Johann Martin von Wagner

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Johann Martin von Wagner, 1834

Prof. Johann Martin von Wagner (* 24. Februar 1777 in Würzburg; † 8. August 1858 in Rom) war ein Bildender Künstler (Maler und Bildhauer), Kunstagent und privater sowie beruflicher Kunstsammler und Archäologe.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Sein Vater war der Würzburger Hofbildhauer Johann Peter Wagner.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach einem Studium der Malerei ab 1797 in Wien (bei Heinrich Friedrich Füger) und Paris siedelte Johann Martin Wagner sich wegen Geldmangels 1802 wieder in seiner Geburtsstadt an, um in Folge einen der bedeutendsten Kunstpreise seiner Zeit zu gewinnen. Auf Empfehlung von Johann Wolfgang von Goethe, Mitinitiator des Wettbewerbs, wurde er Professor der zeichnenden Künste an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Ein damit verbundenes Studium in Italien brachte ihm auf der Rückreise 1807 in Rom die Bekanntschaft des späteren Königs Ludwig I. von Bayern ein, der ihn 1810 in Funktion eines Kunstagenten mit der Akquirierung von Kunstgegenständen für die Glyptothek in München beauftragte und wieder nach Italien entsandte, wo er bis zu seinem Tod in Rom im Jahre 1858 lebte.

Während seines ersten Romaufenthaltes verdingte er sich, dies ebenfalls einer Empfehlung Goethes verdankend, im Haus des Gelehrten und preußischen Diplomaten Wilhelm von Humboldt als Zeichenlehrer.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Aus Dankbarkeit für die erfolgreiche Kunstbeschaffung für die Sammlung von König Ludwig I. von Bayern erhob dieser Johann Martin Wagner bereits im Jahr seiner Krönung 1825 in den persönlichen (nicht vererbbaren) Adelsstand. Begründet wurde dies mit seinen herausragenden Kenntnissen der klassischen Archäologie und Kunstgeschichte. 1857 wurde Martin von Wagner für seine Verdienste um Kunst und Wissenschaft zum Ehrenbürger der Stadt Würzburg ernannt.

Stiftung[Bearbeiten]

Nach ihm ist der Johann Martin von Wagner'scher Stiftungsfonds und der Martin-von-Wagner'scher Stiftungsfonds benannt.

Nachlass[Bearbeiten]

J. Martin v. Wagner: Der Rat der Griechen vor Troja (1807)

Seine sehr umfangreiche private Kunstsammlung überließ Wagner im Jahr vor seinem Tod durch eine Schenkung der Universität Würzburg, welche ihre eigene Kunstsammlung aufgrund dieses immensen Bedeutungszuwachses nun in Martin von Wagner Museum umbenannte.

Werke (Auszug)[Bearbeiten]

  • Der Rat der Griechen vor Troja (1807), Martin von Wagner Museum
  • Walhallafries (1837), Originalmodell im Martin-von-Wagner-Museum

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]