Manfred Scherk

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Manfred Scherk bei der Verleihung des Ehrenrings der Stadt Würzburg, 2001

Manfred Scherk (* 10. April 1931 in Greifenberg/Ostpommern; † 10. Februar 2019 in Würzburg) war Schulrektor, Kommunalpolitiker und SPD-Stadtrat in Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Manfred Scherk wurde am 10. April 1931 in der Kreisstadt Greifenberg (heute Gryfice in Polen) in eine preußische Beamtenfamilie geboren. Mit seiner Ehefrau Ingeborg hatte Scherk drei Kinder und fünf Enkel.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1944, im vierten Jahr am König Friedrich-Wilhelm Gymnasium Greifenberg schloss die Schule ihre Pforten. Für die Schüler folgten Arbeitseinsätze, z.B. bei der Kartoffelernte. Ab November erreichten Greifenberg Tag und Nacht Züge mit Frauen, Kindern und Alten, die vor den Kriegshandlungen an der Ostfront flohen. Die Greifenberger Mädchen kümmerten sich um die Frauen, Kinder und Alten, während die Jungen das Gepäck der Flüchtlinge versorgten. 1945 wurde dann auch Ostpommern Schauplatz des schrecklichen Kriegsgeschehens. Als die Familie nach zeitweiliger Trennung durch Kriegswirren wieder zusammengefunden hatte, übersiedelte sie schließlich nach Oberschwarzach am Steigerwald.

Ab 1946 setzte Scherk seine Schullaufbahn im zerstörten Würzburg fort. Hier wohnte er im Kilianeum und legte am Alten Gymnasium im Jahr 1949 sein Abitur ab. Ab 1950 studierte er ein Semester Philosophie an der Universität Würzburg, belegte anschließend drei Semester am Institut für Pädagogik. 1952-55 war er als Lehramtsanwärter beschäftigt. Nach dem 2. Staatsexamen übernehm er die Leitung einer Einklassschule in Schnepfenbach, anschließend in Rimbach. Als Ausbildungslehrer der neu gegründeten Pädagogischen Hochschule wurde er dann nach Würzburg an die Waltherschule in Heidingsfeld versetzt.

Aus dieser Stellung wurde er von seinem Dienstherrn für vier Semester zur Ausbildung als Lehrer an Gehörlosen-, Schwerhörigen- und Sprachheilschulen an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg abgeordnet. Nach dem erfolgreichen Abschluss engagierte er sich im Aufbau der staatlichen Schwerhörigenschule (heute Dr.-Karl-Kroiß-Schule) in Würzburg und leitete diese, bis sie in die Trägerschaft des Bezirks wechselte.

Schulrektor in der Lindleinsmühle[Bearbeiten]

Im Anschluss wurde er zum Rektor der Gustav-Walle-Schule im Stadtbezirk Lindleinsmühle ernannt. Scherk machte sich auch auf Landesebene um die Schulentwicklung verdient. 1990 diskutierte er mit Kultusminister Hans Zehetmair vor der Regierungsschulabteilung die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule mit Mittlerer Reife. An der Gustav-Walle-Schule wirkte Scherk bis zu seiner Pensionierung 1995. Seine Schüler verliehen ihm zum Abschied symbolisch einen „Oscar”, eine geschnitzte Holzfigur seines Abbildes und ein von Schülerin Sylvia Dittfeld gezeichnetes Porträt.

Parteizugehörigkeit[Bearbeiten]

SPD-Flyer zur Kommunalwahl 1990

Seit 1963 war er SPD-Mitglied.

Stadtrat in Würzburg[Bearbeiten]

Scherk war von 1968 bis 2002 Mitglied im Würzburger Stadtrat. Während dieser Zeit machte er sich mit Schul-, Kultur-, Umwelt- und Umlegungspolitik einen Namen. In der Kommunalpolitik war er in zahlreichen Funktionen tätig; u.a.

  • als Aufsichtsratsvorsitzender der Hafen GmbH Würzburg
  • als Verbandsrat im Zweckverband Abfallwirtschaft des Müllheizkraftwerkes
  • als Fachberater für Umwelt im Umweltausschuss des bayerischen Städtetages
  • als Mitglied verschiedener Stadtratsausschüsse, insbesondere des Schul- und Kulturausschusses, des Bauausschusses (hier u.a. Durchsetzung der Baugenehmigung für das Museum am Dom), des Planungs- und Umweltausschusses, des Sozialhilfesausschusses, des Personalausschusses und des Stiftungsausschusses
  • als Mitglied des Sportbeirats und später des Seniorenbeirats

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Scherk engagierte sich langjährig in zahlreichen Organisationen, darunter insbesondere:

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Orden und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]