Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH

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Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH
WVV Verwaltungsgebäude in der Bahnhofstraße
WVV Kundenzentrum (Zahlungsangelegenheiten) am Haugerring
WVV Kundenzentrum in der Domstraße

Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, kurz WVV, ist ein Würzburger Infrastrukturunternehmen mit den Schwerpunkten Energieversorgung (Strom, Gas, Trinkwasser, Fernwärme), Verkehrsdienstleistungen (ÖPNV, Parkplätze und -häuser) und Umweltdienstleistungen (Kompostwerk, Gebrauchtbörse, Solartankstellen). Das Versorgungsunternehmen ging am 23. Dezember 1965 aus den Stadtwerken Würzburg hervor und erwirtschaftete im Jahr 2016 mit 1.465 Mitarbeitern einen Konzernumsatz von 460,2 Millionen Euro.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH wurde am 23. Dezember 1965 als eine Dachgesellschaft gegründet, in der unter anderem auch die damaligen Stadtwerke Würzburg als Hauptenergielieferant und Vorgänger integriert wurden. Die Stadtwerke wiederum hatten ihren Ursprung in einem Gremium der Stadtverwaltung, welches sich zum Ziel setzte, die Stadt mit Gaslaternen auszustatten. Das Gremium wurde 1849 ins Leben gerufen, 1855 wurden dann erstmals 616 Straßen- und 150 Hauslaternen mit Gas versorgt. Die Gasversorgung erfolgte noch bis März 1874 dezentral, wurde dann aber mit einem Gaswerk in der Ständerbühlstraße (heute: Altes Gaswerk) gebündelt. Bis zum Anschluss an die Ferngasversorgung Ende der 50er Jahre wurde die Stadt von dort aus mit Gas versorgt. [2]

Parallel zur Gasversorgung wurde in Würzburg auch die Trinkwasserversorgung mit Wasserwerken (heute WVV-Tochterunternehmen „Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH") durch die Stadtwerke vorangetrieben, 1897 das erste Elektrizitätswerk in der Wallstraße errichtet und die bis 1900 als Pferdebahn betriebene Straßenbahn elektrifiziert (vgl. Geschichte der Straßenbahn) (heute WVV-Tochterunternehmen Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB)).

Gegenwärtig zählt die WVV als Organobergesellschaft fünf Tochtergesellschaften und ist an weiteren Unternehmen beteiligt. Die WVV befindet sich heute zu 100% im Besitz der Stadt Würzburg und versorgt neben dem Stadtgebiet zahlreiche Würzburger Gemeinden mit Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser.

Tochtergesellschaften und Beteiligungen (2016)[Bearbeiten]

Name der Tochtergesellschaft Anteilseigner Integrierte Gesellschaften
Stadtwerke Würzburg AG WVV 56,82%, Stadt Würzburg 20,45%, Thüga AG 22,73% Mainfranken-Netze GmbH (MFN), Heizkraftwerk Würzburg GmbH (HKW)
Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH WVV 100% Wassergewinnung Würzburg-Estenfeld GmbH
Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) WVV 74%, Stadt Würzburg 26% NVG Omnibus-Betriebsgesellschaft mbH (WSB 88%, Gerhard Wagner 12%), Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken GmbH (WSB 33,91%, NVG 10,17%)
Würzburger Hafen GmbH WVV 74%, Stadt Würzburg 26%
Würzburger Stadtverkehrs-GmbH WVV 66,67%, Sparkassenstiftung für die Stadt Würzburg 33,33%
Würzburger Bäder GmbH (WBG) WVV 100%


Weitere Beteiligungen der WVV:[1]

WVV in Zahlen (2016)[Bearbeiten]

Straßenbahn der Tochtergesellschaft WSB
  • Eigenkapital: 84,6 Millionen Euro
  • Investitionen: 35,9 Millionen Euro
  • Mitarbeiter im Durchschnitt: 1.465
  • Erlöse Stromverkauf: 1.119,1 Mio. kWh
  • Erlöse Fernwärmeverkauf: 305,0 kWh
  • Erlöse Gasverkauf: 2.076,8 Mio. kWh
  • Trinkwasserverkauf: 8,7 Mio. Kubikmeter
  • Fahrgäste im ÖPNV: 31,22 Millionen
  • Güterumschlag im Hafen in 1.000 Tonnen: 1.206,8
  • Kurzparker in 1.000: 2.581,1

