Bildstock Bildeiche (Veitshöchheim)

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Bildstock Bildeiche (Veitshöchheim)

Der Bildstock Bildeiche ist ein Denkmal religiöser Frömmigkeit im Edelmannswald bei Veitshöchheim.

Lage

Der Bildstock steht an der Einmündung des Steinernern Wegs in den „Fachtalellernweg“ an der Gemarkungsgrenze zwischen Veitshöchheim und Thüngersheim. Die Wanderwege Veitshöchheim - Thüngersheim, Würzburg - Erlabrunn - Zell und die Nordic-Walking-Strecke Bildeichenweg führen am Bildstock vorbei.

Geschichte

Bildstock Bildeiche (um 1910)

In der Uraufnahme im BayernAtlas ist an der Stelle ein als „Bildeiche“ bezeichneter Baum eingezeichnet. Heute stehen dort zwar etliche Eichen, von denen jedoch keine ein Alter von über hundert Jahren hat. Der Bildstock wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gestiftet und ist in den topographischen Karten 1:25000 ab 1954 eingezeichnet.

Der Ursprung des Bildstocks liegt leider im Dunkeln und schon so weit zurück, dass auch die älteren Zeitzeugen ihn schon aus ihrer Kindheit her kennen, ohne die Entstehungsgeschichte gehört zu haben. Das für dieses Flurstück namensgebende Marterl aus Holz ist aus der Zeit um 1900 noch vor dem Ersten Weltkrieg fotografisch dokumentiert. Ehemals in einer mit einem schmiedeeisernen Gitter verschlossenen tabernakelartigen Nische ruhte eine kleine Madonnenfigur auf einem Eichenstamm. Inzwischen wurde während mehrerer Renovierungen die Gestalt des Bildstöckchens verändert. Sowohl der Stamm als auch die Figur der Madonna mussten komplett erneuert werden.

Heutige Zeugnisse

Neben dem Bildstock trägt auch die angrenzende Waldabteilung im Edelmannswald, ein Wanderparkplatz und der hindurchführende Bildeichenweg die Bezeichnung „Bildeiche“.

Weitere Bildeichen im Landkreis Würzburg

Eine Bildeiche ist eine Eiche, die früher an Gemarkungsgrenzen oder bedeutenden Wegen als Grenz- oder Markierungsbaum diente. Der Begriff kommt von „Bild“ im Sinne von Sinnbild/Symbol, nicht von einem Foto. Häufig wurden an diesen Bildeichen religiöse Symbole angebracht, die an lokale Ereignisse erinnern und Ausdruck einer tiefen Religiosität sind. Sie fungieren auch heute noch als Waldandachtsstätte oder Station bei Prozessionen. Da sie historische Rechts- und Grenzverhältnisse dokumentieren, sind sie aufgrund ihrer historischen Bedeutung in vielen Fällen als Naturdenkmale geschützt.

Beispiele im Landkreis Würzburg sind:

Beschreibung

Der Bildstock aus Holz ist grün lackiert und von einem Giebeldach gekrönt. In der vergitterten Nische steht eine Marienfigur mit Jesuskind. Am Schaft ist eine bronzene Plakette angebracht mit der Inschrift: RENOVIERT / F.F. SCHMITT / JÄGER / 1998 [1]

Siehe auch

Quellen, Literatur und Weblinks

Anmerkungen

  1. Die Jahreszahl wurde später ergänzt und ist in der Dissertation Stefan Popp (2004) nicht aufgeführt.

Kartenausschnitt

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