Kraft II. von Hohenlohe-Weikersheim

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Graf Kraft II. von Hohenlohe-Weikersheim (* 1290 in Weikersheim; † 3. Mai 1344 in Öhringen) war Territorialherr in Röttingen, Schönstheim, Ingolstadt, Allersheim und Sulzdorf.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Kraft II. wurde als Sohn des Liniengründers Kraft I. von Hohenlohe-Weikersheim geboren. Seine Gemahlin Adelheid († 1342) war eine Tochter des Grafen Eberhard von Wirtemberg. Seine Halbbrüder waren Gottfried von Hohenlohe und Konrad von Hohenlohe, sein Sohn Kraft III. von Hohenlohe-Weikersheim.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Wahrscheinlich im April 1315 überfiel er mit anderen Habsburgischgesinnten den vom Rhein heimkehrenden Ludwig den Bayern und steckte nächtlicherweile das Haus, in dem dieser schlief in Brand, so dass dieser beinah umkam. Im Frühjahr 1316 zog deshalb Ludwig mit überlegenen Streitkräften gegen Kraft II. zu Felde und zwang ihn seine Lande zu räumen. Trotz alledem trat er nach der Schlacht bei Mühldorf auf Ludwigs Seite über. Schon im Februar 1323 versetzte er ihm um seiner Dienste willen die Stadt Crailsheim, Burg Lohr, Dorf Honart und im August desselben Jahres verlieh er ihm Burg und Stadt Forchtenberg. Am 1. Juli 1340 trat er mit anderen fränkischen Herren dem durch den Kaiser vermittelten Schirm- und Friedensbündnisse bei und erhielt als Hausbesitz würzburgisches Lehen. Kraft vereinigte den gesamten hohenloheschen Besitz, vermehrte diesen weiter und machte dadurch sein Geschlecht zu einem der mächtigsten und geachtetsten im damaligen Reich. Er ist der erste seines Hauses, bei dem der Grafentitel beigelegt ist.

Nachlass[Bearbeiten]

Aus dem Nachlass erwarben Lupold von Babenberg und Domherr Eberhard von Hirschhorn die Hohe Gerichtsbarkeit einschließlich der Vogteirechte und ihren gesamten Besitz in Allersheim, Ingolstadt und Sulzdorf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]