Kraft I. von Hohenlohe-Weikersheim

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Kraft I. von Hohenlohe-Weikersheim (* um 1240 in Hohenlohe; † 19. September 1313 in Öhringen) war Territorialherr in Röttingen, Schönstheim, Ingolstadt, Allersheim und Sulzdorf.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Mit Kraft I. wurde das Adelsgeschlecht der Hohenlohe in die Zweige Hohenlohe-Uffenheim und Hohenlohe-Weikersheim aufgeteilt. Sohn aus erster Ehe mit Williberg von Wertheim war Gottfried von Hohenlohe und Konrad von Hohenlohe, Sohn aus zweiter Ehe mit Margarethe von Truhendingen der gleichnamige Kraft II. von Hohenlohe-Weikersheim.

Verschuldung[Bearbeiten]

Graf Kraft I., zu dessen Territorium auch Röttingen gehörte, war bei Juden so verschuldet, dass er ohne großen Verlust an Vermögen diese nicht abtragen konnte. Die Juden fürchteten bereits Unheil und baten daher den Bischof von Würzburg, Manegold von Neuenburg, den Hohenloher eidlich versprechen zu lassen, den Juden nichts anzutun. Als er dies beschwor, seien die Juden übermütig geworden und hätten sich am Gründonnerstag zur Weikersheimer Kirche Zutritt verschafft und die Hostie auf dem Altar geschändet, die daraufhin reichlich Blut absonderte. Um diese Schändung zu sühnen, begann durch "Ritter Rintfleisch" als Anführer 1298 die Rintfleisch-Verfolgung, eine flächendeckende Judenverfolgung in Franken.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]