Bonitasprint GmbH

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Die Firma Bonitasprint GmbH geht auf eine der ältesten Druckbetriebe in Würzburg zurück. Der Betrieb durchlebte den technischen Wandel vom Stein- über Buch- zum Offsetdruck, vom Blei- zum digitalisierten Fotosatz.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1802 gründete Carl Philipp Bonitas nach seiner Lehrzeit bei dem Universitätsbuchdrucker Franz Ernst Nitribitt in Würzburg eine Druckerei und einen Musikverlag („C. Ph. Bonitas'sche Kunst- und Musikhandlung auf dem Kürschners-Hofe[1]). Ab 1808 wurde die Druckerei mit der Lithographieanstalt von Bonitas' Schwager, Christian Bauer, zusammengelegt [2] und es entstand der Verlag Christian Bauer, wobei Bauer das damals neue Lithographie-Verfahren zur Herstellung von Noten für den Hausmusik-Gebrauch benutzte. [3]

Bonitas-Bauer entstand durch die um 1830 erfolgte Fusionierung der beiden Verlage zur Carl Philipp Bonitas‘schen Verlagshandlung und Buchdruckerei („Commerzien-Assessor Bonitas‘sche Verlagshandlung und Buchdruckerei“). 1846 erschien im Verlag Bonitas-Bauer u. a. Die Würzburger Bischofs-Chronik, die vom bischöflichen Sekretär Magister Lorenz Fries 1546 im Auftrag von Fürstbischof Melchior Zobel von Giebelstadt geschrieben worden war. Die Buch- und Steindruckerei Bonitas-Bauer hatte ihren Standort in der Domerschulgasse 15 und war auch Herausgeber des Würzburger Stadt- und Landboten. [4] Das um die Jahrhundertwende von Bonitas-Bauer gegründete Würzburger Plakatinstitut wurde nach dem Ersten Weltkrieg der Stadt Würzburg zum Geschenk gemacht. Adolf Drössler, von Beruf Brennerei-Techniker und bereits seit 1910 Druckereibesitzer, erwarb 1921 von Dr. Alfred Bauer die Firma in der Kapuzinerstraße. In dieser Zeit verlagerte man die Technik vom Steindruck auf den Buchhochdruck und stellte die dafür erforderlichen Klischees als erster graphischer Betrieb in Würzburg selbst her.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1947 erneut mit der Klischeeherstellung begonnen. 1956 führte Herrmann Drössler den Offsetdruck ein, 1968 folgte der Fotosatz. Unter den Nachfolgern Alfred und Gerhard Drössler wurde 1974 die Buchbinderei ausgegliedert und als IBB-Industrie-Buchbinderei selbstständig. 1983 erfolgte der Umzug von der Kapuzinerstraße in die Max-von-Laue-Straße in der Dürrbachau. 2003 und 2005 wurden Insolvenzanträge beim Amtsgericht Würzburg gestellt.

Im Oktober 2005 wurde Bonitas-Bauer von Dieter Körner übernommen, der schon seit 1993 Inhaber der Druckerei Körner in Würzburg gewesen war. Gleichzeitig erfolgten mit der Umbenennung in bonitas-bauer druck & medien gmbh wichtige Investitionen in die gesamte IT- und Kommunikationstechnik. Die komplette Druckvorstufe inklusive CTP-Belichtung ist seither im eigenen Haus integriert. In den Jahren 2006 und 2007 wurde stufenweise der gesamte Maschinenpark mit Ausnahme einiger „historischer Schätzchen“ erneuert. 2008 fusionierten bonitas-bauer druck & medien gmbh und Druckerei Körner zur neuen bonitasprint GmbH.

Heutiges Portfolio[Bearbeiten]

Das Unternehmen bonitasprint bietet heute die ganze Welt charakterstarker Kommunikation und die ganze Vielfalt gedruckter und veredelter Produkte. Von der Geschäftskarte bis zum Buch, von der Druckvorstufe bis zur Logistik, von der Erstberatung bis hin zur Veredelung.

Anschrift[Bearbeiten]

Bonitasprint GmbH
Max-von-Laue-Straße 31
97080 Würzburg
Telefon: 0931 - 90083-0

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Würzburger Intelligenzblatt, zum Behufe der Justiz, Polizey, und bürgerlichen Gewerbe. Würzburg 1805, S. 1013
  2. Karlheinz Bartels: Die Würzburger Pharmakopöen, Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 25 (2006), S. 75-112, S. 106
  3. Bernhard Janz: Musikverlagswesen, in: Musikalisches Gewerbe, bearbeitet von Ulrich Konrad, in: „Unterfränkische Geschichte“, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 228-237, S. 228 f.
  4. Telephon-Anlage Würzburg: Verzeichniss der Sprechstellen, Nr. 1 - abgeschlossen am 30. September 1887, Königl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz, Würzburg 1887, S. 11

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