Schönstheim

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Schönstheim war eine ehemalige Ansiedlung nördlich der Stadt Röttingen.

Lage[Bearbeiten]

Schönstheim lag in einem heute noch existierenden Waldstück zwischen Riedenheim, Oberhausen, Strüth und Röttingen westlich der heutigen Staatsstraße 2268.

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1295 wurden die Burg Schönstein und das östlich davon gelegene Dippach bzw. Diepach mit 16 Hofstellen erstmals urkundlich erwähnt. 1345 verkaufte Graf Kraft II. von Hohenlohe-Weikersheim Burg und Teile der Siedlung an das Bistum Würzburg.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Schönstheim wurde dann im Laufe der Zeit auf das frühere Dorf und die Burg gemeinsam übertragen.

Ende der Besiedelung[Bearbeiten]

Der Grund des Wegzugs im 15. Jahrhundert liegt wohl in den Kriegswirren, von denen Schönstheim immer wieder heimgesucht worden war. Die Burg- und Dorfbevölkerung ließ sich ab 1437 in Riedenheim bzw. Röttingen nieder.

Religion[Bearbeiten]

Die zuständige Kirche war die Michaelskapelle, ein Beneficium der Herren von Schönstheim. Schönstheim gehörte zum Pfarrsprengel von Riedenheim. Auch Klagesachen mussten die Schönstheimer an das Gericht Riedenheim bringen und beisteuern zum Unterhalt des Mesners, der im Nebenberuf zugleich Lehrer war und im Winter den Kindern das lesen und schreiben beibringen musste.

Gemeinde Schönstheim heute[Bearbeiten]

Obwohl das Dorf Schönstheim seit über 500 Jahren nicht mehr existiert, wird dennoch jährlich am 2. Mai ein Bürgermeister gewählt. Schönstheim hat Grundbesitz, deswegen existiert es noch als Waldkörperschaft. Es gab einmal 16 Bauernhöfe mit insgesamt 301 Hektar Wald. Die Vertreter dieser Eigentümergemeinschaften bilden die Gemeinde Schönstheim. Die Schönstheimer wollten nicht eingemeindet werden. Aber ungefähr 1933 hat man sich dennoch mit Röttingen geeinigt. Jetzt gehört Schönstheim zu deren Stadtgebiet und bezahlt auch Grundsteuer. Dafür bekommen sie einen Verwaltungskostenzuschuss, da sie sich selbst verwalten, die Jagd selbst verpachten und die Wege unterhalten. Dafür erhalten sie aus dem städtischen Haushalt 38 Euro und ein paar Cent.

Heutige Zeugnisse[Bearbeiten]

Heute zeugt noch die 1588 gefasste Quelle und der Schönstheimer Wald vom einstigen Dorf und der Burg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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