Arnold III. von Uissigheim

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Arnold III. von Uissigheim (auch König Armleder; (* um 1298; † 19. Juli 1336) entstammte einen fränkischen Rittergeschlecht.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Arnold entstammt dem Rittergeschlecht von Uissigheim, benannt nach gleichnamigem Dorf im Main-Tauber-Kreis in Tauberfranken, die dem Gefolge der Fürstbischöfe im Bistum Würzburg angehörten.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach der Rintfleisch-Verfolgung im Jahr 1298 geht aus der Geschichte der Bischöfe von Würzburg hervor, dass der Ritter sich mit seinem Bruder ab 29. oder 30. Juli 1336 an der zweiten von Röttingen ausgehenden und sich auf ganz Franken ausdehnenden Judenverfolgung beteiligt hatte und dabei den Tod fand. Die Sage, in der behauptet wird, der Ritter sei durch Juden ermordet worden, entstand erst in späterer Zeit.

Sage[Bearbeiten]

Arnold von Uissigheim hatte an einer Fronleichnamsprozession teilgenommen. Hierbei erlebte er angeblich, wie Juden das Allerheiligste verspotteten. Er legte einen Schwur ab, die Lästerung des Sakraments zu rächen und die Juden zu verfolgen und zu töten. Diese wehrten sich jedoch und lauerten dem Ritter auf und schlugen ihm den Kopf ab. Als man den Leichnam fand, wurde er auf einen von jungen, ungewöhnten Ochsen gezogenen Wagen gelegt, die ihn ohne Kommando in das Dorf zogen und vor der Kirche anhielten. Die Glocken begannen hierauf, von alleine zu läuten, und Ritter Arnold wurde in der Kirche in einem Hochgrab beigesetzt. Das Grab wurde von einem prächtigen Grabstein geschmückt, auf dem der Ritter in Stein gehauen dargestellt war.

Verehrung[Bearbeiten]

Bis ins 18. Jahrhundert wurde Arnold III. als Wundertäter verehrt. Da der Grabstein bei Prozessionen im Wege stand, versetzte man ihn an die Epistelseite der Uissigheimer Kirche. Unterhalb dieses Grabsteins befand sich der sog. „Arnolds-Kasten“, in den die Bauern von ihrer Ernte opferten, um Seuchen und Krankheiten von ihrem Vieh abzuwenden. Die Spenden kamen der Kirche zugute. Die Verehrung nahm ein Ende, als 1730 ein Pfarrer in dem Grab, in dem der tote Ritter ursprünglich gelegen hatte, beerdigt wurde.

Kurie Uissigheim[Bearbeiten]

Die Kurie Uissigheim ist seit etwa 1200 in Würzburg bezeugt und geht auf das Rittergeschlecht zurück, aus dem Arnold stammt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]