Franz Ernst Nitribitt

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Franz Ernst Nitribitt (* 7. März 1738 in Würzburg; † 1820) war Schriftsetzer und Universitätsbuchdrucker in Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge

Franz Ernst wurde als Sohn des fürstbischöflichen Hofbäckers geboren. Nach dem Besuch des Alten Gymnasiums erlernte er, durch seinen älteren Bruder Joseph Anton, inspiriert, die Buchdruckerkunst. Dieser hatte das Handwerk bei Heinrich Engmann erlernt.

Leben und Wirken

Nach der Lehrzeit ging er nach Augsburg und arbeitete als Gehilfe in mehreren Druckbetrieben, wo er unter anderem das Setzen orientalischer und fremdsprachlicher Werke erlernte. Nach Würzburg zurückgekehrt übernahm er von der Witwe des Druckereibesitzers Walther dessen Unternehmen als Geschäftsführer. Nach dem Tod des Universitätsbuchdruckers Johann Jacob Christoph Kleyer übernahm er im September 1763 dessen Titel, Kleyers Buchhandlung wurde von Johann Jacob Stahel erworben. Über 44 Jahre lang druckte Nitribitt alle wichtigen Schriften, Dissertationen und Werke der Gelehrten der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und war noch bis nach dem 70. Lebensjahr beruflich tätig. Einer seiner bekanntesten Lehrlinge war Friedrich Ernst Anton Thein. Leider konnte er den Betrieb nicht weitervererben, da seine beiden Söhne schon in jungen Jahren starben.

Gedruckte Werke (Auszug)

  • Christian Bönicke (Hrsg.): Grundriss einer Geschichte von der Universität zu Wirzburg. I-II, Druck: Franz Ernst Nitribitt, Würzburg 1782 und 1788.
  • Handbuch der Mineralogie, Franz Ernst Nitribitt, Würzburg 1810
  • Handbuch der Zoologie, Franz Ernst Nitribitt, Würzburg 1811

Siehe auch

Quellen

  • Johann Barthel von Siebold (Hrsg.), Neue artistisch-litaerarische Blätter von und für Franken, Band 1, Erster Jahrgang, Bonitas Würzburg, 1808, S. 34