Spätburgunder

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Blaue Spätburgunderrebe

Der Spätburgunder (auch: Schwarzklävner) ist eine spät reifende Rotweinsorte, die in Deutschland unter den Rotweinen den Spitzenplatz einnimmt. In geringerem Umfang wird er auch in Franken angebaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rebsorte Spätburgunder oder Pinot Noir zählt zur Burgunderfamilie. Diese gehört wohl zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Im 13. Jahrhundert wurde sie im Rheingau gepflanzt. Im 16. Jahrhundert stand sie vermutlich auch in der Pfalz.

In Deutschland sind heute rund 11.800 Hektar Rebfläche mit der Sorte Spätburgunder bestockt, das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent an der Gesamtrebfläche. In zehn Anbaugebieten zählt sie zu den Classic-Rebsorten.

Namensgeber[Bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert soll die Sorte aus dem Burgund an die Ahr gebracht worden sein.

Spätburgunder im Weinberg[Bearbeiten]

Die edle und sehr alte Sorte verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Am besten gedeiht sie in Rieslinglagen, also besten Lagen. Sind die Wachstumsbedingungen gut, lohnt die Mühe mit den schönsten Rotweinen der Welt.

Geschmack[Bearbeiten]

Spätburgunderweine werden überwiegend trocken ausgebaut und schmecken vollmundig-samtig mit fruchtigen Aromen und Nuancen von Mandel. Der typische Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Beim Ausbau im Barriquefass treten noch Vanille-Zimt-Anklänge hinzu. Traditionell wurden die besten Spätburgunder aus hochreifen Trauben gewonnen. Die daraus erzeugten Weine waren nicht sehr farbintensiv, mild, gerbstoffarm und von rostroter Farbe. Neben diesem klassischen Typ gewinnt der moderne Spätburgunder mit kräftigem Rot, mehr Gerbstoff, weniger Säure und häufig kurzer Lagerung im kleinen Eichenfass immer mehr an Bedeutung.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

Rotweine aus der Spätburgundertraube sind ideal für die kühlere Jahreszeit. Kräftige Varianten begleiten am besten Braten oder Wild oder auch eine Käseplatte. Als Weißherbst passt er zu Vorspeisen und weißem Fleisch, in gehobener Auslesequalität auch als Aperitif.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]