Mainwiesen

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Mainwiesen von der Brücke der Deutschen Einheit aus gesehen

Als Mainwiesen werden in Würzburg Abschnitte des Mainufers bezeichnet, die je nach Quelle unterschiedlich lokalisiert und dimensioniert werden:

  • Im „klassischen“ Sprachgebrauch wird mit Mainwiesen der Zellerauer Mainuferbereich zwischen der Friedensbrücke und der Stadtgrenze Würzburgs zu Zell am Main bezeichnet. Durch die Wiesenflächen führt ein Fuß- und Radweg. Der innenstadtnahe Bereich zwischen den Sportanlagen in der Mainaustraße und Brücke der Deutschen Einheit wird regelmäßig für große Veranstaltungen genutzt (z. B. Umsonst und Draussen, Africa-Festival). Hier findet auch der städtische Flohmarkt statt. Dieser Abschnitt wird auch als „Talavera Mainwiesen“ (aufgrund der Nähe zur Talavera) bzw. „Mainwiesen-Messegelände“ bezeichnet. So findet auf den Mainwiesen alle zwei Jahre die Mainfranken-Messe statt. Angrenzend befinden sich diveres Sportanlagen, beispielsweise die Sepp-Endres-Sportanlage. Die Flächen weiter in Richtung Zell dienen vor allem der Naherholung, es gibt unter anderem einen Grillplatz, einen Skatepark, eine Hundefreilauffläche und diverse Spielgeräte für Kinder.
  • In einzelnen Publikationen wird auch die Grünfläche entlang des Sanderauer Mainufers als Mainwiesen bezeichnet. Entlang des Ufers führen getrennt ein Rad- und ein Fußweg (letzterer unmittelbar im Uferbereich des Mains, Saumpfad). Diese Flächen dienen ebenfalls der Naherholung und werden im Sommer bevorzugt als Liegewiesen genutzt. Auf den Sanderauer Mainwiesen gibt es auch zwei Grillplätze und einen Spielplatz.
  • Andere Quellen, unter anderem das Gartenamt der Stadt, bezeichnen als Mainwiesen zusammenfassend den Bereich zwischen der Stadtgrenze zu Zell am Main bis nach Randersacker beziehungsweise auf Heidingsfelder Seite bis zum ehemaligen Bayla-Gelände. Laut Gartenamt umfasst dieser Bereich 1.100 Parkbäume auf 33 Hektar Fläche. [1]

Baden im Main[Bearbeiten]

Das Baden ist grundsätzlich erlaubt und aufgrund der guten Wasserqualität des Flusses bedenkenlos möglich, es müssen jedoch Sicherheitsabstände zu Schleusen, Brücken, Hafen und fahrenden Schiffen eingehalten werden. Würzburg hatte früher auch mehrere Flussbäder am Main - das letzte schloß mit der Eröffnung des Dallenbergbades.

Baumfällaktion[Bearbeiten]

Für Aufsehen sorgte die Ankündigung des Gartenamtes, 150 Holzpappeln im Bereich der Mainwiesen zu fällen. Die Fällaktion sei laut Gartenamt aus Sicherheitsgründen notwendig, da die rund 40-50 Jahre alten Bäume einen starken Grünast-Bruch im Sommer hätten. Dies wäre für die Nutzer der Grünanlagen gefährlich, da diese durch herabfallende Äste getroffen werden könnten. Im Bereich der Mainwiesen verläuft unter anderem auch der überregionale Main-Radweg. [1] [2]

Im Jahr 2012 wurden etwa 60 der geplanten 150 Pappeln gefällt. 2013 wurden rund 40 Bäume gefällt, [3] 2014 dann die restlichen noch dafür vorgesehenen Bäume. Gegner der Fällaktion sprachen von einer „Pappel-Hysterie“. [4] Betroffen von den Fällungen sind auch Bäume, die damals Würzburger Bürger gespendet haben. Die gefällten Bäume wurden zeitlich parallel durch 200 neue Bäume ersetzt. [5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Main-Post: „Mainwiesen: 150 Holzpappeln werden gefällt“ (12. Dezember 2011)
  2. Main-Post: „Sicherheitsgründe: Pappeln an den Mainwiesen werden gefällt“ (10. Januar2012)
  3. Main-Post: „Ab Montag werden wieder 40 Großpappeln am Main gefällt“ (11. Januar 2013)
  4. Main-Post: „Experte spricht von Pappel-Hysterie“ (3. Februar 2012)
  5. Main-Post: „Mit Motorsägen an die Pappeln“ (3. Februar 2014)