Kapuzinerkloster Ochsenfurt

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Geschichte des Ochsenfurter Kapuzinerklosters begann 1664 und endete mit der Aufhebung durch den bayerischen König Ludwig I. von Bayern 1828.

Kapuzinerorden[Bearbeiten]

Die Kapuziner, eigentlich Orden der Minderen Brüder Kapuziner, lateinisch Ordo Fratrum Minorum Capucinorum (Ordenskürzel: OFMCap), sind ein franziskanischer Bettelorden, deren Name sich von der Kapuze des Franziskanerhabits ableitet. Die Kapuziner und bilden heute – neben den Franziskanern (OFM) und den Minoriten (OFMConv) – einen der drei Zweige des ersten Ordens des Hl. Franziskus.

Die Anfänge der Kapuziner in Ochsenfurt[Bearbeiten]

Nachdem Papst Gregor XIII. dem Kapuzinerorden 1574 erlaubt hatte, sich über die Alpen auszubreiten, kamen die Mönche sehr schnell auch nach Bayern. Die erste Kapuzinergemeinschaft auf unterfränkischem Boden gab es 1615 in Würzburg. Im heutigen Bistum Würzburg gründeten sie im 17. und 18. Jahrhundert fünf weitere Klöster. Ab 1644 betrieben zwei Patres die Gründung des Ochsenfurter Klosters. Im Jahr 1646 bat die Stadt beim Kapuzinergeneral in München formell um die Gründung eines Klosters. 1664 erlaubte Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn den Baubeginn. 1711 trennte sich die Fränkische von der Bayerischen Kapuzinerprovinz.

Wirken in Ochsenfurt[Bearbeiten]

18 Ordenspriester und Brüder wirkten als Prediger in der Seelsorge von Ochsenfurt und Umgebung. In der Säkularisation von 1803 wurde das Kloster nicht aufgehoben.

Das Ende des Kapuzinerklosters[Bearbeiten]

Gegen den erklärten Widerstand der Bevölkerung verfügte der bayerische König Ludwig I. von Bayern mit Dekreten von 1826 und 1828 die Auflösung. Die Liegenschaften des Klosters wurden 1. Mai 1829 von der Stadt Ochsenfurt erworben, die dort ab 1835 Pfründer des Spitals unterbrachte.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

1973 wurde das Klostergebäude abgerissen und auf dem Gelände das Seniorenheim Haus Franziskus errichtet. Vom ehemaligen Kloster sind noch der Kreuzgang und die Kirche erhalten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]