rundbogenfries. Über dem romanischen Aufbau befindet sich ein kurzes Achteckobergeschoss aus der Bauzeit von 1717 bis 1720.
  • Abschluss: Kuppeldach mit Laterne
  • Höhe: ca. 40 m

Innenraum und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Von der Innenausstattung des 18. Jahrhunderts sind Teile des Stucks und zwei Seitenaltarbilder (1719/1720) von Clemens Anton Lünenschloß erhalten. Die Rokoko-Kanzel (um 1745) von Johann Georg Wolfgang van der Auwera konnte mit den geretteten figürlichen und ornamentalen (Ornamentik von Antonio Giuseppe Bossi) Originalteilen nach ihrer Zerstörung beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 rekonstruiert werden. [10]

An der Westseite des nördlichen Turmes befand sich bis zur Innenrenovierung 2015/2016 der barocke Taufstein, den Ernst Singer im Jahre 1987 dem zerstörten nachempfunden hat. Über dem Taufstein ein so im Schutt gefundenes Kruzifix (früher gegenüber der Kanzel im Hauptschiff).

Vor der Innenrenovierung 2015/2016[Bearbeiten]

Nach der Innenrenovierung 2015/2016[Bearbeiten]

Licht und elegant präsentiert sich die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul nach der Innenrenovierung der Jahre 2015/2016. Technische Neuerungen gab es durch den Einbau einer Bankheizung und die Beleuchtung wurde auf LED-Technik umgestellt. Bei der Renovierung hat sich zudem herausgestellt, dass die Holzpodeste der Bänke großteils vermorscht und gerissen waren, auch der Steinfußboden im Kirchenschiff musste ausgetauscht werden. Der Eingang von der Nordseite her wurde barrierefrei gestaltet, außerdem wurden Hörschleifen eingebaut.

Die Vorhalle zeigt nach der Innenrenovierung ein völlig anderes Gesicht. Die Bänke, die zuvor bis in die Seitenschiffe und in die Vorhalle hineinragten, wurden auf zwei Rechtecke reduziert. Der Taufstein erhielt einen zentralen Platz zwischen den beiden Westtürmen. Zugleich hat man das Konzept der Prozessionskirche mit vier Altären wieder hergestellt. Die Gemälde der Marter des heiligen Laurentius und der Maria Immaculata, die vorher an der Innenseite der Westtürme hingen, bekamen einen neuen Platz in der Vorhalle, ergänzt durch zwei barocke Seitenaltäre aus dem Neumünster. „Man kann das Kirchenschiff als einen Prozessionsweg umrunden“, sagte Pfarrvikar Christian Stadtmüller bei einer Presseführung am 10. November 2016. Durch die Neuordnung der Bänke hat die Kirche nun rund 210 Sitzplätze. Das ist weniger als vorher, aber diese Anordnung entspricht der Architektur des Raums. An Festtagen wie Weihnachten und Ostern oder für Konzerte kann außerdem zusätzlich bestuhlt werden.

Das Kruzifix aus der am 16. März 1945 zerstörten Kirche befindet sich gemeinsam mit der Gedenktafel für Pfarrer Ferdinand Winkler an der Außenwand des nördlichen Westturmes.

Altäre vor und nach 2016[Bearbeiten]

