Tauberrettersheimer Königin

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Blick auf den westlichen Teil der Weinlage Tauberrettersheimer Königin

Tauberrettersheimer Königin (kurz: Königin) ist mit 45 Hektar die einzige Weinlage der Gemeinde Tauberrettersheim und das südlichst gelegene Weinanbaugebiet im Landkreis Würzburg.

Namensgeber

Namensgeber ist eine alte Flurlagenbezeichnung, die nach der Zuordnung zur Weinbauregion Franken beibehalten wurde.

Lage

Die beiden Weinberge der Weinlage befinden sich nördlich und nordöstlich der Gemeinde an den Südhängen (Hangneigung 20 bis 50 Prozent) des Taubertals. Die beiden Hänge sind durch einen Geländeeinschnitt, die Hänsigklinge, getrennt. Der östliche Hang in Richtung der Stadt Röttingen grenzt an die dortige Weinlage Röttinger Feuerstein.

Weinbau

Gedenkstein an die Bereinigung der Weinlage von 1978 bis 1980

In der Tauberrettersheimer Gemarkung wird bereits seit 1225 Wein angebaut. Das Schatzungsbuch von 1610 verzeichnet 46 Häckerfamilien. Um 1800 gab es noch 112 Hektar Weinberge mit 29 Lagenamen. Sowohl die Anbaufläche, als auch die Zahl der Lagenamen nahm mit der Zeit jedoch kontinuierlich ab: Frühere Lagenamen sind In der Lache, Königin, Köder, Am Obern, Scholler, In der Haardt, Brunnenberg, Sommerberg, Klingen, Mönchberg. In der amtlichen Parzellarkarte sind gegenwärtig im nördlichen Weinberg die Lagen Spitalberg, Köder, Roter Weinberg und im nordöstlichen Weinberg die Hohe Setz verzeichnet. Von 1978 bis 1980 erfolgte eine umfangreiche Flurbereinigung und Neuordnung der Weinberge. Heute wird die Sammelbezeichnung Tauberrettersheimer Königin für beide Weinberge bei der Vermarktung verwendet. Die Einzellage ist wiederum großlagenfrei, das heißt sie wird zu keiner Großlage hinzugeordnet.

Rebsorten

Angebaut werden auf den Muschelkalkböden Weiß- und Rotweine:

Der Vertrieb erfolgt größtenteils über die Gebietswinzergenossenschaft Franken (GWF) in Repperndorf.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Kartenausschnitte

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