St. Andreas (Sanderau)

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Blick auf die Pfarrkirche St. Andreas in der Sanderau

Die katholische Pfarrkirche St. Andreas liegt im Würzburger Stadtbezirk Sanderau in der Breslauer Straße.

Patronat[Bearbeiten]

Der Apostel Andreas wurde als Patron gewählt, weil der Dom - einst dem Hl. Andreas geweiht - in „Kiliansdom“ umbenannt wurde. Andreas war ebenso wie sein Bruder Simon Petrus ein Apostel Jesu Christi. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Infolge der gestiegenen Einwohnerzahl in der Sanderau wurde die Kirchengemeinde St. Andreas durch Beschluss des Bischöfliches Ordinariats am 8. Juni 1962 errichtet. Die Suche nach einem geeigneten Bauplatz für die neue Pfarrkirche zog sich hin. Als Mitte der 1960er Jahre die große Bautätigkeit in der südlichen Sanderau begann, konnte die Kirchenverwaltung St. Andreas an der neu entstandenen Breslauer Straße ein Gelände von 3.800 m² erwerben. Mit der Planung der Kirche und des Pfarrzentrums wurde Architekt Lothar Schlör, gebürtiger Sanderauer mit Architekturbüro in München, beauftragt.

Die Pfarrkirche St. Andreas wurde ab 1967 erbaut, die Vorarbeiten aber bereits im Herbst 1965 begonnen. Am 17. September 1967 fand durch Pfarrer Bruno Zeisner die Feier der Grundsteinlegung statt. Am 30. November 1968 wurde sie von Bischof Josef Stangl konsekriert.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die quadratische Anlage aus Sichtbeton mit schrägem Pyramidendach wurden nach Plänen von Lothar Schlör aus München erbaut. Das Kirchenschiff hat die Form einer Pyramide, die das Zelt Gottes unter den Menschen symbolisieren soll. Die innere Höhe der Pyramide ist gleich der Seitenlänge des Quadrats. Unter dem höchsten Punkt der Pyramide steht der Altar. Das Gebäude ruht auf Schotterpfählen, die acht Meter tief in den Boden gerammt wurden.

Innenraum[Bearbeiten]

Das Altarkreuz aus Aluminiumguss mit fünf Amethysten verziert ist ein Werk vom Vasbühler Künstler Max Walter aus dem Jahr 1974. An der Wand hinter dem Priestersitz hat der Würzburger Künstler Max Fritz drei Wandbehänge geschaffen, die die Anbetung der Hirten, die Passion Christi und das Abendmahl darstellen und im Laufe des Kirchenjahres entsprechend gewechselt werden. An der nördlichen Kirchenwand ist die Hälfte einer Doppelmadonna aus Sandstein aus dem Jahr 1698, die ehemals vor der Wallfahrtskirche Maria im grünen Tal in Retzbach aufgestellt worden war. Da sie sehr verwittert war, wurde für dort von dem Würzburger Bildhauer Adolf Friedrich eine Kopie geschaffen, das Original wurde hierher gebracht.

An der Ostwand hängen fünf Passionsbilder aus Holz von Max Walter und an der West- und Nordwand sind anstatt der sonst üblichen Apostelleuchter in zwölf Nischen die Namen der Apostel in Mosaik eingeschrieben.

Die Orgel baute Norbert Krieger aus Retzbach im Jahre 1973.

Das Gotteshaus bietet insgesamt 1.500 Besuchern Platz.

Sakraments- und Werktagskapelle[Bearbeiten]

Die Kapelle befindes sich im südlichen Teil der Kirche und hat einen Zelebrationsaltar aus Beton. Der Bronzetabernakel von Max Walter aus dem Jahr 1969 wird von einem stilisierten Lebensbaum mit fünf Kerzen getragen. Neben einer Holzfigur des Kirchenpatrons Andreas hängen an der Südwand sieben Ikonen von Karl-Heinz Füllbier aus Bad Kissingen aus den Jahren 1980-1986 (von links nach rechts):

  • Maria, Hilfe der Christen
  • Christus, der Herr der Herrschenden (im Eigentum der Unio Catholico, Würzburg)
  • Geburt Christi
  • Taufe Christi
  • Verklärung Christi auf dem Berge Tabor
  • Erweckung des Lazarus: Jesus, umgeben vom Propheten Jesaya und den Aposteln Petrus und Andreas.

Taufkapelle[Bearbeiten]

Links neben dem Haupteingang befindet sich die Taufkapelle mit nur einer Lichtöffnung, die genau oben über dem Taufbrunnen aus Beton ist. Das Kreuz mit Bronzekorpus wurde 1980 von Adolf Friedrich aus Würzburg gestaltet. Das Gemälde von Alfons Klühspies von 1974 zeigt eine abstrakte Darstellung „Das Licht besiegt die Finsternis". Das Emaille-Bild von Lil Schulz aus München zeigt Noah mit der zerbrochenen Arche und wurde von Isolde und Heinrich Ragaller gestiftet.

Seelsorger (Auswahl)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Hubert Betz: Vor 50 Jahren: Grundsteinlegung in St. Andreas. in: Sanderauer Pfarrbrief, Winter 2017, S. 19
  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt, 1992, S. 57 f.

Hinweise[Bearbeiten]

  1. Informationen über den Apostel Andreas bei Wikipedia [1]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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