Babenberger

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Die fränkischen Babenberger oder auch Popponen sind ein Adelsgeschlecht ursprünglich aus dem Grabfeldgau. Der Name steht mit der einstigen Babenburg auf dem Bamberger Domberg in Verbindung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der älteste bekannte Ahn der fränkischen Babenberger war Poppo. Nach ihm wird das Geschlecht auch Popponen genannt. Poppo war im frühen 9. Jahrhundert Graf im Grabfeld, das heute im Grenzgebiet zwischen Bayern und Thüringen liegt. Zur Zeit Karls des Dicken, der die Familie bevorzugte, wurde Heinrich marchio francorum (Markgraf der Franken) und dux Austrasiorum (Herzog der Austrasier).

Die Rivalität zwischen den beiden fränkischen Grafengeschlechtern der Konradiner und fränkischen Babenberger wurde von ihren Bemühungen verstärkt, ihre jeweilige Autorität im mittleren Maingebiet zu intensivieren.

Als die fränkischen Babenberger im Jahre 902 ihrem Herrschaftsbereich kleine Gebietsteile des Bistums Würzburg einverleibten, entzog ihnen König Ludwig IV. das Kind im Gegenzug mehrere Güter und gab sie an Bischof Rudolf I. von Würzburg, einen Konradiner. Das führte zu jahrelanger Fehde zwischen den beiden Geschlechtern. Zunächst vertrieb Graf Adalbert von Babenberg den Bischof aus Würzburg, woraufhin dessen Brüder, die Grafen Konrad, Gebhard und Eberhard, diesem zu Hilfe kamen und der Streit sich bis nach Hessen ausweitete.

Der Sohn des erwähnten Grafen Konrad, Konrad der Jüngere, wurde unangefochtener Herzog von Franken und im Jahre 911 als Konrad I. König des ostfränkischen Reichs, während die Babenberger einen Großteil ihrer Besitzungen und Ämter in Franken verloren. Die Popponen zogen sich auf den nordwestlichen Teil ihres Stammlandes zurück, wo sie die Grafschaft Henneberg begründeten. Auf dem Boden des ehemaligen babenbergischen Kernlandes, das als erledigtes Reichslehen eingezogen wurde und 973 durch eine Schenkung des jungen Kaisers Otto II. an seinen streitbaren Vetter Herzog Heinrich der Zänker an Bayern kam, entstand 1007 das Bistum Bamberg.

Persönlichkeiten (Auszug)[Bearbeiten]

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach der Adelsfamilie ist der Babenbergplatz in Frickenhausen benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]