Hettstadter Hof

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Hettstadterhof
Ortstyp Weiler
Gemeinde Hettstadt
Verwaltungsgemeinschaft Verwaltungsgemeinschaft Hettstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Einwohner 25
Hettstadter Hof mit Blick Richtung Hafen

Hettstadter Hof, früher (Landgut) Heerstadt, ist ein Ortsteil der Gemeinde Hettstadt im Landkreis Würzburg.

Geografie

Geografische Lage

Der Weiler liegt östlich von Hettstadt an der Gemarkungsgrenze zu Zell a. Main nördlich der Staatsstraße 2298.

Geschichte

Die Franken besiedelten die heutige mainfränkische Region etwa ab 530 n.Chr., nach dem sie die Thüringer entscheidend geschlagen hatten. In dieser Zeit vollzog sich auch der Wandel von ihren heidnischen Bräuchen zum römisch-katholischen Bekenntnis. Ein bedeutender Schritt, der die Zukunft des Abendlandes prägte, wer er nicht nur ins Christentum führte, sondern auch aus der Antike in das Mittelalter.

Eine Urkunde aus dem Jahre 779 n.Chr. erzählt und dokumentiert zugleich, wie ein Gesandter Karls des Großen, zusammen mit Edelleuten aus Würzburgs Umgebung, die Grenze des linksmainischen Würzburger Gebiets abgeschritten und den Grenzverlauf eben in dieser Markungsbeschreibung festgehalten hat. Diese Niederschrift erwähnt zum ersten Mal den Namen „Herostat“ - den Hettstadter Hof.

Die Vogteigerichtsbarkeit über Hettstadt und den Hettstadter Hof hatte das Kloster Unterzell. Wann das Kloster durch welchen Bischof in welchem Jahr mit dieser Berechtigung zur Rechtsprechung belehnt wurde, bestätigt weder ein Lehensvertrag noch geben andere Urkunden darüber Auskunft. Hätte der Abt vom Kloster Oberzell nicht die Vogtei über die Dörfer Hettstadt, Roßbrunn und Mädelhofen gefordert, wäre die Frage der Vogteigerichtsbarkeit für diesen Bezirk wohl weiter im historischen Dunkel verblieben. Der Oberzeller Forderung trat das Unterzeller Kloster mit aller Entschiedenheit entgegen und legte dageben beim Fürstbischof Franz von Hatzfeld Beschwerde ein. Dieser entschied am 7. August 1637, dass innerhalb von drei Tagen die genannten Dörfer als Vogteibezirk dem Kloster Unterzell zu übergeben seien. Die Erbhuldigung im Unterzeller Kloster leisteten am 10. August 1637 vor dem Klosterpropst im Beisein des fürstbischöflichen Kommissars und noch anderen geistlichen Würdenträgern die Schultheißen und Schöffen der drei Orte. Hettstadt war nun Gerichtsort für die drei Dörfer und den Hettstadter Hof.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Heerstadt noch eine eigene, im Volksmund „Kaiser Karls Gericht“ genannte, Markung zwischen Waldbüttelbrunner und Hettstadter Markung. Da Kaiser Karl dort mit seinem Kriegsheer gelagert haben soll, sei der Name „Heerstadt“ entstanden.

Baubeschreibung

Die hufeisenförmige Anlage mit langgestrecktem zweigeschossigem Wohnhaus und Walm- bzw. Halbwalmdachbau über hohem Sockelgeschoss ist für das Jahr 1777 bezeugt, die Wirtschaftsgebäude des Gutshofs, ein langgestreckter Massivbau mit Satteldach stammt aus der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts.

Infrastruktur

Verkehr

Hettstadter Hof ist nur über einen privaten landwirtschaftlichen Feldweg ab der Hettstadter Steige erreichbar.

ÖPNV

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Waldbüttelbrunn/B 8


Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Kartenausschnitt

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