Auwera

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Die Bildhauerfamilie van der Auwera [1] kommt aus Mecheln in Brabant. Dort wurde am 17. Februar 1672 ihr erster Vertreter, der Bildhauer Jakob van der Auwera, als Sohn eines Notars geboren.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Mit dem Maler Oswald Onghers, der ebenfalls aus Mecheln stammt, geht die künstlerische Ahnenreihe der Bildhauerfamilie mütterlicherseits um eine Generation weiter zurück. Onghers war der Schwiegervater Jakob van der Auweras und somit der Großvater Johann Michael Joseph van der Auweras, des ersten Auber Auwera. Jakob van der Auwera ist durch den Auftrag eines Elfenbeinkreuzes für die Familie des regierenden Fürstbischofs Carl Philipp von Greiffenclau ab 1702 archivalisch in Würzburg belegbar.

Am 8. Februar 1706 heiratete Jakob van der Auwera Maria Christine Onghers, eine Tochter Oswald Onghers. Dieser Ehe entstammen vier Kinder, eine Tochter Maria Margareta und drei Söhne: Wolfgang, Lukas und Johann Michael Joseph. Ein Sohn Wolfgang van der Auweras, Adam Bernhard, wurde Maler; die Kinder von Lukas van der Auwera starben im Säuglingsalter; Maria Margareta blieb ledig und wurde nur 45 Jahre alt. Allein durch die Kinder von Johann Michael Joseph van der Auwera wurde die Bildhauertradition der Familie fortgesetzt, wenn auch in bescheidenerem Ausmaß. Aus dessen Ehe mit Maria Anna Ley gingen die Brüder Johann Georg Auwera und Michael Joseph Auwera hervor. Die Ehe von Michael Joseph mit Elisabeth Lochner blieb kinderlos. Johann Georg heirate Maria Margarete Schmidt; deren Sohn Franz Auwera, der ebenfalls Bildhauer war, starb bereits im Alter von 26 Jahren.

Künstlerische Bedeutung[Bearbeiten]

Die Bildhauerfamilie Auwera umfasst insgesamt mit vier Generationen von sieben Bildhauern eine Zeitspanne von nahezu 150 Jahren. Sie beginnt 1672 mit dem Geburtsjahr von Jakob van der Auwera und endigt 1823 mit dem Todesjahr von Johann Georg Auwera.

Bildhauer aus der Familie Auwera[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band 2, Aubanusverlag, Wolfratshausen 1987

Anmerkung[Bearbeiten]

  1. Die Schreibweise van der Auwera findet man in verschiedenen Variationen (Aura, Avera, Auvera u.ä.m.) Aufgrund der Ahnenforschung des Herrn Bernhard van der Auwera (Oldenburg) ist der Namenszug van der Auwera der Übliche. (Quelle: Eckhard Mainka: Die künstlerische Beziehung des Hofmalers Clemens Anton Lünenschloß zum Hofbildhauer Jacob van der Auwera während der Regentschaft des Fürstbischofs Christoph Franz von Hutten in: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst Band 32, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. 1980, S. 146-153)