Mendel Rosenbaum

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Mendel Rosenbaum (* 1783 in Waigolshausen; † 22. September 1868 in Zell a. Main) war Unternehmer und orthodoxer Gemeinderabbiner der Marktgemeinde Zell im Rabbinat Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bis zu seinem 18. Lebensjahr beschäftigte sich der junge Mendel lediglich mit dem Studium des Talmuds und dessen Kommentaren. Nach der Ordination war er zunächst Rabbiner in Theilheim/Lkr. Schweinfurt. Im Zuge der Hep-Hep-Unruhen 1819 waren viele Jeschiwastudenten aus Würzburg unter anderem nach Theilheim bei Werneck zu Rabbi Rosenbaum geflohen. 1822 zog Mendel Rosenbaum gemeinsam mit seiner Familie und einigen Studenten in das säkularisierte Kloster Unterzell. Dort errichtete der Vieh- und Warenhändler einen Kolonialwarenhandel und eine Nagelschmiede. Diese wirtschaftlichen Unternehmungen Rosenbaums zusammen mit der im Kloster Oberzell ansässigen Schnelldruckpressenfabrik Koenig & Bauer waren ausschlaggebend für das 1833 erteilte Marktrecht der Gemeinde.

Gemeinderabbiner in Zell am Main[Bearbeiten]

Zwei kühne Vorsätze fasste Rabbi Rosenbaum zum Amtsantritt, den Sturz des Zeller Gemeinderabbiners Neuburger und den damaligen Privatmann Seligmann Bär Bamberger als Rabbiner nach Würzburg zu holen. 1854 erhielt Mendel Rosenbaum als Gemeinderabbiner beim bayerischen König Maximilian II. Joseph von Bayern eine Audienz und konnte erreichen, dass noch bestehende Beschränkungen gegen jüdische Mitbürger im Königreich Bayern aufgehoben wurden. Aus diesem Grund wird er auch als Judenbischof von Zell tituliert.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm wurde das Mendel-Rosenbaum-Haus (Zell a. Main) benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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