Mainschleifenbahn

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Bahnstrecke der Mainschleifenbahn
Schienenbus der Mainschleifenbahn

Die Mainschleifenbahn, richtiger die ehemalige KBS 418a Seligenstadt-Volkach ist eine 10,6 km lange Stichbahn der Ludwigs-West-Bahn zwischen Würzburg und Schweinfurt am Bahnhof Seligenstadt rechts abzweigend bis zur Mainschleife nach Volkach (Landkreis Kitzingen).

Bahnhof Prosselsheim
Zug am Endhaltepunkt Volkach-Astheim

Geschichte[Bearbeiten]

Bahnhöfe und Haltepunkte[Bearbeiten]

Bahntechnische Besonderheiten[Bearbeiten]

Behelfsbrücke Volkach[Bearbeiten]

Nach dem Kriege 1949 wurde die im Krieg zerstörte Mainbrücke durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Diese war eine kombinierte Bahn- und Straßenbrücke. Aus Richtung Vogelsburg kommend mündete die Bahnstrecke von links kommend auf die Brücke hinein und verlief in deren Mitte. Auf Volkacher Seite verließen die Gleise die Brücke wieder in einer Rechtskurve. Um den Verkehr zu regeln befand sich auf Astheimer Seite ein Bahnwärterhaus auf der Brücke. Sobald sich ein Zug angkündigte wurden die Schranken für den Autoverkehr geschlossen und nach dem Passieren des Zuges wieder geöffnet. Durch eine Hauptuntersuchung der Stahlbrücke Anfang der 90er Jahre wurde festgestellt, dass diese die Gewichtsbelastung der noch wenigen verkehrenden Güterzüge (Übergabezüge mit Kesselwagen für das Tanklager Volkach) für die Brücke zu hoch und der Bahnbetrieb einzustellen sei. Die Brücke wurde 2011 abgerissen, nachdem parallel ein Neubau als reine Straßenbrücke errichtet wurde. Endpunkt der Schienenstrecke ist seitdem der Haltepunkt Volkach-Astheim unmittelbar vor der neuen Brücke auf rechtsmainischer Seite.

Steilstrecke Astheim-Escherndorf[Bearbeiten]

Zwischen den Haltepunkten Astheim und Escherndorf verfügt das Netz der Deutschen Bahn über eine der steilsten Gleisabschnitte im gesamten Streckennetz: auf knapp 4 km Länge wird ein Höhenunterschied von etwa 100 m überwunden. Dabei verläuft die Strecke aus dem Maintal entlang der Flanke des Vogelsbergs bis auf das Hochplateau. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, waren im Bahnbetriebswerk Würzburg für den Einsatz auf dieser Strecke spezielle Diesellokomotiven der Baureihe 213 im Einsatz. Diese umgebauten Loks der ursprünglichen Baureihe 211 verfügten über eine geändertes Übersetzungsgetriebe und stärkere Druckluftbremsen.

Weichenausbau 1998[Bearbeiten]

Die Deutsche Bahn entschied sich am 17. Oktober 1998 die Weiche, die die Verbindung zwischen der Hauptstrecke und der Mainschleifenbahn am Bahnhof Seligenstadt darstellte, auszubauen. Damit wurde sowohl eine mögliche Mitnutzung des Bahnhofs Seligenstadt als Umsteigepunkt, wie auch eine Direktverbindung der Züge nach Würzburg oder Schweinfurt definitiv unmöglich. Die Mainschleifenbahn fristet seit dem ein „Inseldasein“. Das heißt beispielsweise, bei größeren Reparaturen des rollenden Materials muss jeweils ein Schwertransporter für den Straßentransport organisiert und finanziert werden.

Heutige Bedeutung[Bearbeiten]

Der Förderverein Mainschleifenbahn befährt die Strecke in den Sommermonaten an Samstagen und Sonntagen fahrplanmäßig. Sonderfahrten im Advent oder zum Weinfest in Volkach werden ebenfalls angeboten. Der Personenbeförderung dient eine zweiteilige Schienenbusgarnitur (Steuerwagen + Motorwagen) der Bauart Uerdingen (Baujahr 1960) im roten Original-Anstrich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Förderverein Mainschleifenbahn (Hrsg.): Rund um die Mainschleifenbahn. Fotos - Fakten - Fahrzeuge. Verlag Karl Hart, Volkach 2008 (Stadtbücherei Würzburg Dhl Run)
  • Georg Wolfgang Schramm: Die Mainschleife und ihre Eisenbahn. Bilder, Geschichte und Geschichten. Verlag Karl Hart, Volkach 2009 (Stadtbücherei Würzburg Dhl Schra)

Weblinks[Bearbeiten]