Kapuzinerkloster Würzburg

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Die Geschichte des Würzburger Kapuzinerklosters auf dem Nikolausberg ist eng mit der Marienwallfahrt zum Käppele verbunden.

Kapuzinerorden

Die Kapuziner, eigentlich Orden der Minderen Brüder Kapuziner, lateinisch Ordo Fratrum Minorum Capucinorum (Ordenskürzel: OFMCap) hatten sich 1528 von den Franziskanern durch die Bulle Religions zelum abgespalten. Zu Beginn war ihnen nur laienmäßige Beschäftigung erlaubt wie Handarbeit, Krankenpflege oder Laienexhorte, es bestand ein Studienverbot. Später wurde die Konstitution neu gefasst und die Predigt betont. Dafür wurde ein Theologiestudium als notwendig erachtet, um der Aufgabe als Seelsorgeorden gerecht zu werden. Das Studium diente als Fundament für Predigt und Gebet. Als 1574 die ursprüngliche Einschränkung des Ordens auf Italien aufgehoben wurde, verbreiteten sich die Kapuziner in Frankreich, im deutschsprachigen Raum und den Niederlande. 1668 wurde der bayrische Orden von der Tiroler Provinz aus gegründet, 1711 spaltete sich die Fränkische Provinz davon ab. Die Kapuziner bilden heute – neben den Franziskanern (OFM) und den Minoriten (OFMConv) – einen der drei Zweige des ersten Ordens des Hl. Franziskus.

Namensgeber

Der Name lässt sich von der spitzen Kapuze des kastanienbraunen Franziskanerhabits ableiten. Zum Ordenskleid gehört ein weißer Strickgürtel mit Rosenkranz sowie ein kurzer Rundmantel und Sandalen. Obligatorisch ist das Tragen eines Bartes.

Die Anfänge der Kapuziner in Würzburg

Nachdem Papst Gregor XIII. dem Kapuzinerorden erlaubt hatte, sich über die Alpen auszubreiten, kamen die Mönche sehr schnell auch nach Bayern. Die erste Kapuzinergemeinschaft auf unterfränkischem Boden gab es ab 1615 in Würzburg im Kapuzinerkloster St. Kilian und St. Franziskus. Im heutigen Bistum Würzburg gründeten sie im 17. und 18. Jahrhundert fünf weitere Klöster. Zum Käppele kamen die Kapuziner 1749 und kümmerten sich dort von Anfang an um die Wallfahrt. Sie bezogen das ehemalige Hospiz, das heutige Klostergebäude.

Wirken in Würzburg

Hauptaufgabe des Kapuzinerklosters in Würzburg ist die Wallfahrtsseelsorge und Pilgerbetreuung der nebenan liegenden Wallfahrtskirche Käppele. Das Würzburger Kloster ist auch Zentrum der Berufungspastoral der deutschen Kapuzinerprovinz. Bis 2014 lebten und arbeiten noch drei Patres in Würzburg.

Guardian (Auszug)

Ende des Klosters

Bereits im Dezember 2013 ist die Berufungspastoral der Deutschen Kapuzinerprovinz von Würzburg nach Altötting umgezogen. In einer gemeinsamen Erklärung der Deutschen Kapuzinerprovinz und des Bistum Würzburg wurde über die Schließung des Kapuzinerkosters Würzburg Ende Oktober 2014, aufgrund mangelnden Ordensnachwuchses, informiert.

Kontakt

Kapuzinerkloster Würzburg-Käppele
Spittelbergweg 21
97082 Würzburg
Telefon: 0931-7940776-0

Siehe auch

Quellen

Weblinks