Gartenamt

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Das Gartenamt der Stadt Würzburg ist für die Belange des öffentlichen Grüns in Würzburg zuständig, welches mit ca. 1550 ha etwa 18% der Stadtfläche einnimmt. Das Amt befindet sich in der Robert-Bunsen-Straße 10 und wird geleitet von Dieter Müller.

Aufgaben[Bearbeiten]

Zu den Aufgaben des Gartenamts zählen die Landschafts- und Grünordnungsplanung, der Betrieb und die Verwaltung der städtischen Grünflächen, der Betrieb einer Gärtnerei und einer Baumschule sowie die Bürgerberatung. Für die Bewirtschaftung des Stadtwaldes und der Parkwälder ist im Speziellen der städtische Forstbetrieb zuständig.

Städtische Grünflächen[Bearbeiten]

Stadtwald[Bearbeiten]

Der Würzburger Stadtwald erstreckt sich südwestlich des Steinbachtals bzw. westlich von Heidingsfeld bis zur Stadtgrenze, wo er in den Guttenberger Wald (gemeindefrei) und den Juliusspitalwald (Reichenberg) übergeht. An der Grenze zu Reichenberg ist ein Areal als Naturwaldreservat Waldkugel ausgewiesen. Der Wald wird ist auch als Heidingsfelder Stadtwald bekannt, da er sich auf Heidingsfelder Gemarkung befindet.

Die Bezeichnung Stadtwald wird auch als Sammelbegriff für alle Waldflächen innerhalb des Stadtgebietes verwendet, die insgesamt knapp 1000 ha Fläche umfassen. Neben dem oben genannten zählen dazu insbesondere die Waldflächen entlang des Dürrbachtals und im Gebiet der ehemals eigenständigen Gemeinde Versbach.

Landschaftsparks und Parkwälder[Bearbeiten]

Grünanlagen, Uferbegrünung[Bearbeiten]

Gärten[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet sind folgende öffentliche Gärten angesiedelt: Lusamgärtchen, Japanischer Trockengarten, Kaisergärtchen, Reuerergarten, Kneippgarten sowie die Begrünung am Siebold-Denkmal (Geschwister-Scholl-Platz) und die Linde an der Umweltstation.

Zudem finden sich auf dem Gelände der Landesgartenschau 1990 weitere Gärten: Staudengarten, Ökogarten, Garten auf der Zeller Bastion, Kneipp-Heilpflanzengarten, Rosengarten, Japanischer Garten, Schottischer „Hochland"Garten, Garten am Normannischen Haus, Wicklow Garten, Fliedergarten, Musterkleingärten Höchberger Graben und Neutor Graben, Streuobsthang

Straßenbegleitgrün[Bearbeiten]

Zum Straßenbegleitgrün zählen Alleebäume, Grünstreifen und Verkehrsinseln. Insbesondere letztere erfuhren in den Jahren 2001-2008 vielerorts eine grundlegende Umgestaltung. Im Zuge des Projekts Silbersommer entstanden mit Steinen versetzte Staudenmix-Pflanzungen, die den Eindruck „blühende Steppen“ erzeugen. Die pflegeleichten und optisch attraktiven Flächen zeigen einen vielfältigen Bewuchs, der sich jahreszeitlich wandelt. [1]

Sonstige Grünflächen[Bearbeiten]

Darüber hinaus zählen zum städtischen Grün auch zahlreiche Spiel- und Bolzplätze, einige Kleingartenanlagen, die Friedhöfe sowie die Hunde-Freilaufflächen.

Geschichte des Gartenamts[Bearbeiten]

In früheren Jahrhunderten waren Gartenanlagen meist herrschaftliche Besitztümer und der Öffentlichkeit vorenthalten. In Würzburg ist hier insbesondere der Hofgarten zu nennen, dessen Gestaltung und Pflege zu Zeiten des Hochstifts Würzburg dem fürstbischöflichen Hofgärtner oblag. Zahlreiche Gärten gab es auch an den Adelshöfen und innerhalb der Klöster.

Einige Jahre nach dem Beginn der Entfestigung der Stadt vergab die Stadt Würzburg 1880 erstmals die Position eines Stadtgärtners. Hauptaufgabe war bis zur Jahrhundertwende die Umgestaltung des ehemaligen Glacis um die Stück für Stück weichende Stadtbefestigung zu einem Landschaftspark im englischen Stil: Der erste Stadtgärtner, Jöns Person Lindahl, schuf ab 1880 den Ringpark als Gesamtwerk, sein Nachfolger Engelbert Sturm vollendete die Anlage mit dem Klein-Nizza.

Im Zuge der Neuerrichtung von Wohngebieten in der Sanderau und im Frauenland wurden viele Straßen als Alleen gestaltet. Die städtische Baumschule und Gärtnerei stellte damals auch dem Verschönerungsverein unzählige Bäume und Pflanzen zur Verfügung für die vielen entstehenden Grünanlagen des Vereins, die heute fast alle zum stadteigenen Grün gehören.

Bereits 1875 bestand eine städtische Baumschule am Gelände des heutigen Hauptfriedhofs, auf Grund von Platzmangel zog sie 1911-14 mit dem Gartenamt in die Mönchbergstraße um. Die Einrichtung mit Baumschule und Gärtnerei wurde durch Kriegseinwirkung 1945 zerstört und in den Folgejahren wieder errichtet. 1985 erfolgte dann wiederum ein Umzug auf ein größeres Gelände in der Robert-Bunsen-Straße (Gewerbegebiet Würzburg-Ost).

Kontakt[Bearbeiten]

Städtisches Gartenamt
Robert-Bunsen-Straße 10
97076 Würzburg
Telefon: 0931 - 29 92 3 - 0
E-mail: gartenamt@stadt.wuerzburg.de
Forstbetrieb
Rathausplatz 2
97084 Würzburg-Heidingsfeld
Telefon: 0931 - 65 87 2

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks, Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konzept Silbersommer