Mainviertel

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Luftbild des Mainviertels und der Festung
Die Katzengasse

Das Mainviertel (umgangssprachlich: Meeviertel) zählt zu den ältesten Ansiedlungen im Würzburger Stadtgebiet. Es erstreckt sich am linken Mainufer von der Löwenbrücke bis zur Friedensbrücke sowie den Hang des Marienbergs hinauf bis zur Festung Marienberg. Das Mainviertel ist ein Stadtteil des Stadtbezirks Altstadt.

Lage[Bearbeiten]

Das Mainviertel ist der einzige linksmainische Stadtteil der Altstadt. Es erstreckt sich zwischen Main und Marienberg von der Bastion im Süden bis zum Gelände der Landesgartenschau im Norden.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Marienberg fanden sich Reste einer alten keltischen Fliehburg (um 1000 v.Chr.). Unterhalb der späteren Festung entstand ab der Mitte des 8. Jahrhundert ein Siedlungsgebiet. Etwas nördlich liegt die Furt (an der Stelle der Alten Mainbrücke), welche zum dort gleichzeitig entstehenden Siedlungsgebiet führt. 748 entsteht das St.-Andreas-Kloster (heute St. Burkard). Das Kloster brannte aber ab und wurde an gleicher Stelle ab 1033 neu erbaut. 1010 wurde im Mainviertel die Fischerzunft gegründet. Allgemein hatte die Fischerei im Mainviertel einen hohen Stand, da viele Bewohner dieser Zunft angehörten. In Folge dessen gab es in diesem Stadtteil auch zahlreiche Fischerhäuser, von denen heute nur noch die Schiffbäuerin existiert. Die Würzburger nannten ihr Meeviertel deshalb auch Fischerviertel. 1133 wird die Mainbrücke erbaut. Möglicherweise wohnte Friedrich I. Barbarossa während der Hochzeitsfeierlichkeiten in seinem Königshof östlich der Festung am Schottenanger. Dieser Hof geht 1219 in den Besitz des Deutschen Ordens über.

  • 1134 errichteten irische Benediktiner eine Herberge zur Verpflegung von Pilgern. 1139 wurde dort das Benediktinerkloster St. Jakob gegründet.
  • Am 15. April 1558 wurde Bischof Melchior Zobel von Giebelstadt und sein Kämmerer im Mainviertel erschossen. 1663 wird der Westchor von St. Burkard unter Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn abgebrochen. Der Platz wurde für neue Befestigungsmauern und einen Umlaufkanal benötigt.
  • In den 1730er Jahren zog das Brauhaus in das von Balthasar Neumann umgebaute fürstliche Waschhaus in die Schloßgasse 3 um. Am 1. Juli 1863 geht das königliche Hofbräuhaus in den Besitz eines Bamberger Bierbrauereibesitzers über.
  • 1809/10 wird in der Burkarderstraße ein Militärgefängnis im klassizistischen Stil gebaut. 1857 wird es zum Frauenzuchthaus. Als die französischen Truppen unter Napoleon vom bayerischen Heer aus der Kernstadt zurückgedrängt wurden, zogen sie sich am 26. Oktober 1813 in das Mainviertel zurück. Erst am 28. März 1814 konnten die Franzosen aus Würzburg verdrängt werden.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Vereine und Organisationen[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten]

WuF-Zentrum

Museen und Galerien[Bearbeiten]

Das Spitäle

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Sportanlagen[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

In der kostenlosen Stadtteilzeitung Meeviertel-Anzeiger werden monatlich Bürgerinformationen aus den Stadtteilen von Würzburg und Umgebung veröffentlicht.

Grünanlagen/Naherholung[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Mehrere Haltestellen der Straßenbahn befinden sich rund um das Viertel: Die Wörthstraße im Westen, die Haltestellen Haltestelle Neunerplatz und Talavera im Norden, die Haltestelle Rathaus auf der anderen Mainseite und im Süden die Haltestelle Löwenbrücke. Direkt angefahren wird das Mainviertel lediglich von der Buslinie 7 (Sanderring-Zellerau). Die Linie 9 verkehrt im Sommerhalbjahr von der Residenz durch die Zellerau zur Festung.

Hauptstraßen[Bearbeiten]

Die linksmainische Uferstraße (Saalgasse bzw. Dreikronenstraße) durchquert das Viertel in Nord-Süd-Richtung zwischen der Friedensbrücke und der Löwenbrücke. Eine weitere Hauptverkehrsstraße ist die Zeller Straße, welche die Uferstraße und die Alte Mainbrücke mit der Zellerau verbindet.

Parken[Bearbeiten]

Das Parkhaus Alte Mainbrücke mit 124 Stellplätzen befindet sich unmittelbar neben dem Spitäle. Ein gebührenpflichtiger Parkplatz besteht vor dem Nautiland.

Fahrradverkehr[Bearbeiten]

Entlang der Burkarderstraße und Leonhard-Frank-Promenade führt ein Radweg mit überregionaler Anbindung. Beim Biergarten Goldene Gans (Unterführung an der Burkarderstraße) befindet sich die Fahrradstation, eine bewachte Fahrrad- und Gepäckaufbewahrung.

Sonstiges[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Meyer-Erlach: Das Mainviertel in Würzburg. In: Die Mainlande, 3. Jahrgang (1952) S. 3
  • Jörg Lusin: Würzburg, wie es früher war. Band 1. Mainpresse Zeitungsverlagsgesellschaft mbH & Co, Würzburg 1999
  • Jörg Lusin: Würzburg, wie es früher war. Band 2. Mainpresse Zeitungsverlagsgesellschaft mbH & Co, Würzburg 2000

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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