  • Der Hochaltar ist eine Säulenkonstruktion mit Auszug (Gottvater und Heiliger Geist [12]) und beinhaltet vier Heiligenstatuen: St. Jakobus, Maria, Johannes Evangelist und St. Carolus Borromäus. Er wurde, ebenso wie die beiden klassizistischen Altäre in den Seitenschiffen, um 1788 von Georg Schäfer aus Karlstadt (Landkreis Mainspessart) geschaffen. Die klassizistischen Altäre wurden 1974 aus der katholischen Pfarrkirche St. Jakobus in Himmelstadt übernommen. Der zum Hochaltar gehörende Corpus verblieb in Himmelstadt und stand dort in der 1965 eingeweihten St. Immina Gedächtniskirche, die dem Heiligen Jakobus d.Ä. und der Seligen Immina geweiht war, im Altarraum. In St. Peter und Paul kam dann ein neuer, farbig gefasster Corpus in den Hochaltar.
Die Altarrückwand hinter dem Kreuz wurde bei der Innenrenovierung 2015/2016 abgenommen und das mittlere Chorfenster wieder geöffnet, so dass das Licht nun von drei Seiten in den Altarraum strömen kann. „Die Abnahme der Altarrückwand, die Vergoldung des Kreuzes und die weiße Farbgebung des Kruzifixus geben dem Hochaltar eine völlig neue Wirkung. Er steht nun transparent im gotischen Chor und fügt sich harmonisch in den Kirchenraum ein“, sagte Domkapitular Jürgen Vorndran bei einem Presserundgang am 10. November 2016. „Wenn die Sonne scheinen würde, hätten wir ein wunderbares Lichtspiel in der Kirche.“
  • Der nördliche Seitenaltar, früher ein Sebastiansaltar, wurde 1987/88 in einen St. Aquilin-Altar umgewandelt [13] und enthält eine Statue, gearbeitet von Bildhauermeister Andreas Kräml, und Reliquien dieses Heiligen. Assistenzfiguren sind links der Heilige Andreas und rechts der Heilige Sebastian. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Kunstreferent der Diözese Würzburg, gestaltete während der Innenrenovierung 2015/2016 die Rückwand sowie ein Reliquiar.
  • Der südliche Seitenaltar ist ein Marienaltar mit einer Immaculata, die ebenfalls von Andreas Kräml stammt. Begleitfiguren sind der Heilige Joachim und die Heilige Anna. Das ursprüngliche Marienmonogramm als Bekrönung des Altars wurde beim Aufstellen in St. Peter und Paul durch das heilige Herz Mariens ersetzt.
  • In der Hohlkehle des östlichen Abschlusses der Halle des Hauptschiffes findet sich gegenüber der Kanzel ein Marienaltar mit einer Tragfigur der sogenannten „Herzogin von Franken“ von Johann Peter Wagner (um 1775). [14] Den ornamentalen Rahmen, der aus der Kirche von Leinach stammt, schuf Johann Georg Wolfgang van der Auwera im Jahre 1744. Das Marienmonogramm ist ein Werk von Andreas Kräml aus der Zeit nach 1945. Die zwei Putti, die das Marienmonogramm vor der Innenrenovierung 2015/2016 trugen und flankierten, wurden entfernt und befinden sich heute in der Sakristei.
An diesem Marienaltar zeigt sich das Zusammenspiel von Barock und zeitgenössischer Kunst. Der barocke Rahmen bekam eine zeitgenössische Hintergrundgestaltung in Weißgold und einen schlichten, modernen Altar von Robert Weber. Daraus ergibt sich ein spannender Kontrast mit der prächtigen Rokokokanzel.

Seit der Innenrenovierung der Jahre 2015/2016 besitzt die Kirche zwei neue Seitenaltäre:

  • Die Westseite des nördlichen Kirchturmes schmückt ein Seitenaltar mit dem Altarbild „Martyrium des Heiligen Laurentius”, das von Clemens Anton Lünenschloß im Jahre 1719 gemalt wurde.
  • An der Westseite des südlichen Kirchturmes befindet sich ein Seitenaltar mit dem Altarbild „Mariae Himmelfahrt” von Clemens Anton Lünenschloß aus dem Jahre 1720.

Die beiden Altarbilder befanden sich vor 1945 in den Seitenaltären in den östlichen Hohlkehlen des Langhauses und verbrannten beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 nur deshalb nicht, weil sie rechtzeitig ausgebaut wurden.

Grabdenkmäler[Bearbeiten]

Geläut[Bearbeiten]

Herkunft aller Glocken: Gießerei Schilling, Heidelberg:

Nordturm
  • Gloria, überholt: 1959, 840 kg, Schlagton: fis'
Südturm
  • Peter und Paul, Gussjahr: 1959, 820 kg, Schlagton: gis'
  • Maria Regina, Gussjahr: 1959, 700 kg, Schlagton: h'
  • Aquilin, Gussjahr: 1959, 490 kg, Schlagton: cis''
  • Josef, Gussjahr: 1959, 330 kg, Schlagton: dis''

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Peter und Paul gehört zur Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Karl Heinz Albert und Rudolf Edwin Kuhn: St. Peter und Paul, Würzburg. Hrsg.: Pfarrei St. Peter und Paul, Würzburg ca. 1982
  • Felix Mader: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. Band XII, Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, R. Oldenbourg Verlag München/Wien, Würzburg 1915, S. 326 ff.
  • Johannes Mack: Der Baumeister und Architekt Joseph Greissing. Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Würzburg 2008, S. 262 ff.
  • Johann Martin Kettler Geistliche Anred, als der Hochwürdigste deß H.R. Reichs ... Johann Philipp Frantz, Bischoff zu Würzburg ... die neu erbaute herrliche Pfarr-Kirch zu St. Peter in dero Residentz-Stadt Würtzburg, den 26. Januarii 1721 ... hat eingewiehen. Ansprache zur Kirchenweihe. Würzburg, 1721 (UB 55/Rp 24,5)
  • Carl Gottfried Scharold: Würzburg und seine Umgebung. Ein Wegweiser und Erinnerungsbuch. Würzburg 1836, S. 233 ff. Online-Version bei franconia.uni-wuerzburg.de
  • Dr. Hugo Schnell: St. Peter zu Würzburg. Dreifaltigkeitsverlag, München 1937
  • St. Peter und Paul, Würzburg. Wiederaufbau und Seelsorge. 1950 - 1983. Würzburg 1983 (UB 00/Rp 9,1177)
  • Hans-Peter Trenschel: Ferdinand Tietz in Würzburg, 1736-1747, Beiträge zum Frühwerk des Bildhauers. Mainfränkische Hefte 106, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte, Würzburg 2008
  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt 1992, S. 139
  • Karl-Heinz Wirsing: Der hl. Aquilin vor der Peterskirche in Würzburg. In: Die Mainlande, 20. Jahrgang (1969), S. 42-44
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Würzburg, Nr. D-6-63-000-424