Quelle: WVV Geschäftsbericht 2016

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jährliche Veranstaltungen, welche von der WVV oder deren Untergliederungen organisiert werden:

Sportfreunde WVV[Bearbeiten]

Die WVV hat mit dem Sportfreunde WVV e.V. den größten Betriebssportverein der Region Würzburg. Ins Leben gerufen wurde die Betriebssportgesellschaft im Januar 1957 durch eine Handvoll Straßenbahner. Inzwischen ist der Verein für alle Interessierten geöffnet, umfasst rund 900 Mitglieder und elf verschiedene Sportarten. Er zählt somit zu den größeren Sportvereinen Würzburgs, wird aber laut Eigenangaben von den anderen Sportvereinen nicht als Konkurrenz, sondern als Partner angesehen. [3] Für ihr Sportangebot wirbt die WVV gelegentlich auch in ihren Straßenbahn-Zügen. Auch ihr Vereinsheim befindet sich in einer ausgemusterten Straba.

WVV-Sängergruppe[Bearbeiten]

Die Sängergruppe der WVV wurde 1951 mit dem ersten Chorleiter Vinzenz Schmitt gegründet. Ein Jahr später gab es das erste Treffen und der Name „Sängergruppe der Würzburger Straßenbahn" wurde festgelegt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Albert Leisner gewählt. Seitdem gab es zahlreiche Auftritte in Würzburg, unter anderem bei den Würzburger Chormusiktagen. Zudem nahm der Chor an bundesweiten Wettbewerben teil[4]. Im Oktober 2011 feierte der Männerchor sein 60-jähriges Bestehen. Der gemischte Chor „WVV-Singers" hatte gleichzeitig sein 10jähriges Jubiläum[5]. Beide Gruppen haben sich in den letzten Jahren auch für Mitglieder außerhalb der WVV geöffnet.

Historisches Archiv der WVV[Bearbeiten]

Die WVV unterhält in der Ständerbühlstraße ein Historisches Archiv. Das Archiv der WVV befindet sich auf fünf Stockwerken im Turm des ehemaligen Gaswerk Würzburgs. 1875 wurde die Stadtgasproduktion aus der Bahnhofstrasse an den Fuß des Steinbergs verlegt. Der Turm wurde zwischen 1932 und 1934 im Stil der „Neuen Sachlichkeit" umgebaut und steht heute unter Denkmalschutz. Neben der Aufbewahrung betriebseigener Archivalien und Objekte ist auf den ersten beiden Stockwerken eine Schausammlung in musealer Präsentation mit Objekten aus der Konzerngeschichte zu sehen. Dabei werden die Themen Gas-, Wasser- und Stromversorgung mit dem zeitlichen Schwerpunkt in den 1920er und 1930er Jahren präsentiert.

Geöffnet ist das Archiv an jedem ersten Donnerstag im Monat von 14 bis 18 Uhr. Sollte der Öffnungstag auf einen Feiertag fallen, so wird am darauffolgenden Donnerstag geöffnet. Frau Lange, die Betreuerin des Archivs, ist jeden Dienstag bis Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr anzutreffen bzw. telefonisch unter 0931/361976 oder per E-Mail unter harchiv@wvv.de zu erreichen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 WVV Geschäftsbericht 2016
  2. WVV: Die Gasversorgung in Würzburg
  3. WVV-Sportfreunde
  4. WVV: Sängergruppe
  5. Main-Post zum Jubiläum der WVV-Sängergruppe 2011

WVV Standorte/Kontakt[Bearbeiten]

  • Hausanschrift:
Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH
Haugerring 5
97070 Würzburg
WVV-Servicetelefon: 0931 36-1155
E-Mail: info@wvv.de
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  • Weitere Standorte:
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