Institut für Kunstgeschichte

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kunstgeschichte Logo.jpg

Das Institut für Kunstgeschichte ist Teil der Philosophischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Geschichte

Die Anfänge liegen im Naturalien- und Kunstkabinett, das der Franziskaner-Minoritenpater, Künstler und Professor für Naturgeschichte Joseph Bonavita Blank im Jahr 1803 der Universität (gegen eine Leibrente von 12 000 Gulden) vermachte. [1]

1832 wurde ein jährlicher Etat für eine Antiken-, Gemälde- und Kupferstichsammlung festgesetzt, die Einrichtung erhielt den Namen „Ästhetisches Attribut“. Schon unter dem zweiten Konservator, dem seit 1834 amtierenden Ästhetikprofessor Franz Joseph Fröhlich, fanden regelmäßig kunstgeschichtliche Vorlesungen statt. Damit waren die Grundlagen für die beiden heutigen Institute, das „Archäologische" und das "Kunsthistorische“, gelegt, die nach den Einrichtungen an der Universität Bonn zu den frühesten in Deutschland gehörten.

Ein wichtiges Ereignis war der Nachlass des fürstbischöflichen Bildhauers Johann Peter Wagner und Kunstagent von König Ludwig I. von Bayern, den sein Sohn, der Maler und Bildhauer Johann Martin von Wagner im Jahr 1857 der Universität Würzburg übertrug. 1907 wurde der Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Würzburg gegründet und mit Prof. Fritz Knapp als erstem Inhaber besetzt.

Studieninhalte

Der Studiengang Kunstgeschichte umfasst die Geschichte der meist westeuropäischen Kunst seit der Antike. Kunstgeschichte ist ein Fach, in dem das Selbststudium und eine breite Allgemeinbildung große Bedeutung haben. Die vorlesungsfreie Zeit sollte genutzt werden, mittels Praktika in Museen, Denkmalämtern oder Verlagen Einblicke in die Arbeit eines Kunsthistorikers zu erhalten.

Raffael-Projekt

An den Universitäten in Würzburg und Münster besteht seit über zehn Jahren das "Raffael-Projekt", das sich der Sichtung und grundlegenden Erforschung der Gemälde und Dekorationen des Malers Raffael beschäftigt. Forschungsziel ist ein umfassendes Werkverzeichnis, dessen erster Band 2001 erschienen ist und sich mit dem Frühwerk Raffaels auseinandersetzt.

Professoren des Instituts (Auswahl)

Kontakt

Institut für Kunstgeschichte
Am Hubland
97074 Würzburg
Telefon: 0931 - 3185576

ÖPNV

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Philosophisches Institut


Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heinrich Ragaller: Die Gemäldegalerie und die Graphische Sammlung des Martin von Wagner-Museums. 300 Gemälde und 30 000 graphische Blätter in zwölf Sälen der Residenz, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. v. Heinz Otremba, Echter Verlag, Würzburg 1979, S. 340-344, S. 341