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise, Erläuterungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benediktinerkloster St. Stephan auf hdbg.eu
  2. Zur Tätigkeit von Johann Philipp Preuß vgl. Tilman Kossartz: Johann Philipp Preuß (1605-ca. 1687), ein Beitrag zur Genese barocker Bildkunst in Franken. Mainfränkische Studien 42, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte, Würzburg 1988, S. 121 f.
  3. Carl Gottfried Scharold: Würzburg und seine Umgebung. Ein Wegweiser und Erinnerungsbuch. Würzburg 1836, S. 233 Online-Version bei franconia.uni-wuerzburg.de
  4. Main-Post: „Pfarrkirche St. Peter und Paul ab Montag für 16 Monate gesperrt“ (3. Juli 2015)
  5. Main-Post: „St. Peter und Paul wird 16 Monate saniert“ (11. August 2015)
  6. Main-Post: „St. Peter und Paul: Renovierung ist beendet“ (11. November 2016)
  7. Eine Ädikula, Mehrzahl Ädikulen (lateinisch aedicula, Mehrzahl aediculae), ist ein kleines antikes Bauwerk bzw. Bauteil. Weitere Informationen hierzu bei Wikipedia [1].
  8. Das Gesims ist ein meist horizontales Bauglied, das aus einer Wand hervorragt. Ein Gesims dient zusammen mit senkrechten Architekturelementen wie Lisenen, Pilastern und Säulen der strukturbezogenen Gestaltung (Gliederung) von Wandflächen und Fassaden. Weitere Informationen hierzu bei Wikipedia [2]. Das Traufgesims ist ein aus der Bauflucht herausragendes (vorkragendes) Gesims mit Traufleiste zur Ableitung des Regenwassers.
  9. Hans-Peter Trenschel: Die kirchlichen Werke des Würzburger Hofbildhauers Johann Peter Wagner. Kommissionsverlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 1968, S. 214 und 217
  10. Der Kanzel fehlt heute der Aufgang, der auf Bildern vor der Zerstörung am 16. März 1945 zu sehen ist. Sie kann heute durch die Kanzel-Rückwand betreten werden.
  11. Die heiligen Öle sind Salböle, die in der römisch-katholischen, der altkatholischen und der ostkirchlichen Liturgie geweiht und verwendet werden. Drei verschiedene Öle werden in der Liturgie der katholischen Kirche bei der Feier bestimmter Sakramente und Sakramentalien verwendet:
    1. Chrisam (ostkirchlich: Myron), wohlriechend und besonders wertvoll, wird bei der Firmung, daneben auch bei der Taufe und der Priesterweihe sowie bei der Kirch-, Altar- oder Glockenweihe verwendet. Es ist eine Mischung aus Balsam und Olivenöl.
    2. Katechumenenöl, zur Salbung eines Taufbewerbers („Katechumene“) während seines Katechumenats bzw. eines Täuflings vor der Taufe.
    3. Krankenöl, auch Oleum Infirmorum genannt. Das Öl für die Geschwächten wird zur Salbung von Kranken bei der Krankensalbung verwendet. Es handelt sich um reines Olivenöl.
  12. Die Heiliggeisttaube wanderte erst nach Aufstellung in St. Peter und Paul in eine Gloriole über dem Hochaltar.
  13. Mit der Umwidmung des Sebastiansaltars im Jahre 1987 in einen Aquilinsaltar wich der Heilige Leonhard aus dem Altar (er fand später Aufstellung im Kirchenschiff) der neuen zentralen Figur des Heiligen Aquilin. Sebastian und Andreas gesellen sich seitdem als Assistenzfiguren bei.
  14. Hans-Peter Trenschel: Die kirchlichen Werke des Würzburger Hofbildhauers Johann Peter Wagner. Kommissionsverlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 1968, S. 488 f.

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