St.-Wolfgangs-Kapelle (Ochsenfurt)

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St.-Wolfgangs-Kapelle über Ochsenfurt
Altarraum der St.-Wolfgangs-Kapelle

Die katholische St.-Wolfgangs-Kapelle in Ochsenfurt ist eine barocke Wallfahrtsstätte auf einer Anhöhe südlich von Ochsenfurt oberhalb der Bundesstraße 13.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Kirche ist dem hl. Wolfgang von Regensburg (* 924 (?) in Pfullingen (?); † 31. Oktober 994 in Pupping bei Eferding), der einen Teil seiner Ausbildung an der Würzburger Domschule absolvierte, geweiht. Er war ein Glaubensbote in Noricum und Bischof von Regensburg. Patrozinium ist am 31. Oktober.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Standort der gotischen St.-Wolfgangs-Kapelle aus dem Jahr 1463 war vermutlich in früheren Zeiten Rastplatz für Fernpilger nach Rom, aber auch nach Sankt Wolfgang, einem der damals bekanntesten Wallfahrtsorte in Österreich. Ausschlaggebend für den Standort wohl, dass von der ebenfalls schon im Mittelalter bestehenden, südlich der St.-Wolfgangs-Kapelle gelegenen Straßengabelung eine Trasse als Pilgerweg über Uffenheim nach Süden bis nach Sankt Wolfgang im Salzkammergut führte. Der Turm trug ursprünglich einen Spitzhelm, erhielt aber 1737/1738 durch die Ochsenfurter Zimmermeister Michel und Mathes Collenberger seinen heutigen Abschluss mit Kuppel und einer Laterne. 1988/1989 wurde eine umfangreiche Außen- und Innenrenovierung durchgeführt.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kapelle ist nach Osten ausgerichtet. Der eingezogene Chor besteht aus fünf Seiten eines Achtecks. Die Fenster sind im Chor dreiteilig, im Langhaus zweiteilig und weisen ein Fischblasenmaßwerk auf. Der zweijochige Chor besitzt ein Rippengewölbe, das Langhaus mit drei Fensterachsen wird von einer Flachdecke mit einfachen Stuckleisten aus der Zeit um 1700 überspannt. In der Mitte befindet sich ein Vollrelief des hl. Wolfgang. Ins Innere führen drei Portal. Der Turm erhebt sich an der Nordseite des Chors.

Kunstwerke[Bearbeiten]

Die Innenausstattung besteht aus drei Barockaltären aus dem 17. Jahrhundert, sowie einer Kanzel aus Sandstein, eine Renaissancearbeit von 1551 vom Würzburger Bildhauer Peter Dell, dem Älteren und eine spätgotische Holzfigur des Kirchenpatrons St. Wolfgang aus dem Jahr 1480. Das Altarblatt des Hochaltars von 1697 mit der Darstellung des Kirchenpatrons stammt von Oswald Onghers. An der Brüstung der Orgelempore befinden sich zehn Ölbilder auf Leinwand. Eines der Bilder zeigt eine Ochsenfurter Stadtansicht des Jahres 1623. Weiterhin befinden sich in der Kapelle eine Lindenholzfigur des hl. Wolfgang, die um 1520 entstanden ist, und eine Skulptur des hl. Sebastian von Georg Brenck, dem Älteren, ein Werk aus der Zeit um 1617.

Orgel[Bearbeiten]

Das Kircheninstrument wurde um 1876 von Orgelbauer Martin Joseph Schlimbach aus Würzburg mit sechs Registern, einem Manual und selbständigem Pedal erbaut.

Wallfahrt[Bearbeiten]

Zwar hat die Verehrung des hl. Wolfgang mittlerweile nachgelassen, für die Ochsenfurter jedoch ist die kleine Kapelle ein wahres Kleinod geblieben. Nicht nur zum Pfingstritt kommen die Gläubigen hinauf zu der reizvoll gelegenen St.-Wolfgangs-Kapelle, auch unterm Jahr finden immer wieder Wanderer und Pilger den Weg. Der Pfingstritt ist eine alle zwei Jahre stattfindende Pferdewallfahrt mit Tiersegnung.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Die St.-Wolfgangs-Kapelle gehört zur Stadtpfarrei St. Andreas.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die St.-Wolfgangs-Kapelle gehört zur Pfarreiengemeinschaft Ochsenfurt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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