Heinz Fleckenstein

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Prof. Dr. Heinz Fleckenstein (23. Januar 1907 in Oeventrop; † 8. Februar 1995 in Würzburg) war Geistlicher und Theologieprofessor für Pastoral- und Moraltheologie an der Universität Würzburg.

Leben und Wirken

Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Aschaffenburg studierte Fleckenstein ab dem Sommersemester 1926 Philosophie und Theologie an der Universität Würzburg und trat 1927 in das Priesterseminar Würzburg ein. Am 19. März 1931 wurde er in Würzburg zum Priester geweiht und zum Kooperator in Bad Neustadt an der Saale ernannt. Ab 1932 war er Präfekt am bischöflichen Knabenseminar Ferdinandeum in Würzburg. Hier stellte er seine Dissertation fertig und wurde 1934 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg zum Dr. theol. promoviert. Durch die Versetzung 1935 als Benefiziat nach Kitzingen und ein Jahr später in selber Funktion nach Ochsenfurt ermöglichte ihn ihm die Diözesanleitung die Aufnahme eines Habilitationsstudiums in Moral- und Pastoraltheologie. Ab 1938 arbeitete er als Universitätsdozent für Moraltheologie und Homiletik an der Universität Würzburg.

Pfarrer in Veitshöchheim

Da er während des Dritten Reichs keinen Lehrstuhl erhalten konnte, ernannte ihn Bischof Matthias Ehrenfried im Dezember 1943 zum Pfarrer von Veitshöchheim. Zum 1. Dezember 1945 wurde Fleckenstein als Professor für Moraltheologie an die wiedereröffnete Philosophisch-Theologische Hochschule in Regensburg berufen, wo er bald darauf wichtige Leitungsaufgaben übernahm: 1947 wurde Fleckenstein zum Rektor der Hochschule gewählt, ein Amt, das er sechs Jahre lang, bis 1953, innehatte.

Professor in Würzburg

Am 1. Dezember 1953 kehrte Fleckenstein als ordentlicher Professor für den damals dort neu geschaffenen Lehrstuhl für Pastoraltheologie an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg zurück. In seiner 19jährigen Tätigkeit an der Alma Julia bekleidete er mehrfach das Amt des Dekans der Theologischen Fakultät. Daneben war er in zahlreichen pastoralen Kommissionen der Diözese sowie in bundesweit tätigen Gremien ebenso engagiert wie bei „Theologie im Fernkurs“ der Domschule. Verdienste erwarb sich Fleckenstein auch bei der Würzburger Synode. Hier galt sein besonderes Mitwirken dem Beschluss „Gottesdienst“.

Rektor der Universität

Von 1956 bis 1957 und von 1967 bis 1968 war Fleckenstein Rektor der Universität. Am 31. März 1972 wurde Heinz Fleckenstein emeritiert. Zahlreiche Ehrungen waren dem Würzburger Pastoraltheologen schon vorher zuteil geworden.

Ehrungen und Auszeichnungen

Letzte Ruhestätte

Er wurde am 13. Februar 1995 im Fakultätsgrab der katholischen Fakultät auf dem Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Ludwig K. Walter: Biogramme zum Lehrpersonal der Theologischen Fakultät Würzburg. Zweiter Band, Teil 1
  • Liste der Reihenfolge der Pfarrer von Veitshöchheim vom Jahre 1580 an
  • August Laumer: Wegbereiter - Wegbegleiter. Der Moral- und Pastoraltheologe Heinz Fleckenstein. In: Würzburger Diözesangeschichtsblätter Band 79, Würzburg 2016, S. 65 ff.

Weblinks